15.08.17 10:00
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Nach langem Tauziehen hat Griechenland schließlich weitere 8,5 Mrd. Euro aus dem so genannten "dritten Hilfsprogramm" erhalten, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM).
Erstmals seit 2014 habe das Land daraufhin im Juli erfolgreich eine Anleihe begeben können. Drei Mrd. Euro seien mit fünf Jahren Laufzeit zu rund 4,6% am Markt platziert worden. Das seien freilich immer noch volle drei Prozentpunkte mehr, als Griechenland derzeit für seine rund 330 Mrd. Euro an Staatsschulden zahle. Positive Nachrichten würden Industrieproduktion und Tourismus liefern. Vor allem bei chinesischen Touristen gebe es starke Zuwächse.
Überhaupt könnte Griechenland für China langfristig zur Drehscheibe für den Handel mit Europa werden. Mit Erleichterung dürften viele Griechen die Nachricht über eine bevorstehende Lockerung der Kapitalkontrollen aufgenommen haben. Ab September solle es möglich sein, monatlich bis zu 1800 Euro vom eigenen Konto abzuheben, rund doppelt so viel wie bislang. Der griechische Aktienmarkt habe nach dem kräftigen Anstieg vom Juni eine Verschnaufpause eingelegt und im Juli leicht nachgegeben. (Ausgabe August 2017) (15.08.2017/alc/a/a)