Wochen und Monate kommt die Kapitalerhöhung zu spät. Für die Banken wäre das ein Schnapper, hier für 6,9 Euro pro Anteil einsteigen zu dürfen. Ist der Zeitpunkt ein Managementversagen? In gewissen Maße schon; Anzeichen eines inflationären Umfelds & Zinsanstieg waren vorhanden. Unvorhergesehen kam dann der Krieg und auch der Lockdown in China dazu (teurere Energiepreise + Lieferkettenprobleme -> weiterer Zunder für das inflationäre Umfeld).
Die Präsentation zur Kapitalerhöhung findet sich hier: www.tag-ag.com/fileadmin/content/...ation_July_2022_final.pdf
Und zeigt noch einmal den Plan von TAG insbesondere mit der Übernahme. Man möchte von Build-to-Sell wieder stärker zum Build-to-Rent gehen (Folie 9 und 10). Insbesondere in Deutschland. In Polen hat man noch eine Pipeline, welche verkauft werden soll.
Auf Folie 14 unten links sieht man, dass noch fast nichts fertiggebaut ist in Polen. Bis hier Mieteinnahmen & Verkaufserlöse fließen wird es noch dauern.
In dem Q1-2022 Bericht, auf den sich auf Folie 7 die Dividendenrendite bezieht, steht, dass die, für das GJ 2022 zu erwartende DR bei 0,98 Euro liegen soll, was 75 % des FFO I entspräche. Ergo sehen sie den FFO I pro Aktie bei 1,30 Euro (vor der Kapitalerhöhung). Das wären 1,3 * 101 / 121 = 1,09 Euro pro Aktie nach der KE. 1,09 * 0,75 = 0,818 Euro pro Aktie an D nach der Kapitalerhöhung. (Die 9 % auf Folie 7 finde ich etwas irreführend... kauft man 101 Aktien zu 10 Euro und erhält 20 zu 6,9 Euro dazu, wäre man bei durchschnittlich 9,49 Euro pro Aktie und würde theoretisch bei 8,6 % DR landen... ich denke aber nicht, dass sie das so gerechnet haben da der Kurs irgendwo bei 11 Euro zuvor lag.)