Gratulation an Hamburg


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Papa:

Gratulation an Hamburg

 
23.09.01 18:52
zu Roland Schill
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DarkKnight:

congrats auch von mir ... die Karten liegen blank o.T.

 
23.09.01 18:54
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Levke:

ARMES HAMBURG

 
23.09.01 18:59
Ich bin geschockt !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aber im Gegensatz zu papa - bin ich Papa,
Hamburger und kann denken !!

Wir waren eine weltoffene Stadt -und jetzt alles vorbei !!

Gute Nacht !!!
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boomer:

16 Jahre "Kohl" waren viel zu viel, aber

 
23.09.01 19:01
44 Jahre SPD in Hamburg

.. ein Sumpf

Viele Grüße in die wunderschöne Hansestadt!
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DarkKnight:

boomer, ich habe mich immer gewundert,

 
23.09.01 19:03
woher Hitlers Adlati herkamen ... die Vollstrecker und Waechter ... es scheint wohl genetisch bedingt zu sein, und sie werden wohl nie aussterben
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hjw2:

Armer Levke

 
23.09.01 19:13
nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird, abwarten...
muss es mit Koch auch aushalten..lol
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Hopes:

@Levke

 
23.09.01 19:23
...unser herzlichstes Beileid, für Dich und etliche "unradikale" Hamburger.

In Empörung

Hopes
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boomer:

DK, Du könntest Dir eine

 
23.09.01 19:44
Beleidigungsklage einheimsen.

Meine Vorfahren waren nachweislich NAZI-Verfolgte und teilweise vorher (vor 1933) in der SPD und DKP.

Ich habe über 20 Jahre zum aktiven Flügel (rechten) der SPD gehört.

Daher kenne ich sehr intim den Sumpf in der SPD.

Ich bin für einen öfteren Machtwechsel in dem Sinne,

dass Macht korrumpiert und absolute Macht  a b s o l u t   korrumpiert.

DU, als CSU-Mitglied in Augsburg solltest das wissen!

Also, halte Dich bitte mit Beleidigungen zurück!
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oostwoud:

@ all hey, ich zieh um!

 
23.09.01 19:48
ich geh nach HAMBURG !!!!!!! stadt mit herz und geist. ciao
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estrich:

Schill

 
23.09.01 19:54
möchte, daß München und Hamburg eine gleich hohe Kriminalitätsquote haben. Ich frage mich nur, ob sich die Kriminellen in München wohl fühlen werden.

Ich bin tief besorgt über das weitere Schiksal einer ehrenwerter Berufsgruppe.
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DarkKnight:

boomer, dann schreib doch bitte nicht so

 
23.09.01 19:59
mißverstaendlich ... das Problem hatte ich auch schon hier, also: SORRY
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m77077:

AnLevke!

 
23.09.01 19:59
HAMBURG HAT ENDLICH KAPIERT,DAS ES MIT DEM ROT/GRÜNEN SUMPF NICHT SO WEITERGEHEN KANN.
DEN DEUTSCHEN GEHT´S SO SCHLECHT WIE NOCH NIE.DIE WIRTSCHAFT IST AM BODEN.
SCHRÖDER HAT VERSPROCHEN DAS WIR DEUTSCHEN MEHR GELD ZU VERFÜGUNG HÄTTEN.
MERKE NICHTS DAVON.HOHE BENZINPREISE,IMMER NEUE STEUERN,ALLES WAS DAS LEBEN SCHÖN MACHT WIRD BESTEUERT.DIE GRÜNEN MIT IHREN EINWÄNDEN UND IHRER BLOCKADEPOLITIK MACHEN UNS UNGLAUBWÜRDIG UND LÄCHERLICH IM AUSLAND.
DIE BESTE LÖSUNG WÄRE EINE GROSSE KOALITION.DIE BESTEN KÖPFE ZUSAMMEN MÜSSTEN UNS WIEDER AUS DEM SUMPF ZIEHEN.VIELLEICHT JOSCKA DEN GRÜNEN ABWERBEN,DEN  DER IST SCHON LÄNGST NICHT MEHR GRÜN.DER ÄRGERT SICH NUR NOCH GRÜN MIT DEN CHAOTEN.
WO ZUVIEL WELTOFFEN HINFÜHRT HAT MAN JA GESEHEN.SIEHE AUFENTHALTSORT DER TERRORISTEN.DA SOLLTE BESSER ÜBERPRÜFT WERDEN,WER AUF UNSERE KOSTEN STUDIERT.
GRUSS
Antworten
boomer:

@DK, leider

 
23.09.01 20:04
weiss ich sehr genau, wovon ich im Zusammenhang mit HH rede!
Und viele Genossen haben heute auch nicht rot gewählt, wie Du auch meistens wohl nicht .........
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DarkKnight:

Schade, daß der Morgenthau-Plan nicht

 
23.09.01 20:04
umgesetzt wurde ... wie kann man so argumentieren? Dtld. wurde 40 Yahre systematisch mit billigen Krediten und Staatsnachvrage zum Wirtschavtsgiganten hochgepaeppelt und heute denken 90% der Insassen hier in diesem Psychohormonium wie m77077.
Antworten
DarkKnight:

stimmt boomer, waehle schon laenger nicht

 
23.09.01 20:05
mehr rot ... obwohl ich konkret lese ... alles ein Sumpv
Antworten
boomer:

@DK, m77077 nimmt nur das vom Grundgesetz

 
23.09.01 20:42
garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch,

von dem Du

in ca. 5000 Postings ja   n i e   Gebrauch gemacht hast.

Antworten
b.onkelz:

Schill war ein milder Richter....

 
23.09.01 20:54
... hat er doch während seiner "ersten Amtszeit" eine Frau in Hamburg zu "nur" 2 Jahren Knast verurteilt, die Autos zerkratzt hatte. Wie ich einer dpa-Meldung entnehmen konnte, hatte sie es ausschließlich auf PKWs abgesehen, die einen oder mehrere "Böhse Onkelz-Aufkleber" trugen. Wahrscheinlich wurde die Alte wegen guter Führung (2/3 Strafe) schon nach 16 Monaten entlassen. So ein Weichei...
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flexo:

Ich bin gespannt ob in HH diese

 
23.09.01 21:06
Chance genutzt wird.
Hamburg mag Weltoffen (Allerdings nimmt die Welt inzwischen gerne andere Wege) sein - aber ist das ein Grund die Menschen in den von Anarchie geprägten Stadteilen im Stich zu lassen? Wie mag das sein wenn ein Mensch der nach der Arbeit in seinen teuer gezahlten Wohnraum (also seinen persönlichen - vielleicht wichtigsten Lebens"raum") eintreten will und er zunächst einen Junkie bitten muß die Haustür freizumachen?
Oder wie ist das, wenn in der "weltoffenen" Stadt Hamburg Kinder spielen gehen und mit gebrauchten Spritzen heimkommen?
Richtig interessant wird "Weltoffenheit" wenn der Senat gewaltbereite Regionalanarchisten gewähren lässt...
Ehrlicherweise muß man sagen, das sich in der Frage "wer ist das kleinere Übel" SPD u. CDU nicht viel nehmen, aber ein Poltikwechsel gehört einfach öfter dazu als er hier in der Sozialistischen Republik Deutschland durchgesetzt wird.

Und wenn Herr Müntefering immer wieder von " ...den demokratischen Parteien spricht..." was sich wie eine Demarkationslinie anhört (und Müntefering, Merkel und Consorten stehen leider weit dahinter) dann müßte jedem Demokraten in Deutschland eigentlich schlecht werden. Diese Selbstgefälligkeit hatten wir von 82-98 schon einmal - und jeder weiß wohin sie führt.
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cap blaubär:

aber dann gleich den Haider für Arme nää us Kölle o.T.

 
23.09.01 21:10
Antworten
Dan17:

FDP

 
23.09.01 21:26
Wenn sie wirklich mit Schill-Partei koalieren sollten, dann haben sie mich als potenziellen Wähler verloren, denn 2002 bin ich 18.
Antworten
calexa:

FDP nur 4,9%

 
23.09.01 21:54
Laut FAZ.Net hat der Wahlleiter von Hamburg verlauten lassen, daß gegen 21 Uhr die FDP nur auf 4,9 % der Stimmen kommt. Damit würde die Rot-Grüne Koalition an der Macht bleiben. Gegen 21 Uhr waren ca. 1300 der 1550 Wahlbezirke ausgezählt.

So long,
Calexa

PS: Sollte dieses Ergebnis bestehen bleiben, dann hätte sich die Diskussion um Schill erledigt...;-)
Antworten
Tyler Durdan:

@b.onkelz

 
23.09.01 22:23
Hallo,

ich hätte sie frei gesprochen ;-), aber ich muß ja noch ein bisschen was tun, bevor ich vielleicht mal die Befähigung zum Richteramt bekomme....

Ansonsten ist ein Machtwechsel nach 44 Jahren sicher sinnvoll. Allerdings ist das, was jetzt passiert eine Katastrophe für das liberale, weltoffene Hamburg. Vielleicht hat die FAZ ja ausnahmsweise Recht und die FDP bleibt draußen. Wobei in der FDP jetzt wahrscheinlich dem lieben Gott in ihren Gebeten schon Ampelkoalitionen anbieten, wenn sie doch nur die 5%-Hürde schaffen.

Das jetzt allerdings auch die CDU so machtgeil wird, daß der grausame Generalsekretär ein Ergebnis von irgendwas bei 26 % als Wahlsieg verkauft und nur von "Umschichtungen" im bürgerlichen Lager spricht, halte ich für mehr als bedenklich.

Grüsse,
Tyler Durdan
Antworten
Reila:

Freiheit in Gefahr.

