Manchmal gibt es halt aktivistische Großaktionäre, die dann 3-5% erwerben oder schon haben, die dann den Vorstand oder Großaktionär auch stressen können. Manchmal gibt es die nicht, und dann kannst du als Kleinanleger wenig ausrichten und letztlich nur hoffen, dass die Aktie an einer anderen Börse noch lange gelistet wird und das Unternehmen sich stark entwickelt.
Ich hab bisher 4 Delisting mitgemacht.
Der Erste ist schon etliche Jahre her (ich wei0 nicht mal mehr den Namen der Aktie). Das war extrem ärgerlich, weil es glaub ich mitten in der Finanzkrise passierte und die Aktie später weit höher stand bevor sie dann endgültig von der Börse genommen wurde.
Dann gibt es aber eben auch so Delsitungs wie bei Rocket oder Centrotec, wo aktivistische Aktionäre und Medien genauer draufschauen und die Akten meist noch etliche Jahre an der Börse bleiben. Meine Kritik an diesen beiden Delistings war vor allem dem geschuldet, dass ich als Wikifolio-Trader dann halt raus musste. Als Privatanleger könnte ich drin bleiben. Der Unterschied ist schon gravierende. Bei Rocket musste ich im Wikifolio zu 18-19 € raus, im Privatdepot erst bei 30 € verkauft. Noch viel krasser war es bei Centrotec, die bis dahin im Wikifolio meine zweitgrößte Position war. Deshalb fand ich es auch so skandalös was da abgezogen wurde. Im Wikifolio musste ich zu 15 € raus, im Privatdepot erst bei 55 € fast alles verkauft, bin aber immernoch mit kleiner Position drin, weil eigentlich immernoch gübstig bewertet im Vergleich zu den guten Perspektiven. Schon nicht nur ärgerlich, sondern meist auch sehr fragwürdig, wenn sich Multimillionäre wie die Samwers oder der Herr Kress dann unbedingt nochmal um 200 Mio reicher sein wollen, auf Kosten der Kleinaktionäre, von denen sie genau wissen, dass ein Teil davon ohne Xetra/Frankfurt-Notiz und regelmäßigen Finanzberichten aussteigen wird.
the harder we fight the higher the wall