Freitag, 22. Februar 2002
Schnee, Regen, Eisglätte
Chaos auf Straßen

Ein schwerer Wintereinbruch hat in Teilen Norddeutschlands für chaotische Straßen-Verhältnisse gesorgt. In den Morgenstunden kam es nach Polizeiangaben auf allen Straßen Schleswig-Holsteins zu Unfällen. Auf glatten Fahrbahnen stellten sich etliche Autos und Lastwagen quer. Auf den Autobahnen stießen Wagen zusammen, im Großraum Hamburg kam es deswegen zu langen Staus.
Nach einer Meldung des Nordeutschen Rundfunks fällt in Flensburg sowie in den Kreisen Segeberg und Nordfriesland der Schulunterricht aus. Schnee und überfrierende Nässe behinderten am Morgen auch den Verkehr in Niedersachsen. Besonders betroffen seien das Weser-Ems-Gebiet und Lüneburg, hieß es. Auch auf den Autobahnen müssten die Autofahrer mit Eisglätte rechnen.
Für erhebliche Verkehrsbehinderungen haben Schneefall und böige Winde auch in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns gesorgt. Schneeverwehungen und glatte Straßen führten nach Polizeiangaben zu Verspätungen im Berufs- und Schülerverkehr. Es gab Staus und witterungsbedingt etliche Verkehrsunfälle, bei denen es in der Regel bei Blechschäden blieb.
In Süddeutschland machte der Schnee dem Verkehr vor allem in den höheren Lagen zu schaffen. Im Allgau und in Teilen des Schwarzwalds mussten die Autofahrer Schneeketten aufziehen. Auch auf der Schwäbischen Alb lag auf den Straßen zentimeterhoher Schnee.
Schwerer Verkehrsunfall bei Chemnitz Bei einem Verkehrsunfall auf der A4 in der Nähe von Chemnitz sind in der Nacht zum Freitag drei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere Personen wurden verletzt, zwei davon schwer, wie die Polizei in Chemnitz mitteilte. Der Unfall ereignete sich gegen 02.00 Uhr morgens zwischen den Anschlussstellen Hainichen und Frankenberg. Die Autobahn war wegen der Bergungsarbeiten mehr als sechs Stunden lang gesperrt.
Dichte Wolken Schlechte Aussichten auch für den Rest des Tages: Tief "Zarah" soll weiterhin windiges Wetter mit Schnee und Regen mit sich bringen. Das Thermometer zeigt zwischen null und zehn Grad an, meldete der Wetterdienst Meteomedia. Dichte Wolken ziehen vom Nordwesten des Landes in den Südosten.
Am Vormittag fällt Schnee, der jedoch im Laufe des Tages immer mehr in Schneeregen und Regen übergeht. In höheren Lagen und im Osten warnen die Meteorologen vor glatten Straßen. Vor allen an den Küsten und in den Mittelgebirgen kann es zu schweren Sturmböen kommen. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Sturmwarnung heraus, die bis Freitagnachmittag gilt.
Land unter im Norden
Eine schwere Sturmflut, Hochwasser und Schneeglätte hatten Donnerstag vor allem im Norden Deutschlands den Menschen zu schaffen gemacht. Ein Sturm aus nordöstlicher Richtung sorgte in der Nacht in Lübeck für „das stärkste Hochwasser, das wir seit vielen Jahren hatten“, wie die Polizei mitteilte. Die Fähren an der Küste stellten ihren Verkehr ein.
An der polnischen Ostseeküste legten Sturmböen mit Windstärke 12 den Fährbetrieb ebenfalls lahm.In Mecklenburg-Vorpommern war es die schwerste Sturmflut seit 1995. In Wismar, Rostock, Stralsund, Wieck und Greifswald zeigten die Pegel am Morgen bis zu fast zwei Meter über normal an. Parkende Autos standen im Wasser, Keller liefen voll, Bäume stürzten um, die Feuerwehren waren die ganze Nacht im Einsatz.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste drückten Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 122 Stundenkilometern das Wasser in die Förden und Flussmündungen. Teile der Innenstädte von Lübeck und Kiel wurden überflutet. Die Trave erreichte einen Pegelstand von 6,86 Metern, 1,86 Meter höher als normal. Bei Greifswald brach am Donnerstag ein Deich, der Fluss Ryck trat über die Ufer. Auch in der Nähe Anklams wurde ein Deich beschädigt.
Nach starken Regenfällen schwoll die Saar bei Saarbrücken auf einen Pegel von über vier Metern an - fast doppelt so hoch wie normal. Auch die Schifffahrt auf der Mosel wurde eingestellt.
Adresse:
http://www.n-tv.de/2945280.htmlAlso ich bin mit Sonnenschein ins Büro gefahren. Wird wohl auf dem Heimweg nichts werden.
Gruß