2
23.09.01 22:29
Hausbesetzer werden es schwerer haben.
Vielleicht wird man für künsterische Entfaltung an hanseatischen Fassaden künfig als Sachbeschädiger bestraft - unerhört.
Bald darf man nicht mehr über fremde Autos laufen und Lack zerkratzen.
Werden in Hamburg jetzt auch Unterbringung unterdrückter Ausländer und deren Studium sowie Pilotenausbildung erschwert?

Hamburg - eine freie Stadt unter rechtem Terror.

Aber Freunde der Demokratie, mit den knapp 19 % falsch-wählender Hamburger werden wir doch spielend fertig. Bei der nächsten Wahl kann man ihnen einfach die Stimme verbieten. Man könnte sie ggf. auch internieren und umerziehen.

R.
Antworten
Tyler Durdan:

@Reila

 
23.09.01 22:34
Hallo,

schade, daß 19% solcher Menschen wie Du auf einen solch billigen Populismus wie den von Schill reinfallen. Allerdings sollten sich die etablierten Parteien fragen, was sie falsch gemacht haben, daß es einem mittelmäßig begabten Menschen wie Schill gelingt 19% zu bekommen.

Grüsse,
Tyler Durdan
Antworten
Happy End:

@Reila

 
23.09.01 22:36
Hamburg und München haben SPD-Bürgermeister
Antworten
flexo:

Wie begabt sind denn die anderen?

 
23.09.01 22:45
Schill kann man das unterstellen, anderen kann man es an Hand von Taten sogar nachweisen...
Antworten
brudini:

Erste Demonstrationen

 
23.09.01 22:50
in Hamburg haben begonnen. N-tv meldet eine Demonstration mit 500 Teilnehmern, die gegen eine Machtbeteiligung Schills sind.
Ob die FDP nochmal umfällt?
Antworten
Tyler Durdan:

Die wirtschaftspolitischen Erfolge von Mirow

 
23.09.01 22:53
z.B. sind ja nicht von der Hand zu weisen.
Nur leider hat am Ende in HH nur noch interessiert, wer der bessere Law and Order-Politiker ist. Das dann auch noch Terroristen in HH gewohnt haben, hat dem ganzen natürlich die Krone aufgesetzt. Das allerdings sogar die Bundesanwaltschaft gesagt hat, daß die Terroristen in Deutschland weder polizeilich noch ausländerrechtlich irgendwie auffällig geworden sind, interessiert dann natürlich niemanden. Ich schätze Schill wird sogar zugetraut, die potenziellen Terroristen an ihrem äußeren zu erkennen....aber heute ist ja jeder der einen Bart und einen Turban trägt ohnehin ein "Schläfer".

Nun ja, so wie es kommt, müssen wir es nehmen, aber ich befürchte, daß gerade die Ängste der Menschen in Zusammenhang mit dem Terror zu immer drastischeren Ausformungen führen wird, die den Staat weiter verpolizeilichen. Schily und Schill sind da ja nicht nur namentlich sehr ähnlich...

Grüsse,
Tyler Durdan
Antworten
Reila:

Hi, Tyler Durdan,

2
23.09.01 23:06
mir gefällt eben keine schwarz-weiße Weltsicht. Obwohl den meisten über Schill wenig mehr bekannt ist, als daß er bestehenden bürgerlichen Gesetzen mit aller machbaren Schärfe der Justiz und der Polizei Geltung verschaffen möchte, wird er fast wie Hitler oder Stalin dargestellt. Er betont, sonst eine liberale Einstellung zu haben. Jeder könne sich entfalten, solange er den anderen nicht behindere.
Weiß hier jemand mehr? Steht Schreckliches im Parteiprogramm? Hat er "Mein Kampf" geschrieben? Oder ist er gar noch konservativer als Schily? Letzteres kann ich mir allerdings kaum vorstellen.

Für den Bundestag wird gerade das Informationsfreiheitsgesetz vorbereitet. Solche Gesetze gibt es in den USA oder z.B. in Skandinavien. In Skandinavien sind es sogenannte Jedermannsgesetze. Sie enthalten das Recht für jeden (nicht nur für Staatsbürger) die Akten-Vorgänge in staatlichen Verwaltungen einzusehen. Sie führen zu einer echten Kontrolle der Verwaltungen durch die Bürger. (Korruption wird zum Beispiel wesentlich erschwert, wenn jeder die bisher geheimen Ausschreibungsunterlagen der Bauverwaltungen (nach Submisssion) einsehen kann.) Die Bürokraten sind schon im Vorfeld der Gesetzeserarbeitung dabei, möglichst viele und allgemein gehaltene Ausnahmetatbestände in den Gesetzestext zu formulieren. Hier sind Bürgerrechte in Gefahr. Wenn ein Richter im Rahmen des zulässigen Strafmaßes Urteile spricht wohl eher weniger.

R.
Antworten
Reila:

Nachtrag Tyler D:

 
23.09.01 23:08
Komisch übrigens, daß daß Informationsafreiheitsgesetz keiner Partei eine öffentliche Debatte wert ist. Aber Öffentlichkeit ist Parteien sowieso suspekt.

R.
Antworten
borgling:

Es ist doch immer wieder erstaunlich wie Veränder-

 
23.09.01 23:30
ung abgelehnt wird. Also ich kenn nur Hamburg die einen Wechsel begrüßen, doch was er bringt wird sich sowieso erst in Zukunft zeigen. Gebt den Leuten eine Chance, denn noch ist nichts verloren.
Tja Levke ein fünftel deiner Mitbürger sind jetzt auf einmal radikal und nochmal über ein fünftel sind nur halbradikal denn sie wählen nur die CDU, ich kann Dir leider auch nicht helfen, doch von ungefähr kann das ja nicht kommen. Irgendwer bei Deinen Genossen muß wohl was verpasst haben.

Gruß
Antworten
Happy End:

Aufschlussreiche Stern-Verteilung... o.T.

 
23.09.01 23:32
Antworten
SchwarzerLor.:

Gratulation an Schill/PRO.

 
23.09.01 23:34
Auch wenn reflexartig wieder auf eine neue Partei eingeschlagen wird, weil die verkrusteten korrumpierten Altparteien aus Machtversessenheit an ihren Stühlen kleben, so bin ich angetan von dem Mut der Hamburger, gegen den medialen Sturm der Entrüstung der Gutmenschen und Besserwisser insbesondere im täterfreundlichen rotgrünen Chaos, endlich mal eine bürgerliche Alternativpartei zu wählen. Bleibt zu hoffen, daß hier eine Chance zum Wechsel genutzt wird, denn sowohl Ampel als auch Große Koalition würden nur beweisen, wie arm an polit. Mut unser Land ist. Jeder Vergleich mit Neonazis oder Hitler ist eine Frechheit, nur weil einige Urteile schärfer ausgefallen sind als es den RAF-freundlichen Grünen paßt.  
Antworten
DarkKnight:

hehe, die ariva-Seele kocht ueber

 
23.09.01 23:40
wir hatten dasselbe in Augsburg: 40 Yahre SPD und nun 10 Yahre CSU ... die werden es schwer haben, erstmal die Verwaltungsstellen zu saeubern, die quasi-verbeamtet wohl genauso wie hier bei uns Entscheidungen sabotieren ... 2 regierungsperioden braucht es mindestens vuer eine wirkliche Veraenderung ... unabhaengig von parteipolitischer Couleur glaube ich auch, daß nach 50 Yahren eine Veraenderung sein MUSS
Antworten
Reila:

Hier die Lösung für höhere Verwaltungsbeamte:

 
23.09.01 23:45
Politische Wechsel sind ein Risiko für den Job und mit Pensionierung oder Versetzung in eine Außenstelle bedroht. Hier hilft das Doppelparteibuch (analog zur doppelten Staatsbürgerschaft oder zu zwei Pässen für Reisen nach Israel und in arabische Staaten).

R.
Antworten
DarkKnight:

sorry Reila, die waren bei uns als erste weg o.T.

 
23.09.01 23:47
Antworten
borgling:

Größte Abwanderung zur Schill Partei von SPD!!! o.T.

 
23.09.01 23:47
Antworten
BizzBabe:

wait and see -

 
23.09.01 23:52
erstmal sehen, wie schill dasteht, wenn sein versprechen, dei Verbrechenszahl in HH zu halbieren, platzt wie eine Seifenblase!
Antworten
DarkKnight:

wait and see -

 
23.09.01 23:56
per Saldo koennte dies das Ende von Rot-Gruen auv Bundesebene sein .... sollte eigentlich
Antworten
vega2000:

Schill

 
24.09.01 00:05
Durch die Wahl des Richters "Gnadenlos" in die Bürgerschaft scheint ja in Hamburg eine Katastrophe ausgelöst worden zu sein.
Ich sitze hier im Süden & staune darüber, dass Herr Schill gleich als Rechtsaussen eingestuft wird.
Tatsache ist die hohe Kriminalität in Hamburg. Egal in welcher Partei ein Politiker ist, aber wenn mir ein Herr Schill oder wer auch immer verspricht ein Problem zu lösen, was fast jeden in der Stadt betrifft & die Regierenden es in der Vergangenheit nicht geschafft haben, dann Frage ich mich natürlich, was ist so verkehrt an der Reaktion der Bürger es mit einem Politiker zu versuchen der ihre Sprache spricht. Die Meinung flexos kann daher ich durchaus nachvollziehen, -wenn ich mir vorstelle, das ich Abends vor meiner Haustür einen Junkie mit einer Spritze in der Hand (oder einem Messer ?) antreffe...
Bitte versteht mich nicht falsch, -mir geht es hier nicht um die Einschränkung der Demokratie, Tatsache ist aber, das leider viel zu viel geredet und viel zu wenig gehandelt wird.
Vielleicht erinnert sich noch jemand von euch an den türkischen Jungen, der erst nach mehr als sechzig Straftaten aus München in seine Heimat abgeschoben wurde. Die Frage sei erlaubt, wieviel muss ein Bürger erdulden bis Massnahmen ergriffen, die die Kriminellen eben nicht dazu motivieren weiter zu machen  und fragt mal die Opfer von Straftätern nach ihrer Meinung.
Demokratie heisst ja nicht, dass sich die einen an die Regeln halten & die anderen nicht.

