Spekulieren kann nämlich nur, wer über das entsprechende Kleingeld verfügt. Unter einer Mindestanlage von 100 000 Dollar lohnt sich der Einstieg in die Anlageklasse nicht. Umgerechnet sind das rund 66 000 Euro. Für viele Kunstliebhaber ist das für ein einzelnes Objekt zu viel - und als Geschenk zu Weihnachten allemal ein stolzer Preis. Für die meisten privaten Kunstsammler spielt aber die Wertentwicklung ihrer liebsten Stücke ohnehin keine Rolle. Für sie zählt nicht ausschließlich der materielle Wert, sondern vielmehr deren ästhetischer und ideeller Gewinn. Dennoch: Wer heute ein Werk eines aufstrebenden Künstlers kauft, kann in den kommenden fünf bis zehn Jahren mit bis zu zehn Prozent Rendite pro Jahr rechnen.
Abgenommen hat seit Ende 2008 nur das Handelsvolumen. Der Auktionshandel muss seit rund einem Jahr einen markanten Umsatzrückgang verkraften: "Es ist jetzt weniger Ware im Umlauf", sagt Rumbler. Aber das geschrumpfte Angebot trifft auf eine höhere Nachfrage - und das wiederum treibt die Preise. Nach Angaben des Händlers investieren immer mehr private Sammler aus China, Russland und dem Mittleren Osten in der Preiskategorie 100 000 Dollar aufwärts. Wichtig ist ihnen der Künstler selbst: Je bekannter der Name und je typischer sein Werkstück, desto höher ist der Preis. Die Zeiten unbegrenzten Wertzuwachses sind allerdings vorbei: "Investoren müssen jetzt intelligent kaufen", rät Rumbler.
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