WSJ": Große US-Portfolios leiden unter Kursabsturz von Enron
New York (vwd) - Einige der größten US-Publikumsfonds dürften unter den heftigen Kursverlusten des Energiehändlers Enron Corp, Houston, leiden. Zu den betroffenen Fondsgesellschaften gehören Fidelity Investments, Janus Capital Corp, Alliance Capital Management und Putnam Investments, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) am Donnerstag unter Berufung auf die bei der Börsenaufsicht SEC angezeigten Pflichtangaben der Asset Manager berichtet. Auch Vanguard habe die Aktie in zahlreichen Portfolios und auch in den passiv gemanagten Index-Fonds gehalten.
Nachdem der Wettbewerber Dynegy Inc am Vortag vom Kauf des einstigen Börsenlieblings Enron zurückgetreten war, stürzte die Aktie um 35 Prozent ab. Marktbeobachter rechnen nun damit, dass das Unternehmen in Kürze Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen wird. Denn Auslöser für das Scheitern des Zusammengehens von Enron und Dynegy war die Herabstufung des Langfristratings auf "Junk-Status" durch Standard & Poor's. Die Verringerung des Ratings hat für den Energiekonzern Konsequenzen: Beobachtern zufolge könnten nun sofort Verbindlichkeiten von rund 3,9 Mrd USD fällig werden, wobei die verfügbare Liquidität lediglich auf zwei Mrd USD geschätzt wird.
Besonders betroffen dürfte dem "WSJ" zufolge der Alliance Premier Growth Fund sein, der laut Morningstar (per 30. September) rund vier Prozent seines Vermögens von elf Mrd USD in Enron-Aktien angelegt hatte. Auf Grundlage dieser Angaben hätte der Anteils des Fonds durch den jüngsten Kursabsturz nun rund 445 Mio USD verloren. Möglicherweise seien die Positionen der Fondsgesellschaften seit der letzten Pflichtmitteilung verändert worden, betonte das "WSJ". Ein Sprecher von Alliance habe dazu jedoch keine Stellung nehmen wollen. Laut Janus habe der Janus Mercury Fund, der Ende April noch 3,6 Prozent seines Vermögens in Enro investiert gehabt habe, alle Anteile bis Mitte November abgestoßen.
vwd/DJ/29.11.2001/mkr
New York (vwd) - Einige der größten US-Publikumsfonds dürften unter den heftigen Kursverlusten des Energiehändlers Enron Corp, Houston, leiden. Zu den betroffenen Fondsgesellschaften gehören Fidelity Investments, Janus Capital Corp, Alliance Capital Management und Putnam Investments, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) am Donnerstag unter Berufung auf die bei der Börsenaufsicht SEC angezeigten Pflichtangaben der Asset Manager berichtet. Auch Vanguard habe die Aktie in zahlreichen Portfolios und auch in den passiv gemanagten Index-Fonds gehalten.
Nachdem der Wettbewerber Dynegy Inc am Vortag vom Kauf des einstigen Börsenlieblings Enron zurückgetreten war, stürzte die Aktie um 35 Prozent ab. Marktbeobachter rechnen nun damit, dass das Unternehmen in Kürze Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen wird. Denn Auslöser für das Scheitern des Zusammengehens von Enron und Dynegy war die Herabstufung des Langfristratings auf "Junk-Status" durch Standard & Poor's. Die Verringerung des Ratings hat für den Energiekonzern Konsequenzen: Beobachtern zufolge könnten nun sofort Verbindlichkeiten von rund 3,9 Mrd USD fällig werden, wobei die verfügbare Liquidität lediglich auf zwei Mrd USD geschätzt wird.
Besonders betroffen dürfte dem "WSJ" zufolge der Alliance Premier Growth Fund sein, der laut Morningstar (per 30. September) rund vier Prozent seines Vermögens von elf Mrd USD in Enron-Aktien angelegt hatte. Auf Grundlage dieser Angaben hätte der Anteils des Fonds durch den jüngsten Kursabsturz nun rund 445 Mio USD verloren. Möglicherweise seien die Positionen der Fondsgesellschaften seit der letzten Pflichtmitteilung verändert worden, betonte das "WSJ". Ein Sprecher von Alliance habe dazu jedoch keine Stellung nehmen wollen. Laut Janus habe der Janus Mercury Fund, der Ende April noch 3,6 Prozent seines Vermögens in Enro investiert gehabt habe, alle Anteile bis Mitte November abgestoßen.
vwd/DJ/29.11.2001/mkr