Da Herr Schill sich nicht von Demokratischen Prozessen abkoppeln kann, sollte er ein Chance bekommen.  
Antworten
sportmate:

Auch von mir Gratulation an Hamburg...

 
24.09.01 00:05
... endlich steht Berlin nicht mehr
alleine mit einem schwulen Bürgermeister...
Fehlt nur noch München... da wird in
7 Monaten gewählt...

MfG
Antworten
DarkKnight:

bin mal gespannt, wie die Waehler dann mit

 
24.09.01 00:13
der kuenvtig hoeheren Kriminalitaetsrate umgehen, denn: Auvruestung der Polizei bedeutet mehr Ermittlungen und Anklagen = hoehere Kriminalstatistik ... mal sehen
Antworten
borgling:

@Sportmate Mach Dir mal um München keine Sorgen,

 
24.09.01 00:19
denn Ude macht in München einen Guten Job und so gibt es keinen Grund ihn Abzuwählen. Er läßt sich ja nicht mal durch die Münchner Fußball-Vereine einschüchtern. Da wird sich so schnell nix ändern. Und das ist auch gut so!

Gruß
Antworten
schmuggler:

Gibt noch mehr Gegner:

 
24.09.01 00:32
500 Schill-Gegner demonstrieren in Hamburg
Hamburg, 23. Sep (Reuters) - Nach dem Erfolg der umstrittenen Schill-Partei bei den Hamburger Bürgerschaftswahlen haben sich am Sonntagabend rund 500
Menschen zu einer Demonstration in der Innenstadt versammelt. Die Polizei hielt nach eigenen Angaben mehrere Hundertschaften in Bereitschaft. Die
Demonstration sei bislang friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher. Der Protest richte sich offensichtlich gegen die Partei des Juristen Ronald Schill, sagte der
Sprecher. Die von Schill gegründete Partei "Rechtsstaatliche Offensive" hat nach Hochrechnungen bei der Wahl am Sonntag auf Anhieb knapp 19 Prozent der
Stimmen erreicht. In einer möglichen Regierungskoalition mit CDU und FDP will Schill, der den Wahlkampf fast ausschließlich mit dem Thema Innere Sicherheit
führte, das Amt des Innensenators übernehmen.

Nach der ZDF-Hochrechnung von 20.00 Uhr bekam die Schill-Partei 18,3 Prozent der Stimmen. Die ARD sah Schill in ihrer Hochrechnung von 20.00 Uhr bei 18,8
Prozent. Die SPD konnte dem ZDF zufolge auf 36,6 (ARD: 36,7) Prozent gegenüber 36,2 Prozent 1997 zulegen. Die CDU unter Beust verlor auf 26,4 (26,1) Prozent
von 30,7 Prozent vor vier Jahren. Für beide großen Parteien ist dies das zweitschlechteste Ergebnis bei einer Bürgerschaftswahl seit Kriegsende. Die Grünen mit
ihrer Spitzenkandidatin Krista Sager sackten nach ZDF-Zahlen von 13,9 Prozent auf 9,0 (8,6) Prozent ab. Die FDP schaffte dem ZDF zufolge 5,1 (5,3) Prozent nach
3,5 Prozent vor vier Jahren.

amr/kps




Schmuggler
Antworten
sportmate:

@ Borgling

 
24.09.01 00:38
Tja, der Ude wirds wohl wieder werden...
der ist zwar nicht schwul, übernimmt aber
für jede schwul-lesbische Veranstaltung
mit mehr als 10 Teilnehmern die
Schirmherrschaft... ;)...
außerdem regiert er rot-grün-rosa ...
MfG
Antworten
Publizist:

POLITIKER

 
24.09.01 00:54
Niemand versteht es so gut eine Gruppe oder ein ganzes Volk für Dumm zu verkaufen wie die Politiker. Wenn man sich die „Volksvertreter“ so ansieht möchte man sich die Frage stellen WELCHES Volk sie eigentlich vertreten. Steuerverschwendung, Steuerreform, Milliarden-Defizite, Massenarbeitlosigkeit, Diätenerhöhungen sind nur einige Punkte der Erfolgsskala unserer Politiker.

Antworten
boomer:

Schill ist nicht das Problem, sondern

 
24.09.01 00:55
die Zustände in HH.

Die Polizisten, die jeden Tag den Drecksjob machen müssen, freut die Entwicklung.

Geht mal nach St.Georg oder St. Pauli.

Aber nicht nur als gei..  Touristen.

Auch im Arbeiterstadtteil Wilhelmsburg kocht schon lange die Volksseele.

Aber da wohnen die Obergenossen ja nicht.

Woher sollen sie es dann auch wissen.

Alles das war schon seit vielen Jahren im "rechten" Spiegel nachzulesen.

Lest Ihr den etwa nicht, nur weil er rechts steht?

Es lebe unsere liberalere Volksrepublik; da kann sich jeder verwirklichen, auch z.B. der Asylant als Drogendealer...

Wir sind ja so liberal ..

Antworten
SchwarzerLor.:

Und was wirklich schlimm war!

 
24.09.01 08:35
Waren die kindergartenhaften, billigen und diffamierenden Aussagen von Rot-Grün. Ein Schlauch hatte nichts besseres zu tun als zu analysieren: Nundenn, es war ja eine LTW. Bei einer BTW wählen die Leute ÜBERLEGTER und besonnener! Was für ein arroganter Kerl! So werden diesmal ca. 165 000 Wähler von Herrn Schlauch als unüberlegte einfach so dahinkritzelnder Dummerchen hingestellt. Ab in die Ecke und schämen!
Und der superschlaue Herr Müntefering war sich nicht sicher, ob er Schill oder doch Steffel in Berlin als den größeren Dilettanten bezeichnen sollte! Das ist toller politischer Stil, wenn man keine Sachargumente mehr hat. Und dann diese so altklugscheißerischen Gutmenschen-Gedanken an die so beliebte FDP, sich ihrer Verantwortung bewußt zu werden. Soll er sich um seinen eigenen Miststall kümmern. Rotgrün hat erneut versagt und wird auch in Berlin abgewählt werden. Und wer immer auch dort gewinnt, er wird aufgrund Volkes Meinung dies tun und muß nicht derben Beleidigungen ausgesetzt sein.
Antworten
Depothalbierer:

Frage an alle Schill-Gegner!!!

 
24.09.01 09:39
Kann mir irgend jemand sagen, was an Schill rechts ist?
Ich will aber fundierte Argumente hören, und nicht eine Wiederholung der Panikmache der etablierten SPD, die nur Angst um ihre (ca. 50% korrupten) Posten hat.

MfG DH
Antworten
gurkenfred:

150 km südlich von HH haben wir

 
24.09.01 09:45
den dienstältesten OB deutschlands. ich wär froh gewesen, wenn da mal frisches blut reingekommen wäre. aber nein, der bursche hat es vor 2 wochen nochmal geschafft....
also hamburger, nicht verzagen und das positive daran sehen. wenn schill nix bringt, ist er auch ruckzuck wieder weg vom fenster!
Antworten
b.onkelz:

@depothalbierer

 
24.09.01 09:48
Vielleicht weil alle, die nicht seine Meinungen teilen, "Gegner" ("Förderer von Kriminalität", "Feinde der Demokratie", "linke Zecken", "Pöbel") sind? Ne, ich habe keine Ahnung!!!
Antworten
Depothalbierer:

Wo bleiben die Argumente ??!! o.T.

 
24.09.01 10:06
Antworten
Boersiator:

Glückwunsch auch von mir! o.T.

 
24.09.01 10:20
Antworten
nobody:

Hamburg-Wahl

 
24.09.01 10:49
boomer - wie kann eine versumpftes Hamburg wunderschön sein ? Wir haben doch alle eine Heidenangst, das Haus zu verlassen !

Darkknight - der ewig Mißverstandene
Oostwoud - bleib bitte zu Hause, denk an den Sumpf
Estrich - wie schon gesagt, HAM und MUC haben beide SPD-Bürgermeister wo ist der Vorteil von München ?
B.onkelz - die Frau, die Autos zerkratzt hat, war geistesgestört. Das lassen wir in der Argumentation einfach weg, stört nur die Wahrheitsfindung.
Happy end - Der Hinweis auf die Sterne war überfällig. Besonders Reilas Beitrag ist weder interessant und schon gar nicht "gut analysiert" !!
und noch sportmate - Ob OvB schwul ist oder nicht, geht Dich gar nichts an. Ich wähle ihn nicht, aber bestimmt nicht wegen so primitiver "Argumentation".

So, nun haut Euch weiter.
Antworten
maxperforma.:

@nobody

 
24.09.01 10:58
an allem was auszusetzen aber keine eigene Meinung vertreten

bist scheinbar der typische Nichtwähler
Antworten
b.onkelz:

@nobody

 
24.09.01 11:04
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Es hat mir wirklich einiges Kopfzerbrechen bereitet nachzuvollziehen, was eine Frau zu einer solchen Verzweiflungstat treiben kann. Wie kann ein "normaler" Mensch so wunderschöne Aufkleber "zerstören"? Geisteskrank, aha verstehe, hätte ich eigentlich selbst darauf kommen müssen ....  
Antworten
b.onkelz:

Ach du große Scheiße!!!!!

