Harmonisch nach unten
Viele wenden sich mit Grausen ab, wenn sie das Wort "Brüssel" in Kombination mit "Harmonisierung" hören. Das klingt nach europäischer Regelungswut, die niemand mehr versteht und die viel zu viel Geld kosten würde.
Sicher muss nicht alles im europäischen Binnenmarkt auch europäisch geregelt werden. Doch ist die Frage durchaus berechtigt, wie lange sich 15 Regierungen den Luxus von 15 verschiedenen und nur noch für Spezialisten verständlichen Steuersystemen leisten mögen. Nicht nur Europa-Enthusiasten prognostizieren, dass mit der Einführung der gemeinsamen Währung auch der Druck auf eine Angleichung der Steuersysteme wächst. Insofern befindet sich EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein mit seinen Vorschlägen zu harmonisierten Unternehmensteuersätzen auf sicherem Boden.
Zumal seine Vorschläge für in Deutschland ansässige Unternehmen durchaus reizvoll sind. Denn bislang befindet sich die größte Wirtschaftsmacht der EU zusammen mit Italien, Frankreich, Griechenland und Belgien in der Gruppe der Hochsteuerländern. Harmonisierung auf EU-Ebene müsste also hier zu Lande Steuersenkungen bringen. Harmonisierung darf nicht Angleichung der Sätze auf höchstem Niveau bedeuten. Andernfalls würden sich die EU-Länder die Chance nehmen, ihr ehrgeizigstes Ziel in die Tat umzusetzen: In zehn Jahren soll Europa der wettbewerbsfähigste Wirtschaftsraum der Welt sein.
Viele wenden sich mit Grausen ab, wenn sie das Wort "Brüssel" in Kombination mit "Harmonisierung" hören. Das klingt nach europäischer Regelungswut, die niemand mehr versteht und die viel zu viel Geld kosten würde.
Sicher muss nicht alles im europäischen Binnenmarkt auch europäisch geregelt werden. Doch ist die Frage durchaus berechtigt, wie lange sich 15 Regierungen den Luxus von 15 verschiedenen und nur noch für Spezialisten verständlichen Steuersystemen leisten mögen. Nicht nur Europa-Enthusiasten prognostizieren, dass mit der Einführung der gemeinsamen Währung auch der Druck auf eine Angleichung der Steuersysteme wächst. Insofern befindet sich EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein mit seinen Vorschlägen zu harmonisierten Unternehmensteuersätzen auf sicherem Boden.
Zumal seine Vorschläge für in Deutschland ansässige Unternehmen durchaus reizvoll sind. Denn bislang befindet sich die größte Wirtschaftsmacht der EU zusammen mit Italien, Frankreich, Griechenland und Belgien in der Gruppe der Hochsteuerländern. Harmonisierung auf EU-Ebene müsste also hier zu Lande Steuersenkungen bringen. Harmonisierung darf nicht Angleichung der Sätze auf höchstem Niveau bedeuten. Andernfalls würden sich die EU-Länder die Chance nehmen, ihr ehrgeizigstes Ziel in die Tat umzusetzen: In zehn Jahren soll Europa der wettbewerbsfähigste Wirtschaftsraum der Welt sein.