Börsenausblick: Greenspan gibt die Richtung vor
Von Thorsten Kramer, Hamburg
Die Berichtssaison ist vorüber. Anleger stellen sich deshalb vorrangig die Frage, ob es bis Jahresende eine Kursrally geben wird? Die Vorzeichen sind durchwachsen.
Auf der einen Seite keimt erste Hoffnung auf. Die Chip-Preise steigen, was ein baldiges Ende der Krise in der Halbleiterbranche wahrscheinlicher macht. Auf der anderen Seite bietet das konjunkturelle Umfeld weiterhin Anlass zur Sorge, wie die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und den USA beweisen.
Dass die Aktienkurse dessen ungeachtet in den vergangenen Tagen so rasant geklettert sind, liegt an der vorhandenen enormen Liquidität. Kein Anleger will den anfahrenden Zug verpassen. Davon profitierten allen voran die Papiere von Infineon.
Wie es in der kommenden Handelswoche weitergeht, dürfte sich zu einem guten Teil am Dienstag entscheiden. Dann tritt zum letzten Mal in diesem Jahr der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed zusammen und berät über eine Senkung der Leitzinsen. Volkswirte rechnen mit einem Zinsschritt um 25 Basispunkte. Wichtiger als die Zinssenkung werden allerdings - wie üblich - die Aussagen von Fed-Chef Alan Greenspan zur US-Konjunktur sein.
Auf der Unternehmenseite steht die Norddeutsche Affinerie im Blickfeld. Europas größter Kupferproduzent, dessen Aktien jüngst in den MDax aufgerückt sind, legt am Donnerstag die vorläufigen Bilanzzahlen für das Gesamtjahr vor. Aktionäre erhoffen sich vor allem Details zur Unternehmensstrategie im neuen Geschäftsjahr.
© 2001 Financial Times Deutschland
www.ftd.de/bm/bo/FTDB40XLXUC.html
Von Thorsten Kramer, Hamburg
Die Berichtssaison ist vorüber. Anleger stellen sich deshalb vorrangig die Frage, ob es bis Jahresende eine Kursrally geben wird? Die Vorzeichen sind durchwachsen.
Auf der einen Seite keimt erste Hoffnung auf. Die Chip-Preise steigen, was ein baldiges Ende der Krise in der Halbleiterbranche wahrscheinlicher macht. Auf der anderen Seite bietet das konjunkturelle Umfeld weiterhin Anlass zur Sorge, wie die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und den USA beweisen.
Dass die Aktienkurse dessen ungeachtet in den vergangenen Tagen so rasant geklettert sind, liegt an der vorhandenen enormen Liquidität. Kein Anleger will den anfahrenden Zug verpassen. Davon profitierten allen voran die Papiere von Infineon.
Wie es in der kommenden Handelswoche weitergeht, dürfte sich zu einem guten Teil am Dienstag entscheiden. Dann tritt zum letzten Mal in diesem Jahr der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed zusammen und berät über eine Senkung der Leitzinsen. Volkswirte rechnen mit einem Zinsschritt um 25 Basispunkte. Wichtiger als die Zinssenkung werden allerdings - wie üblich - die Aussagen von Fed-Chef Alan Greenspan zur US-Konjunktur sein.
Auf der Unternehmenseite steht die Norddeutsche Affinerie im Blickfeld. Europas größter Kupferproduzent, dessen Aktien jüngst in den MDax aufgerückt sind, legt am Donnerstag die vorläufigen Bilanzzahlen für das Gesamtjahr vor. Aktionäre erhoffen sich vor allem Details zur Unternehmensstrategie im neuen Geschäftsjahr.
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