 
24.09.01 11:13
Warum kann ich nicht die gleiche "IP" wie Tyler haben?
Antworten
nobody:

maxperformancd

 
24.09.01 11:14
ok: ich bin eine überzeugte IMMER-WählerIN. Dass Hamburg Probleme hat, ist mir auch bekannt, dass überlange Regierungszeiten gefährlich sind ebenfalls. Ich habe auch nicht die Lösung (sonst würde ich mich für eine Politikerin halten). Es ist einfach die Probleme zu benennen, aber viel komplizierter, sie wirklich sinnvoll zu lösen. Ausländer studieren auf unsere Kosten: wollen wir unter uns bleiben ? Wir sind eine Export-Nation und viele der ehemaligen ausländischen Studenten sind in ihren Heimatländern später oft an Positionen, die einflussreich sind. Ausserdem kennt jeder - wo auch immer - mindestens einen Ausländer, der NICHT kriminell ist, oder?
Dass man deshalb nicht jeden aufnehmen kann oder hier behalten muss, zumal, wenn er kriminell geworden ist, sehe ich auch so. Dass die Polizei am Hauptbahnhof eine guten Job macht und dann von den Dealeren am nächsten Tag frech angegrinst werden, ist ein  Skandal, der wirklich endlich aufhören muss.

Das und noch mehr kann man nicht nur mit harten Stafen ändern. Wahrscheinlich bin ich naiv, aber ich glaube immer noch, dass zumindest ein Teil der Politiker nach wie vor mit Idealismus an die Aufgaben herangeht, und dann ist mir ein Herr Runde, der nun wirklich kein Medienstat ist, aber im Hintergrund gute Arbeit leistet, lieber (s.z.B. Länderfinanzausgleich) als ein Herr Schill, der seine Kollegen pauschal beschimpft und sich ein populäres Feld ausgesucht hat, auf dem jeder Dackel mit seinen Parolen von Menschen gewählt werden, die eben EINFACHE Antworten auf komplizierte Fragen haben wollen.

Einverstanden ß
Antworten
nobody:

b.onkelz

 
24.09.01 11:18
Du hast mich missverstanden: vielleicht benutzt man das Wort "geisteskrank" ja nicht mehr, die Frau ist wirklich psychisch gestört, das sollte kein Witz sein. Aber Autos sind ja nun mal für viele der Lebenspartner.
Antworten
calexa:

Vorläufiges Amtliches Endergebnis und Anmerkung

 
24.09.01 11:28
Vorläufiges amtliches Endergebnis der Bürgerschaftswahl in Hamburg
 [zurück]
 

Hamburg (dpa) - Das rot-grüne Regierungsbündnis in Hamburg hat am Sonntag seine Mehrheit verloren. Durch den Erfolg der Schill-Partei und den Einzug der FDP in die Bürgerschaft könnte die Hansestadt künftig von einem 'Bürgerblock' unter Führung von CDU-Spitzenkandidat Ole von Beust regiert werden. Das vorläufige amtliche Endergebnis im Detail:

Stimm.2001 Stimm.1997 %2001 (%1997) (%Diff)
Ber 1208478 1211288    
Abg 857852 831913 71,0 (68,7) ( +2,3)
Gül 850311 822931    
SPD 310338 298218 36,5 (36,2) ( +0,3)
CDU 222890 252354 26,2 (30,7) ( -4,5)
Grüne/GAL 72655 114776 8,5 (13,9) ( -5,4)
DVU 6043 40957 0,7 ( 4,9) ( -4,2)
Statt 3504 31401 0,4 ( 3,8) ( -3,4)
FDP 43196 28664 5,1 ( 3,5) ( +1,6)
REP 574 15207 0,1 ( 1,8) ( -1,7)
GRAUE 2087 6033 0,3 ( 0,7) ( -0,4)
PDS Hamburg 3297 5354 0,4 ( 0,7) ( -0,3)
Pro DM 1525 --- --- 0,2 ( -,-) ( -,-)
PBC 1057 1382 0,1 ( 0,2) ( -0,1)
FSU 122 --- --- 0,0 ( -,-) ( -,-)
Senioren 1505 --- --- 0,2 ( -,-) ( -,-)
Schill 165118 --- --- 19,4 ( -,-) ( -,-)
Regenbogen 14190 --- --- 1,7 ( -,-) ( -,-)
Fam. Power 2025 --- --- 0,2 ( -,-) ( -,-)
PLOH 185 --- --- 0,0 ( -,-) ( -,-)

Abkürzungen:

SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands
GAL Grün-Alternative Liste
DVU Deutsche Volksunion
Statt Statt Partei Die Unabhängigen
FDP Freie Demokratische Partei
Schill Partei Rechtsstaatlicher Offensive
Regenbogen Regenbogen - Für eine neue Linke
REP Die Republikaner
GRAUE Die Grauen - Graue Panther

PDS Hamburg Partei des Demokratischen Sozialismus LV Hamburg
ProDM Pro Deutsche Mitte - initiative Pro D-Mark
PBC Partei Bibeltreuer Christen
Senioren Menschenrechte u. Würde für Senioren
Fam. Power FamilienPower
FSU Freisoziale Union - Demokratische Mitte
PLOH Politisch Liberale Offensive für Hamburg

Eine kleine Anmerkung:
Ich lese hier oft von dem nun kommenden "rechten Terror" und vom "Untergang einer weltoffenen Stadt". Ich möchte an dieser Stelle nur anmerken, daß sich Schill auch nicht gegen den Rechtsstaat stellen kann, und besonders in Zukunft, wenn er jetzt plötzlich Politik aktiv mitzugestalten hat, nicht mehr nur allein Populismus zählt, sondern er an seinem Handeln gemessen wird. Aus diesem Grund kann ich in aller Ruhe prophezeihen, daß man mit Populismus zwar in einer Wahl gut abschneiden kann, aber für ihn jetzt erst der Streß losgeht.
Ich erinnere an die Grünen, die sich zwar als Oppositionspartei im Bundestag gut behaupten konnten, aber als sie an die Macht kamen schnelle insehen mußten, daß Politik halt in der Wirklichkeit - wenn man die Regierungsverantwortlichkeit trägt - anders funktioniert, als von der sicheren Bank der Opposition aus.
Und so wird es auch in Hamburg passieren.

Soviel nur zum Nachdenken. Laßt Schill mal machen, er wird auch schnell merken, daß er viele seiner Sprüfche einpacken kann, wenn er erst mal in der Regierung ist, bzw. das vieles nicht so geht, wie er gerne hätte. Immerhin wird er jetzt außerdem im Zentrum der Öffentlichkeit (Zeitungen, Radio, etc stehen).

So long,
Calexa
Antworten
maxperforma.:

nobody

 
24.09.01 11:34
kann mich mit den meisten Deiner Ansichten anfreunden.

Allerdings war es in Hamburg Zeit für einen Wechsel. In den letzten
Jahren ist dort einfach zu viel Roter Filz enstanden. Schade
zwar, es erst durch die SCHILLpartei möglich geworden ist. Allerdings sind
die etablierten Parteien schuld daran,dass seine Parolen auf fruchtbaren Boden gefallen sind und hier ist vor allem die in der Verantwortung stehende SPD zu nennen. Hier sind einfach rechtfreie Räume entstanden wie die Hafenstraße oder das Asylantenschiff die mit dazu geführt haben, dass sich die Bürger nicht mehr sicher fühlen. Und das Sicherheitsbedürfnis gehört eben zu den Primärbedürfnissen wie essen und trinken. Dann noch die Geschichte mit den Attentäter, die genausogut in München studieren hätten können (wär auch nicht
aufgefaalen), aber ich glaube, dass sie nicht zufällig Hamburg gewählt haben.
In Bayern hätte die SCHILLpartei 1-2% geerntet, weil dort die Menschen die Inhalte durch die CSU abgedeckt sehen
Antworten
mothy:

Porträt: Ronald Schill

 
24.09.01 12:21
ftd.de, So, 23.9.2001, 15:00  
Porträt: Ronald Schill

Der Hamburger Amtsrichter Ronald Schill ist der Buhmann der sonst eher gediegenen Politszene an der Elbe. Seit anderthalb Jahren mischt der 42-Jährige mit knallharten rechten Sprüchen die Stadt auf.


Bei den Bürgern gibt es zu Schill nur zwei Haltungen: Entweder sie sind seine Fans, oder sie verdammen ihn. Immerhin 14 Prozent der Wähler hatte er auf seine Seite gezogen, der Einmarsch in die Bürgerschaft war ihm frühzeitig sicher.

Schill ist wohl nur wegen seines Geburtsortes Hamburg in der Politik gelandet: "In Bayern wäre ich niemals in die Politik gegangen und hätte bis zur Pensionierung als Richter wahrscheinlich ein ruhigeres und glücklicheres Leben als jetzt geführt", sagte er der "Welt". In Hamburg aber fühlte Schill sich umstellt von Drogenhändlern, schlaffen Richterkollegen und sozialdemokratischem Filz. Er gründete eine Partei und zog mit seinen Parolen über Hamburg als Hauptstadt des Verbrechens durch die Vorstadtsäle.


Schill hat in der Politik nur ein Thema: Kriminalität. Dabei tut er sich vor allem mit Sprüchen hervor. Nicht therapierbare Straftäter sollen nur nach einer Kastration wieder frei kommen dürfen; afrikanische Länder sollen gegen Entwicklungshilfe Asylbewerber aus Deutschland aufnehmen; nachlässigen Eltern droht er mit Prozessen und mehr. Bei den Themen Wirtschaft, Bildung, Verkehr oder Arbeitslosigkeit hat er dagegen kaum etwas zu bieten.


