Wie wirkt sich das Mercosurabkommen auf GFG aus?
Das EU-Mercosur-Abkommen hat signifikante Auswirkungen auf die
Global Fashion Group (GFG), da Südamerika – und insbesondere Brasilien durch die Marke Dafiti – einer der Kernmärkte des Unternehmens ist.
Am 9. Januar 2026 haben die EU-Mitgliedstaaten dem Handelsabkommen offiziell zugestimmt, was den Weg für eine der weltweit größten Freihandelszonen frei macht.
Die wichtigsten Auswirkungen für die Global Fashion Group sind:
1. Massive Zollersparnisse
Südamerikanische Märkte galten bisher als stark abgeschottet. Für Textilien und Schuhe fielen in Brasilien bislang Importzölle von bis zu 35 % an.
Wettbewerbsvorteil: Durch den schrittweisen Abbau dieser Zölle (auf ca. 90 % der Produkte) sinken die Kosten für den Import europäischer Marken, die GFG über ihre Plattformen wie Dafiti vertreibt.
Kostensenkung: Branchenexperten schätzen, dass europäische Mode- und Schuhunternehmen durch den zollfreien Zugang jährlich bis zu 4 Milliarden Euro einsparen könnten.
2. Marktexpansion und Sortiment
Attraktivität für EU-Marken: Das Abkommen macht es für europäische Modemarken deutlich attraktiver, über die GFG-Plattformen in den Mercosur-Raum (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) zu expandieren.
Einfachere Logistik: Neben Zöllen werden auch nicht-tarifäre Handelshemmnisse (wie unterschiedliche technische Standards und Zertifizierungen) abgebaut, was die grenzüberschreitende Logistik vereinfacht.
3. Nachhaltigkeitsanforderungen
Das Abkommen von 2026 ist an strikte Nachhaltigkeitsklauseln und das Pariser Klimaschutzabkommen gebunden.
Für die Global Fashion Group bedeutet dies, dass Lieferketten noch stärker auf Umweltstandards und soziale Verantwortung geprüft werden müssen, um von den Handelsvorteilen zu profitieren.
4. Wettbewerbsdruck in Südamerika
Während GFG vom Import profitiert, setzt das Abkommen lokale südamerikanische Produzenten unter Druck, da europäische Produkte günstiger werden. Für GFG könnte dies eine Verschiebung des Portfolios hin zu mehr internationalen Marken bedeuten.
Zusammenfassend: Das Abkommen stärkt die Position der Global Fashion Group in ihrem wichtigen lateinamerikanischen Markt durch drastisch sinkende Importkosten und einen einfacheren Zugang zu europäischer Mode.