Das BGE kann bzw. muss dynamisch bleiben und sich an die Verhältnisse anpassen.
Ich plädiere persönlich auch nicht auf ein reines BGE-Modell auf Basis von Mehrwert- und Umsatzsteuer, sondern eine Kopplung eines solchen Modells mit den bestehenden Systemen.
Dein Gegenargument mit der schlecht bezahlten Arbeit hinkt. Zwar ist es richtig, dass trotz HartzIV viele Menschen Dumpinglohnjobs annehmen (müssen), doch dies müssen sie tun, weil Ihnen sonst HartzIV teilweise oder ganz gestrichen wird.
Zudem schämen sich Menschen, wenn sie dem Staat permanent auf der Tasche liegen. Weitere Menschen hoffen, wenn sie diesen Job machen, dass sie vielleicht irgendwo anders reinrutschen und dann mehr Geld verdienen.
Im BGE-Modell muss ein Mensch nicht mehr für Dumpinglöhne einen Vollzeitjob machen. Es genügt, wenn er z.B. den "Drecksjob" nur Halbtags macht.
Dein Argument der nicht bezahlbaren Arbeit hinkt auch, weil du nicht vergessen darfst, dass die Sozialabgaben wie Rente & ArbeitslosenV wegfallen und damit den Lohn schonmal deutlich günstiger für den Arbeitgeber machen.
Weiterhin sinken die Lohnsteuerabgaben, so dass auch hier die Personalkosten billiger werden.
Auch dein Argument mit der Elite hinkt ein wenig.
Zwar gebe ich dir recht, dass die Elite an Fachpersonal aus ihrem Egoismus heraus interessiert sind, jedoch wollen sie dafür nix bezahlen.
Der Trend geht immer weiter zum importierten Billigingenieur aus Indien oder gut gebildetes Fachpersonal per Zeitarbeit und möglichst niedrigen Löhnen.
Wohin dies im Endstadium führen kann, sieht man in Griechenland.
Dort wurden jung studierte Ingenieure für 700€ beschäftigt, während die teils sogar unstudierte alte Elite mit 3500€ Netto nach Hause geht.
Im Grunde will die Elite andere Leute für Ihren Gewinn schuften lassen, so dass man trotz Weiterbildung und höherem Bildungsstand nicht selten nur geringfügig besser entlohnt wird.
Kann man nur hoffen, dass der Fachkräftemangel die Lohnstrukturen etwas verbessert.
Zum Abschluss möchte ich nur sagen, dass solche Systeme funktionieren, wenn die Menschen daran glauben und ein solches System wollen.
Leider fehlt hierbei vielen Menschen noch die Fantasie, Weitsicht und ein wenig Mut um solch große Veränderungen vorzunehmen.
Naja und die Elite wird jeden Systemwandel vermeiden wollen, denn wer nunmal die Macht hat, der riskiert nur ungern, diese Macht zu verlieren.
Auch ein Grund, weshalb die hohe Neuverschuldung wohl bis Heute "funktioniert" und die Währungsreform schon lange nicht mehr auf großer Ebene stattgefunden hat.
Die größten Verlierer einer Währungsreform wären ja letztendlich die Geldbesitzer bzw. die Eliten. Der kleine Mann ohne Vermögen oder gar noch mit ein wenig Schulden, dem kann eine Währungsreform relativ egal sein, denn wer nix hat, kann nix verlieren.
Zum Thema Kibbuz kann ich nur sagen, dass es sich nicht genügend an einer freien Marktwirtschaft orientiert und es eine Art Halb-Sozialismus ist.
Die Regeln der Marktwirtschaft sollten Grundlage jedes Systems sein, welche wiederum auf eine Leistungsgesellschaft aufbaut.
Eine hoch gebildete Leistungsgesellschaft fördert man jedoch nicht durch Schüren von Existenzängsten und negativen Lohnentwicklungen, sondern indem man eine Gesellschaft schafft, in der man sich problemlos weiterbilden kann.
Wenn man jedoch von früh bis abend schwer arbeiten muss, man evt. noch Überstunden schieben muss, so fehlt die Zeit für Weiterbildung oder Familienplanung.
nur meine Meinung
www.unternimm-die-zukunft.de