Seine öffentlich bemerkte Karriere begann der unverheiratete Schill 1996: Damals verurteilte er eine psychisch kranke Frau zu zweieinhalb Jahren Haft, weil sie den Lack von zehn Autos zerkratzt hatte. Einen Inder verurteilte er 1997 wegen eines falschen Passes zu zweieinhalb Jahren Gefängnis. Die Presse nannte ihn "Richter Gnadenlos". Außerdem kritisierte Schill Richterkollegen wegen angeblicher Laschheit und hatte bald regelmäßige Auftritte im Fernsehen.



Die "CSU des Nordens"


Der Hamburger Parteienforscher Joachim Raschke hält das politische Wesen Schills nur im Biotop Hamburg für lebensfähig: Denn in der Hansestadt gibt es seit Beginn der 90er Jahre ein "vagabundierendes Protestpotenzial", wie der Professor es nennt. Diese bis zu 15 Prozent der Wählerschaft zählenden Anti-Wähler gingen in den frühen 90er Jahren zur Statt-Partei, die dann prompt in der Bürgerschaft und sogar in der Landesregierung, dem Senat, landete.


Die Statt-Partei zerlegte sich selbst durch Querelen. Ergebnis: Bei der Wahl 1997 zogen viele Protestwähler weiter zur rechtsradikalen DVU, die nur um ein paar Hundert Stimmen den Einzug ins Parlament verpasste. Nun ist diese Nörgel-Fraktion bei Schill gelandet. Raschke hält Schill für "so was wie die CSU des Nordens". Die Ausstrahlung von Schill sei zwar für die kleine Hansestadt genug, "aber auf Bundesebene würde es nicht ausreichen."


Das letzte Hindernis auf dem Weg in das Landesparlament räumte der Bundesgerichtshof in einem Verfahren gegen Schill vor zwei Wochen aus dem Weg: Die Bundesrichter hoben eine Verurteilung wegen Rechtsbeugung gegen ihn auf und verwiesen das Verfahren an die Elbe zurück. Schill hatte zwei Störer bei einer seiner Verhandlungen mit Ordnungshaft belegt und abführen lassen. Die Beschwerden der beiden bearbeitete er mit Verzögerung, andere Richter hoben die von Schill angeordnete Haft auf.


Schill konnte sich als unbescholtener Mann in die letzte Woche des Landtags-Wahlkampfes stürzen. Sein Ziel: Er will in einer Koalition mit der CDU Innensenator werden.

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boomer:

Gnadenlos allein

 
24.09.01 12:54
Vom Fenster blickt man in den Regen und hinunter in den Hof der U-Haft-Anstalt. Kaltblaues Neonlicht strahlt durch Feuchtigkeitsschleier auf die Gitterstäbe. Hier verbrachte Schills Großvater seine letzten Tage, 1944. Dann wurde er ins Konzentrationslager Neuengamme verschleppt und umgebracht.
Nur wenige Schritte, einige dicke Mauern und ein Zeitalter entfernt spricht sein Enkel Recht über die Männer aus den Zellen der Haftanstalt. Ronald Barnabas Schill. Richter Gnadenlos, meistgehasster Mann in der Hamburger Justiz. Der Großvater Kurt Schill, Hamburger Kommunist, kämpfte gegen Hitler und ließ dafür sein Leben. "Sein Schicksal führe ich mir jetzt vor Augen", sagt der Enkel nicht ohne Pathos. "Menschen wie er haben viel mehr riskiert, weil sie für die Wahrheit eingetreten sind."
Die Wahrheit. In ihrem Namen zieht Schill öffentlich zu Felde gegen "falsche Milde" der Strafjustiz, gegen alle "Die- Gesellschaft-ist-schuld"-Theorien. Seine Waffe sind harte Urteile, seine Verbündeten die Medien, und gleich ob sie ihn lieben oder hassen, sie transportieren seine Botschaft.
Jedenfalls noch. Im Rahmen der Geschäftsverteilung, so heißt es lakonisch, hat der neue Amtsgerichtspräsident Heiko Raabe den Strafrichter Schill ab 1. Januar 2000 ans Zivilgericht versetzt, wo er sich künftig mit Nachbarschaftszank und dergleichen befassen darf.

"Er hat Urteile zu fällen, nicht die Urteile anderer zu kommentieren und verstößt gegen das richterliche Mäßigungsgebot", meint bekümmert Inga Schmidt-Syasen, die Vorsitzende des Hamburgischen Richtervereins, eine warmherzige und erfahrene Juristin, der man abnimmt, dass sie im Fall Schill eine gütliche Lösung vorgezogen hätte. Aber eine solche Lösung gibt es nicht. "In meinem ganzen Berufsleben", sagt sie über den verlorenen Sohn, "habe ich noch nicht einen solchen Fall von Selbstdarstellung erlebt."
Schill ist ein Politikum, und wenn er nur abends mit Freundin Katrin im Bayernzelt auf dem Hamburger Jahrmarkt vorbeischaut. Anderntags sieht man das Paar auf der Klatschseite der "Bild", gleich neben Guildo Horn, Ingrid Steeger und Costa Cordalis. Schill fordert beim Vortrag im Hinterzimmer einer Gastwirtschaft die Abschaffung des Asylrechts, und die Hälfte der Zuhörer besteht aus Journalisten, drei jungen Damen der Bürgerinitiative "Ich will Schill!" und Personenschützern.
Schill lebt nicht ungefährlich. Am gleichen Abend wummern dumpfe Töne aus der Ruine eines alten Varietépalastes im Hamburger Schanzenviertel, in dem der Richter übrigens aufgewachsen ist und das für ihn zur "No-go-area" wurde. Die "Rote Flora", Hochburg der autonomen Szene, gibt Rock against Schill.
Schelte gegen Schill üben, eine Auswahl, seine Vorgesetzten und Kollegen, die Justizbehörde, prominente Anwälte und Politiker der Hansestadt. Tenor: Schill ist untragbar.

Der Mensch ist klein, die Justiz ist groß. Von den Freitreppen bis zu den patinagrünen Allegorien der Justitia über den Portalen: In Hamburgs Justizpalästen am Sievekingplatz, diesen Wehrburgen wilhelminischer Gerichtsbarkeit, ist alles eine Nummer zu mächtig. Vor der Größe der Justiz sollte der Mensch klein sein.
Ronald Schills Richterzimmer hat die Maße eines Konferenzsaals. Diese Leere ist nicht zu füllen, nicht durch das übliche Gerichtsmobiliar (fünfziger Jahre, abgewetzt), nicht durch die Segelkarten aus der Karibik, auch nicht durch das altersschwarze Monumentalgemälde einer Alpenidylle, das übrigens nichts über den Richter verrät, sondern eine von ihm vorgefundene Dauerleihgabe der Hamburger Kunsthalle ist.
Wie gefällt es ihm, als "Richter Gnadenlos" herumgereicht zu werden? Normalerweise, sagt Schill, "wäre das ein Schimpfwort. In dieser Stadt aber ist es fast ein Prädikat. In Hamburg gibt es ein Überangebot an gnädiger Behandlung."
Als Richter in schwarzer Robe ist der hoch gewachsene Mann durchaus eine eindrucksvolle Erscheinung. Schill spricht langsam, fast druckreif und, manchmal, unterlegt mit einem Hauch sarkastischen Humors, und entspricht so gar nicht dem Typ des Querulanten, des Eiferers, als den ihn seine Gegner hinstellen. Doch es ist etwas Starres um ihn, etwas unbedingt Glaubensgewisses, das keine Zweifel an der eigenen Position zulässt.
"Viele Strafrichter und Staatsanwälte" seien Alt-68er, sagt er, "täterorientiert wegen des ideologischen Irrglaubens: Strafe schrecke nicht ab."

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Edelmax:

Auch von mir einen Glückwunsch an die Demokratie,

 
24.09.01 13:03
die einen solchen Wahlausgang ermöglichte.
An die Kritiker des Wahlausganges möchte ich folgende Fragen richten:
1. War die Wahl nicht demokratisch organisiert, gab es Fakten, die einen Zweifel an der Rechtmäßigkeit aufkommen lassen?
2. Ist jemand der Kritiker dagegen, daß Verbrecher für ihre Taten auch bestraft werden, mit einem Strafmaß, dass die deutschen Gesetze vorschreiben?
3. Bestreitet jemand, dass durch die Wahl Schill´s ins Hamburger Parlament die Kriminalitätsrate sinken wird, weil man ja jetzt Gefahr läuft, tatsächlich für Taten bestraft zu werden?
4. Ist jemand von Euch schwarzafrikanischer Dealer? (dann könnte ich selbstverständlich den Frust verstehen!)
5. Ist jemand SPD-oder Grünen-Poliker, dem jetzt einiges an Kohle verloren geht (auch Verständnis für Kritik!)
6. Könnte man eventuell auf den Gedanken kommen, dass Schill´s Wahlergebnis nur deshalb zustande kommt, weil man grundlegende tatsachen einfach mal ignoriert hat, und das Volk damit nicht einverstanden war?

Ich mag Hamburg sehr, für mich ist Hamburg aufgrund seiner sympathischen und weltoffenen Leute immer eine Reise wert. Und auch jetzt haben es die Hamburger wieder bewiesen, dass sie durchaus denken können. Deshalb bravo! Und Herr Schill, Sie werden an Ihren Wahlversprechungen gemessen werden! Lassen Sie Ihnen Worten auch die entsprechenden Taten folgen! Daran wird es liegen, ob zur nächsten Wahl dieses Ergebnis auch wieder erreichen können.

