...auf einen China-Deal?
Newsletter von Gulfside Minerals:
Sehr geehrte Aktionäre
Da Sie in eine Firma investiert sind, die erst kürzlich einen bindenden Vertrag bzgl. ihres Kohleprojektes unterzeichnet hat, möchten wir Sie gerne über aktuelle Hintergründe zum Thema Kohle und der steigenden Nachfrage nach Kohle informieren. Unser Kohleprojekt in der Mongolei befindet sich nahe der chinesischen Grenze, daher sind die Entwicklungen in China hinsichtlich seiner Nachfrage und Verbrauch von Kohle sehr interessant für uns und für Sie als unsere Aktionäre.
Entwicklungen und Prognosen in China
Frédéric Beauregard-Tellier Economics Division of Parliament schrieb einen Artikel über die Stromversorgung in China:
Die chinesische Wirtschaft boomt und hat seit 1990 eine Wachstumsrate von 10 % erreicht. Nach Angaben der Weltbank ist China nun die viert größte Wirtschaftsmacht der Welt. China ist unumstritten eine Industriemacht, die es ernst zu nehmen gilt.
Das Wirschaftswachstum - das Hauptaugenmerk der zentralen Regierung - hängt fast ausschließlich von der Kohle ab.
Kohle repäsentiert aktuell 69% des Hauptenergieverbrauchs in China und 11% in Kanada.
China verwendet seine großen Kohleressourcen hauptsächlich, um billigen Strom zu produzieren. Diese Stromproduktion hat sich mehr als verdreifacht in den Jahren zwischen 1990 und 2004; 78% der Elektizität, die in China 2004 erzeugt wurde kam aus kohlebetriebenen Kraftwerken, in Kanada im Vergleich nur 17 %. Eine aktuelle Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigt, dass der jährliche pro Kopf Stromverbrauch in China bei rund 1.700 kWh liegt und relativ niedrig bleibt: Dieser pro Kopf Verbrauch ist in reichen, industrialisierten Nationen im Durchschnitt fünf Mal größer. Daher ist es begründet anzunehmen, dass der Stromverbrauch in China weiter steigen wird, da das Land wohlhabender wird und sich der Mittelstand ausweitet.
Wenn man das Beispielszenario der International Energy Agency (IEA) betrachtet, so wird sich China's Stromproduktion mehr als verdoppeln in den nächsten 10 Jahren und Kohlekraftwerke werden weiterhin den Markt beherrschen. (siehe untenstehende Grafik)
Grafik – Energieproduktion in China 1990-2030
Quelle: Data obtained from the International Energy Agency, World Energy Outlook 2006. Figure prepared by Frédéric Beauregard-Tellier, Parliamentary Information and Research Service, Library of Parliament.
Kohlekraftwerke repräsentieren 70 % der gesamten energieerzeugenden Kapazitäten in China, was im Jahr 2005 rund 508 Gigawatt (GWe) ausmachte. Unter Berufung auf die MIT - Studie baut China diesbezüglich jede Woche das Äquivalent von zwei neuen Kohlekraftwerken mit 500 Megawatt. Die IEA berichtet, das China wahrscheinlich zwischen 50 000 und 70 000 MWe an neuen Kapazitäten zu seinem existierendem Stromnetz hinzugefügt hat, hauptsächlich durch die Errichtung von Kohlekraftwerken.
Die Referenzstudie der IEA zeigt auf, dass China bis zum Jahr 2030 700 Gigawatt an Stom, erzeugt durch Kohlekraftwerke, in sein Energienetz einspeisen wird, wodurch China für mehr als die Hälfte des weltweiten Zuwachses an Energieerzeugung durch Kohle verantwortlich sein wird.
Alle Experten sind sich einig, dass kohlebefeuerte Kraftwerke den chinesischen Elektrizitäts-Sektor auch weiterhin für die nächsten Jahrzehnte dominieren werden.
Im Jahr 2005 war China als der größte Erzeuger und Verbraucher von Kohle für mehr als ein Drittel der weltweiten Kohleproduktion und deren Verbrauch verantwortlich. Der chinesische Kohleverbrauch stieg um 62% an zwischen 2000 und 2005.
Nach der IFA Studie wird China bis zum Jahr 2030 57% des weltweiten Verbrauchs von Kohle verursachen.
Kohle ist deutlich preiswerter pro produzierter Einheit als natürliches Gas oder Petroleum. Außerdem existiert die vorwiegende, pulverisierte Kohleverbrennungstechnologie seit über einem Jahrhundert, was das typische Kohlekraftwerk dadurch auszeichnet, dass es leicht zu bauen und zu betreiben ist.
Quelle: www.parl.gc.ca/information/library/PRBpubs/prb0704-e.htm