bei beidem geht es nur um profit++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++zitat
Die deutsche Degussa (seit 1999 Degussa-Hüls AG), die bis 1990 an der Mine beteiligt war, zog sich hingegen zurück, als der größte Teil des Goldes ausgebeutet war. Am Edelmetall verdient die „Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt“ gleich doppelt: an Verfeinerung und Weiterverkauf – und am Zyanid, das für die umweltzerstörerische Goldlaugung verwendet wird. Mit Produktionskapazitäten für 130.000 Tonnen Zyanid jährlich brüstet sich die Firma im Geschäftsbericht als weltweite „Nr. 1“, noch vor DuPont. Für die Folgen fühlt sich Degussa nicht verantwortlich: „Wir schauen uns unsere Kunden an“, sagt eine Sprecherin, „aber wir können nicht immer hinter denen stehen. Die setzen das Zyanid ein, nicht wir.“ Bei „Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen“ sei die Zyanidlaugung umweltverträglich. „Ich weiß nicht, wovon die Dame redet“, ärgert sich Umweltchemiker Korte, „ich kenne jedenfalls keine umweltfreundliche offene Giftmülldeponie.“
Für 1 Gramm Gold werden im Durchschnitt 166 Gramm Zyanid eingesetzt und fast 500 Liter Wasser vergiftet.
1 Tonne Abraum fällt an - je 1 Gramm Gold. Der Minen-Müll 1 Jahres ergibt eine LKW-Kette um den Äquator.
80 Prozent des Goldes werden unter Einsatz von Zyanid gewonnen. Pro Jahr werden weltweit 500.000 Tonnen des Ultra-Giftes eingesetzt.
Der Dammbruch in der rumänischen Goldmine von Baia Mare, als sich in der Nacht des 30. Januar 100.000 Kubikmeter zyanid- und schwermetallhaltiger Schlämme und Abwässer in die Flüsse Lapus, Somes und Theiß ergossen, gilt als eines der schlimmsten Umweltdesaster in Europa. Nach offiziellen ungarischen Angaben von Ende März fielen der Giftflut 1240 Tonnen Fisch allein in der Theiß sowie alles Leben in Lapus und Somes zum Opfer. Mindestens fünf Jahre wird es dauern, bis sich die Ökosysteme regenerieren. Die Aurul-Goldmine, von der rumänischen Remin und dem australischen Konzern Esmeralda betrieben, arbeitete nach Dritte-Welt-Standards. Esmeralda ließ sich unter Zwangsverwaltung setzen — ein in der Branche beliebtes Mittel, um für die Umweltfolgen nicht haften zu müssen.
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