Edelmax
Antworten
boomer:

von Schill zu Schily

 
24.09.01 13:13
Der Hardliner

Zum Amtsantritt schlug der ehemalige RAF-Anwalt und Grünen-Politiker harte Töne an. Statt der erhofften Liberalisierung forderte er eine Aufrüstung der Sicherheitsbehörden und wahrte damit die Kontinuität zu der Linie des christdemokratischen Amtsvorgängers Kanther. Der wurde auch prompt vermißt: "Mit Kanther hätten wir es leichter gehabt", stöhnte in den ersten Wochen ein SPD-Mann angesichts der Law-and-Order Äußerungen des neuen Innenministers. Doch mittlerweile hat der Hardliner eine Wende vollzogen und wandert nicht weiter auf den Spuren seines Vorgängers.
 "Er hat sich von einigen Experten in der Zwischenzeit gut beraten lassen und ist von seiner strikten Meinung deutlich abgewichen, schlägt jetzt moderatere und pragmatischere Töne an", lobt die SPD-Innenpolitikerin Ute Vogt den Kurswechsel des Ministers. "Nachdem er gesehen hat, mit welchen trickreichen Techniken sich Daten beispielsweise in einem Bild verstecken lassen, hat er eingesehen, daß es unsinnig ist, den digitalen Nachschlüssel in staatlichen Händen zu fordern", so die Innenpolitikerin. Dagegen sind dem schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten Helmut Bäumler die jüngsten Äußerungen des Ministers zur Kryptographie noch zu sybillinisch: "Er hat zwar angedeutet, daß eine staatliche Verschlüsselungskontrolle in der Praxis wenig Sinn macht, aber ein deutliches Plädoyer für die Stärkung der Bürgerrechte und der Privatsphäre war das noch lange nicht", beklagt der Datenschützer. Ein Problem scheint dabei auch die besondere Struktur des Innenministeriums zu sein: "Es hat zwar an der Spitze den politischen Wechsel gegeben, aber der ganze Beamtenapparat darunter ist doch noch auf dem strikten Sicherheitskurs der alten Regierung." So könnte ein Wendemanöver in Sachen Kryptographie nur im Schrittempo erfolgen.

Hart geblieben ist Schily dagegen bei der Ausweitung der Ermittlungskompetenz des Bundeskriminalamtes. Auf der Innenministerkonferenz setzte er durch, daß künftig in Wiesbaden 20 Cyberpolizisten zur anlaßunabhängigen Streife nach Internet-Kriminellen im Netz gehen können. Diese BKA-Offensive sorgte zwar für Unmut, insbesondere in Bayern, wo das Kommissariat 343 bereits seit drei Jahren im Cyberspace ermittelt, aber angesichts von 1200 registrierten Fällen von Internet-Kriminalität und einer vermutlich enormen Dunkelziffer "ist eine solche Konzentration der Kräfte wahrscheinlich schlicht notwendig, um zu durchschlagenden Erfolgen zu kommen. Entscheidend ist aber, daß die Grenzen der Strafprozeßordnung eingehalten werden", so Datenschützer Bäumler.

Während er mit dem BKA seine Kompetenzen ausweiten konnte, mußte Schily in der Frage der Verschlüsselungspolitik auch formal Kompetenzen abgeben: Bei Verhandlungen mit hochrangigen Vertretern aus dem Bundesinnenministerium konnte sich der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Siegmar Mosdorf, überraschend durchsetzen. Jetzt besitzt sein Ministerium die politische Federführung in der Verschlüsselungsfrage. Dennoch verliert Schily in der Kryptofrage nicht vollständig seinen Einfluß, denn aus rechtlicher Sicht muß das Innenministerium die meisten der in der Kryptopolitik behandelten Themen zumindest absegnen. Das Prinzip lautet also "Teilen und Herrschen", wie Arne Brand vom Virtuellen Ortsverein den Deal kommentiert

Mehr:
www.politik-digital.de/koepfe/schily/
 
Antworten
balbadiou:

überwiegend ältere Männer mit niedriger Bildung

 
24.09.01 18:27
haben Schill gewählt laut statistischer Untersuchung,die höchste Quote von 36% im Stadtteil Harburg und Wilhelmsburg ,wo auch die höchste Anzahl von Sozialhilfeempfängern lebt.
Antworten
Karlchen_I:

@balbadiou: Genau das war zu erwarten. Die Looser.

 
24.09.01 21:36
sind es, die die Schill-Partei gewählt haben. Und insbesondere waren es diejenigen, die persönlich Minderwertigkeitsgefühle entwickelt haben, und die
Wahl als Chance gesehen haben, nun mal richtig als gestandene deutsche Männer, denen es auch darum geht, daß ihnen die Ausländer zuviel an staatlicher Unterstützung vermeintlich wegnehmen, in die Schranken zu verweisen. Wo kämen wir denn dahin, wenn diese Ausländer uns aufrechten Deutschen uns die Knete wegnehmen würden, die wir dringend für die Finanzierung unserer schon morgentlichen diversen Runden in unserer Stammkneipen benötigen?

Ist von mir wohl sehr übertrieben - aber ich glaube, im Kern stimmt es schon.

Und dann kommen mir noch diejenigen daher, die kaum wissen können, was Demokratie ist, aber schon mächtig gegen deren Regeln und gegen die soziale Grundsicherung zu Felde ziehen - obwohl deren regionaler Wirtschaftskreislauf massiv von anderen Gebieten unterstützt wird. Ohne die Unterstützung ürde er zweifellos zusammenbrechen. Gleichwohl rufen diese Herrschaften wieder nach dem autoritärem Staat. Edelmax: Seit wann lebst Du eigentlich in einer Demokratie?
Und was meinst Du, wieviel an staatlicher, d. h. an allgemeiner Unterstützung in Deine Heimat fließt - aufgebracht von der Arbeitsleistung anderer?  
Antworten
boomer:

Genosse Karlchen_I ,

 
24.09.01 21:44
Du bist doch Berliner!

Kennst Du als langjähriges SPD-Mitglied die Hamburger Verhältnisse so genau?

Gratuliere zu Deiner soziologischen Urteilsbildung!

Sicherlich bist Du in Deinem Job als Soziologe auch so gut!

MfG
Antworten
mikelandau:

so war es bei den roten..

 
24.09.01 21:57
und den grünen schon immer, ob damals in sachsen-anhalt oder heute in hamburg:
wenn der ausgang der wahl nicht in ihrem sinne war, dachten sie nie über eigene fehler oder versäumnisse nach, stattdessen wurden die wähler diffamiert!!!

diese arrogante machtbesessenheit kotzt mich an! ich wünsche mir noch viele schills in deutschland, anders kann man anscheinend den etablierten parteien nicht klar machen, welche stimmung unter den bürgern herrscht!
Antworten
Karlchen_I:

@boomer. Nun mal ruhig Blut. .....

 
24.09.01 22:23
Hier bei Ariva kann man das ja noch, anders als in anderen Boards. Und ich glaube, daß ich Dir gegenüber wie anderen meist, vielleicht sogar immer fair war.

Also: Wenn Du bei mir den Soziologen nach hervorkehrst - na gut, ich kenne mich in politische und Sozialpsychologie schon aus und kann die genannten Umfragen bewerten. Noch besser kenne ich mich wohl aber in den Mechanismen aus, die autoritäre Einstellungsmuster begünstigen, und in denen, die sie verstärken ( hier sind wir wieder bei Schill).

Weil die Soziologie aber nun mir zu meinem unbescheidenem Lebensstandard nicht reicht, mache ich hauptberuflich was anderes. Ist auch Forschung - aber der Volkswirtschaftslehre zuzurechen. Auf diesem Gebiet scheint es, bin ich noch erfolgreicher als in der Soziologie - obwohl es Leute gibt, die meinen, daß ich in methodischer Hinsicht soziologische Studien vorgelegt hätten, die Vorbildcharakter hätten. Sei es drum.

Also: Mein Verhältnis zur SPD - insbesondere in Berlin - ist ein sehr gespaltenes. Problematisch ist für mich vor allem, daß hier - wie auch in der CDU - viele Personen nur deshalb in der partei sind, weil sie sich davon persönliche Vorteile versprechen. Politsche Inhalte sind denen eher nebensächlich. Das habe ich vor nicht allzu langer Zeit selbst erfahren müssen, als es um die Kandidatenaufstellung für die Abgeordnetenhauswahl ging. Damals wollte ich mich als - hier in Berlin nicht gerade unbekannte Person - Gegenkandidat für Frank Steffel nominieren lassen. Ging allerdings schief - aber nur knapp schief, weil ich Jusos und andere auf meiner Seite hatte. Das Problem in der Berliner SPD wie in anderen Parteien sind die etablierten Seilschaften. Manch einer ihrer Angehörigen hat seine Parteimitgliedschaft eben mit der persönlichen karriere im öffentlichen Dienst verknüpft - und hofft darauf, mit dem Parteibuch in der Tasche seine Karriereziele zu erreichen.

Ist mal nun so. Aber jetzt glaub bloß nicht, daß besagter Herr Schill völlig uneigennützige Ziele verfolgt. Das ist auch schon deshalb unwahrscheinlin, weil dessen Partei sich nur die Kriminalitätsbekämpfung auf die Fahnen geschrieben hat. Von Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftskraft Hamburgs und mithin von Initiativen zur Minderung der Arbeitslosigkeit ist in Schills Programm nichts zu lesen.
Antworten
Edelmax:

An Karl den Großen:

 
24.09.01 22:36
tut mir leid, aber solche Klugscheißer wie Du bist mir einfach zu doof. Solche Typen wie Dich habe ich einfach gefressen. Dich werde ich in Zukunft noch nichtmal ignorieren.

Edelmax
Antworten
Reila:

Karlchen_I = Kurth? Junge, Junge, was man hier für

 
24.09.01 22:44
Leute trifft. Wie gehts im Privatleben?

R.
Antworten
boomer:

sorry, Edelmax, Du tust ihm Unrecht, meine ich! o.T.

 
24.09.01 22:45
Antworten
Tyler Durdan:

...

