Die Verschiebung erstaunt mich nur wenig.
wenn du nicht weißt mit welchen Start-Zahlen du rechnen musst, kannst du die folgenden Rechnungen nicht durchführen. Dazu kommen jetzt noch die aufgegebenen Geschäftsbereiche für den Rest des Jahres. Der CFO hat mit dem Closing, Carve out und Refinanzierung alle Hände voll zu tun.
Was wir hier erleben sind aus meiner Sicht noch die Folgen des Bilanzskandals.
Abgesehen davon gibt es aktuell eine Null-Tolleranz für Fehler. Stellt euch mal vor was los wäre, wenn der Laden jetzt schon wieder Quartalszahlen vorlegte, die sich dann im Anschluss als falsch heraus stellen.
Die Übergangsphase wird steinig - aber das akute Risiko eines Default ist abgewendet. Wer investiert ist braucht Geduld und gute Nerven in so einer Phase. Wer die nicht hat, sollte sich überlegen ob diese Art von Investment für ihn geeignet ist.
zum Thema Röhrhoff: Ich vermute dass er 1. keine Lust auf die HV hatte und 2. sein Mandat mit der Abwendung der akuten Risiken durch den Verkauf und die Vorlage des testierten Abschlusses erfüllt hat. Was bis Oktober geblieben wäre, wäre nur noch administrativ für den Übergang gewesen. Ich hatte überlegt, ob ich es dem Aufsichtsrat ankreiden sollte, dass noch kein Nachfolger bereit steht - aber welcher Top-Manager übernimmt das Geschäft in so einer Situation? Es ist durchaus plausibel, dass die Suche jetzt erst richtig los gehen kann, nachdem man sich jetzt auf die operative Neuausrichtung des Konzerns konzentrieren kann.
Für die Abwicklung der Verkäufe brauchst du den CEO nicht zwingend.