 
24.09.01 22:49
Solche Klugscheißer wie Du bist mir einfach zu doof.

Halt doch Dein Maul, Du Arschlöcher.

Frau Müller, kommst Du bitte mal an Kasse 7 ?

Grüsse,
Tyler Durdan
Antworten
Karlchen_I:

@Edelmax: war mir schon klar, daß ich nicht so....

 
24.09.01 22:50
ganz redlich war, als ich Dich direkt in der besagten Weise provozierte. War wie, man so in der Sozialforschung sagt, ein Feldexperiment. Der Erfolg spricht für sich.

Es wurde eigentlich vieles bestätigt:

- Looser-Syndrom

- Herabsetzung Anderer

- eigene Selbstbestätigung - bin ein besserer Typ.

So, ich warte auf Deine Antwort, denn der Test ist noch nicht hinreichend.
Antworten
Reila:

@boomer

 
24.09.01 22:51
Wenn Karlchen_I der ist, der er wahrscheinlich ist, ist er ein Feingeist und ganz bestimmt kein Genosse (obwohl Genossen auch Feingeister und Feinschmecker sein können).

R.
Antworten
boomer:

Hallo Karlchen,

 
24.09.01 22:51
dann haben wir ja ähnliche Erfahrungen, nur mit dem Unterschied, dass ich immer schon - seit meiner Banklehre in HH - wirtschaftlich orientiert war und HHer Verhältnisse sicherlich bedeutend besser kenne als Du.

Alles Gute und
freundliche Grüße

PS.: Hi, Reila!
So ist das, wenn Du wüßtest!
Antworten
brudini:

Die Sprache in diesem Board lässt häufig

 
24.09.01 22:51
zu wünschen übrig!
Antworten
Karlchen_I:

@Reila: Der kleene Kurth und Jusos? Quatsch!!!! o.T.

 
24.09.01 22:53
Antworten
boomer:

@Reila,

 
24.09.01 22:56
das weisst Du doch sicherlich.
In der SPD duzt man sich grundsätzlich und spricht sich mit "Genosse" an.

Viele Grüße, Nicht-Genosse, lol
Antworten
Reila:

@Karlchen_I, war ein Mißverständnis.

 
24.09.01 23:03
Geht wohl mehr um Reinickendorf. Hatte nur Steffel-Gegenkandidat gelesen. Anyway, trotzdem gilt die Aussage, daß man hier interessante Leute trifft. Meines bescheidenen Erachtens verbindet sowieso Geist mehr als Parteibuch. Die, denen ich Idealismus in der Politik zutraute sind sowieso fast alle tot oder nicht mehr im Amt. Stelle mir gerade vor, welche tiefe Bedeutung die SPD dem Rat der alten Kämpfer zubilligt, die ab und zu ihre Meinung im Willy-Brand-Haus vortragen dürfen. Schätze mal, die werden im Zweifel geschillyt.

R.
Antworten
boomer:

Hi, Reila, wie sagt man hier:

 
24.09.01 23:05
"gut analysiert!"
Antworten
Reila:

Hi boomer,

 
24.09.01 23:11
das ist die zweite Zustimmung, die ich heute erhalte. Bald fange ich an, in Großbuchstaben zu schreiben.

Gute Nacht

R.
Antworten
balbadiou:

Richter Gnadenlos ist dasThema

 
24.09.01 23:22
wer ist dieser Mensch?
1996 verurteilte er eine Frau, die zehn Autos zerkratzt hatte, zu zweieinhalb Jahren ohne Bewährung. Als »Richter Gnadenlos«, zu dem ihn die Presse erkor, ließ er eine Reihe harter Urteile folgen; etliche wurden in zweiter Instanz aufgehoben, einige sogar auf Initiative der Staatsanwaltschaft. Schill beschuldigte die 68er in der Justiz, nicht mehr strafen zu wollen und damit der Kriminalität Vorschub zu leisten. Während diese Angriffe seine Kollegen verärgerten, flogen ihm die Herzen vieler Bürger zu.

Wo Kandidat Schill auch auftritt, ein voller Saal ist ihm gewiss. So am Mittwoch der vergangenen Woche im Problemstadtteil Wilhelmsburg, der unter Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalität leidet. Versammlungsort sind die Marmara Hochzeitsstuben: vor sehr, sehr langer Zeit ein deutsches Tanzlokal, jetzt Schauplatz orientalischer Vermählungsfeiern.
Draußen vor der Tür stehen zehn Polizeiwagen. Das Aufgebot erklärt sich aus einer Demonstration, zu der das Bündnis gegen Rassismus und Faschismus, die DKP und sechs weitere Organisatiönchen aufgerufen hatten. Außerdem gab es eine Morddrohung gegen den Wirt. Am Eingang wird das Parteiprogramm verteilt, auch auf Türkisch. Schill, von zwei Bodyguards flankiert, wettert in freier Rede eine Stunde lang gegen luxuriöse Gefängnisse, zu lasche Richter und den unfähigen Polizeipräsidenten, um dann darauf hinzuweisen, dass die P.R.O. keine Einpunktpartei sei. Wirt Ibo Gül hört zu; er möchte verstehen, warum er sterben soll. Schill schimpft auf kriminelle Ausländer, der eingebürgerte Gül stimmt zu: »Deutschland, wenn so weitergeht, verliert alles.« Nächstes Jahr will er statt SPD mal P.R.O. wählen.

Damit würde er dem Beispiel jenes Mannes folgen, der neben Schill auf dem Podium sitzt: Manfred Silberbach, 65, der 16 Jahre lang für die SPD in der Bürgerschaft war und sie 1993 im Streit verließ, weil er das Gefühl hatte, dass die wachsenden Schwierigkeiten Wilhelmsburgs seiner Parteiführung nicht ins Konzept passten.
Etliche rechte Genossen haben sich der P.R.O. angeschlossen, nicht selten auf dem Umweg über die Stattpartei, die - 1993 gegen Parteienfilz gegründet - gleich in die Bürgerschaft kam, mit der SPD den Senat stellte und an inneren Reibungen zugrunde ging. Es findet sich aber auch jemand wie der 22-jährige Björn Neumann, der ein Drittel seines Lebens der Jungen Union und der CDU angehörte. Auf dem Parteitag im Februar kandidierte er noch aus Protest gegen den Vorsitzenden Dirk Fischer und bekam 18 Prozent der Stimmen. Danach wandte er sich von der CDU ab, »weil es da überhaupt nicht mehr um Politik geht«.
Schills Mitstreiter: vom Parteiengeklüngel Enttäuschte oder erstmals aktive Bürger, die das Gefühl haben, ihr gesunder Menschenverstand lasse sich mit dem, was sie in den Zeitungen lesen, so gar nicht mehr zur Deckung bringen. Natürlich spüren auch alte und junge Nazis den Reiz der Rechtspartei, aber Schill, dessen Großvater, Kommunist, im KZ Neuengamme gehenkt wurde, spricht von der »verbrecherischen nationalsozialistischen Vergangenheit«, die man nicht verharmlosen dürfe. Er sei für die europäische Integration und für ein Ausländerwahlrecht. Er sei nicht der Haider von Hamburg.
www.zeit.de/2000/42/Leben/200042_reden_schill.html
Der ehemalige Amtsrichter Schill, der den ungewöhnlichen Vornamen Ronald Barnabas trägt, ist vor kurzer Zeit zu einer Geldstrafe von 12000 DM (=120 Tagessätze) verurteilt worden - wegen erwiesener Rechtsbeugung. Er war z.B. so frei einen Jugendlichen zu 14 Monaten Haft zu verurteilen, der wild Plakate geklebt hatte; ein anderer, der Polizisten zum sofortigen Abbruch einer Personenkontrolle aufgefordert hatte bekam von Barnabas 15 Monate Knast und zuletzt brummte Schill zwei Zuschauern eines Prozesses drei Tage Haft auf. Tatbestand: Sie hatten bei Urteilsverkündung nicht militärisch stramm gestanden. ....
Richtig ist aber, dass Schill ebenso wie Stoiber zur neoliberalen Rechten gehört. Sie propagiert Nationalismus und „Regionalismus“ - also die agressive Konkurrenz der Regionen mit ihren verschiedenen „kulturellen Identitäten“. Im Zweifel gehört auch handfester Rassismus dazu, wie Stoibers Gerede von der „durchmischten und durchrassten Gesellschaft“ zeigt. Dabei handelt es sich nicht nur um ein deutsches Problem: Politische Verwandte sind in Österreich die FPÖ von Haider und in Italien die Berlusconi-Regierung. Wegen dieses Zusammenhanges gibt es auf schill-out.de ein umfangreiches Link-Verzeichnis zu anderen Organisationen, die gegen Rechts tätig sind.
Außerdem ist diese Seite ein Informationspool für Aktivitäten gegen die Wahlpropaganda des Law & Order-Messias.
www.schill-out.de/hampel/hampelsw.pdf   und einen Hampelmann gibt es hier auch zum Ausschneiden!

Die informativste Seite stammt jedoch von der Gewerkschaft verdi mit Broschüre im pdf-Format
www.verdi-hamburg.de/presse/meldungen/090701.htm
Die Forderung nach geschlossenen Heimen wird mit dem Hinweis gekontert, die Rückfallquote nach einer geschlossenen Unterbringung habe sich früher 100 Prozent genähert. Wer Jugendliche in „unwirtliche Einzelzellen“ stecke, säe Hass und Gewalt. Das Jugendstrafrecht sei vom Gedanken der Erziehung geprägt, nicht von dem der Rache. Wer bereits Kinder ab 12 für strafmündig erkläre, könne fehlerhaftem Verhalten nicht entgegen wirken.
Schills Partei behauptet, 70% aller Delikte beim Menschenhandel und beinahe sämtliche Überfälle auf Geldtransporte seien von Ausländern begangen worden. Tatsächlich ging es 1999 laut Statistik beim schweren Menschenhandel um 14 ausländische und 6 deutsche Beschuldigte. Und bei Überfällen auf Geldtransporte tauchten überhaupt nur drei Beschuldigte in der Statistik auf – keine Grundlage für eine seriöse empirische Aussage.
Schills Polemik gegen Vollzugslockerungen beantworten die ver.di- Experten mit einem Hinweis auf die USA: Dort sei die Kriminalität höher, obwohl ein größerer Anteil der Bevölkerung inhaftiert sei. Auch Häftlinge bräuchten die Hoffnung auf Besserung ihrer Lage. Die Nichtrückkehrerquote habe im Jahr 2000 unter einem Prozent gelegen. Die höchste Sicherheit erhalte die Bevölkerung vor Tätern, die erfolgreich resozialisiert wurden.
ver.di-Chef Wolfgang Rose bittet auch die Medien um ein kritisches Hinterfragen von schlagzeilenträchtigen Wahlkampfsprüchen: „Das politische Programm von PRO strotzt vor Unrichtigkeiten und Gesetzesverstößen. Schill ist ein schlechter Jurist, der sich mangels beruflicher Erfolge nun der politischen Schaumschlägerei widmet und die Bürger für dumm verkaufen will. Wie soll so ein Scharlatan Gutes für Hamburgs Zukunft bringen? Er baut Feindbilder auf und redet den Leuten Angst ein, um offenbar seine eigene Unsicherheit zu überspielen. Aber ein zu Politik gewordener Minderwertigkeitskomplex bringt Hamburg nicht weiter. Gefragt sind fundierte, reformorientierte Lösungen für die komplexen Probleme einer Großstadt.“
Interessant sei auch, dass die Partei zu Delikten der Steuerflucht, Wirtschaftskriminalität und Umweltverschmutzung nichts zu sagen habe: „Schill spielt nur gegenüber den kleinen Gaunern den starken Mann.“
Rechtspopulismus gebe es allerdings nicht erst seit Schill und auch nicht nur bei Schill, so Rose: „Die ausgrenzenden "Das-Boot-ist-voll"-Parolen, die diskriminierende "Kinder-statt-Inder"-Kampagne und auch die unselige "Faulenzer -Debatte - dies alles sind Verstöße gegen den notwendigen demokratischen Konsens einer integrationsfähigen Gesellschaft und einer Politik, die versöhnen soll statt zu spalten.“ Anfällig für schlichte Parolen und Erklärungsmuster seien nicht nur Wählerinnen und Wähler am rechten Rand des Parteienspektrums, sondern auch „die Verlierer des gesellschaftlichen Wandels, die in ihrer sozialen Lage oder ihren traditionellen Werthaltungen verunsichert sind und nach einfachen Antworten suchen“. hier die Broschüre:
www.verdi-hamburg.de/presse/meldungen/GNADENLO.PDF

tz tz Edelmax,wer hätte das gedacht,gehörst Du auch zu den älteren Männern?
Gruss K.
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Karlchen_I:

@Reila: Sehr richtig.....

 
24.09.01 23:23
Ging um die Kandidatur in Reinickendorf, genauer in Frohnau. In den Untergleiderungen der SPD sollten die Nominierungen vorgenommen werden, und ich hatte mich erdreistet, eine Gegenkanditur anzumelden gegen die Kanditatin, die von den beiden konkurrierenden Flügeln schon längst präferiert worden ist. Bei den Flügeln handelt es sich allerdings nicht um Gruppen mit einer von einander abweichenden inhaltlichen Position, sondern um sich Pöstchen zuschiebende Seilschaften. Weil mich solcher Art Aktivitäten immer abgeschreckt haben, konnte ich natürlich gegen die Vorabsprachen dieser Seilschaften nichts ausrichten - trotz langjähriger Mitgliedschaft in der SPD und trotz einiger recht erfolgreichen politischen Aktionen.

Ist nun mal so - wenn man durch die Parteien was verändern will, muß man seinen Rücken verbiegen. Das ist nicht mein Ding. Und nicht wenige verbiegen schon von vornherein ihren Rücken, um mit Hilfe der Partei an einen Posten zu kommen. Das ist übrigens nicht selten bei Frauen der Fall, die "ihre" Frauenquote vor allem an diesem Ziel ausrichten.
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Reila:

@Karlchen_I, hoffe, Du kannst Dir Deine Unabhängig

 
24.09.01 23:38
bewahren. Das geht natürlich nur, wenn man eine von Parteibeziehungen relativ unabhängige Einkommensquelle hat. Die meisten Menschen haben leider nie erfahren, was Unabhängigkeit wirklich bedeutet. Sie sind abhängig von Partnern, Parteien, Arbeitgebern, Klüngel (heißt in Berlin wohl Filz).

Um mal wieder zum Thema zu kommen: Schill konnte leichter in die Politik gehen, weil ihm seine Bezüge als Richter ein sicheres Auskommen garantieren. Wer hat diese Garantien heute sonst noch? Dadurch sind leider viel zu viele Beamte in der Politik. Aber das will ich alles gar nicht zu Ende denken. Ich sollte mal in Urlaub fahren, z.B. zu Stox. Da reden wir dann über Blondinen, und Ihr macht hier Politik. Mal sehen, wer dann mehr Erfolg hat.

R.
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Depothalbierer:

Ich habe immer noch keine treffenden Argumente

 
25.09.01 17:48
gegen Schill gehört!!
Das mit den alten, dummen Männern ist schlicht ein Witz.
Immer, wenn eine etablierte Partei erheblich Stimmen verliert,
waren das entweder Minderbemittelte oder Rechte.
Ich bin nicht aus HH aber ziemlich sicher, daß es auch in der
Oberschicht eine Menge Schill-Wähler gibt, die schlicht und
einfach Angst ums Geschäft haben.
Vielleicht fällt ja doch noch jemandem was ein.
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Levke:

ich möchte Dich nicht kränken oder

 
25.09.01 18:12
beleidigen  Halbierter; ausserdem ist es für Nicht-Hamburger
vielleicht schwer, das Schill-Phänomen zu begreifen.
In einem möchte ich Dir widersprechen bzw. ergänzen:
Es waren nicht Minderbemittelte oder Rechte; es waren
Minderbemittelte und Rechte.

Ansonsten werden mir damit leben lernen;
eine vernünftige Koalition wird eh nicht entstehen...........
Antworten
DarkKnight:

Worum geht's (für einen Nichthamburger und

 
25.09.01 21:38
damit für die 99,7% der Landesbevölkerung, die nun staunt):

1. Ein Mann mit nur einem, nach außen hin erkennbaren Programm hat ein sagenhaftes Ergebnis errungen

2. Dieses Programm ist (wie immer man auch dazu steht) weniger auf "Milde" als auf "Härte" ausgelegt

3. Im Vertrauen auf 50-jährige demokratische Übung hat die etablierte Politik darauf vertraut, daß dieser Mann "durchschaut" wird und er in den kanalisierbaren 5% bis 15% bleibt, die man bisher erfolgreich gemeistert hat

NEU IST:

Gerade WEIL offenbar 50-jährige demokratische Übung dazu geführt hat, diesen Mann zu wählen (und wenn es nur ein "Denkzettel" von vielen war), ist die Botschaft für die etablierten Parteien klar: "Ihr könnt reden, was Ihr wollt, Eure Verdummungsspiele sind endgültig durchschaut" ... ich glaube, der Schock über und die Wahl des Kandidaten "Schill" spiegelt weniger die Frage "Rechts" oder nicht, sondern reflektiert die Distanzierung des "Wahlpacks" gegenüber den institutionalisierten, quasi waschmittelwerbungsmäßigen Verhaltensweisen einer weltfremden Politikerkaste, die weltfremd sein MUSS, um überhaupt in Führungspositionen zu kommen.

Es bewahrheitet sich damit ein alter Spruch:

Man kann kurze Zeit viele für dumm verkaufen

Man kann lange Zeit wenige für dumm verkaufen

aber man kann nicht lange Zeit viele für dumm verkaufen.

Time for a change, würde Bill Clinton jetzt sagen


Oder ist es wirklich nur so einfach: dummer Wähler macht Kreuzchen  
Antworten
mikelandau:

richtig darkknight!!!!!

 
25.09.01 21:48
jetzt wundern sich die etablierten parteien:

wie kann dieses "wahlpack", das auf UNSERE leeren versprechungen IMMER reingefallen ist, plötzlich auf die leeren versprechungen dieses herrn schill reinfallen? dem steht es doch gar nicht zu, leere versprechnungen zu machen, denn er ist doch kein berufspolitiker wie wir....???

oder?
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vega2000:

Der Werteverfall der Hamburger

 
25.09.01 21:49
Montags bei McDonalds nur noch 1,39 DM, -wenn da mal nicht der Schill dahintersteckt
Antworten
DarkKnight:

an vega2000: das WAR DER SCHILL

 
25.09.01 21:52
in Bayern gibt's die Hamburger für DM 1,09 am Montag
Antworten
vega2000:

In Bayern gibts überhaupt keine Hamburger

 
25.09.01 22:03
nur Münchner, -na ja, vielleicht noch ein paar Augsburger....
Antworten
Reila:

*** Heute ARD 23 Uhr FRIEDMANN, Gast: SCHILL *** o.T.

 
26.09.01 22:19
Antworten
Reila:

Scheiße. Angekündigt in Zeitung war R. B. Schill. o.T.

 
26.09.01 23:04
Antworten
jopius:

armer DarkKnight .. das wird hart ...

 
27.09.01 00:01
denn Schill war nur der Anfang ... jetzt steigt die Aufklärungsquote bundesweit.. und Darky muss bangen ....  au weia    ;-)
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