Gehälter für IT-Experten steigen trotz Krise in der New Economy
Die Gehälter der Führungskräfte in der Datenverarbeitungsbranche sind im Jahr 2001 weiter gestiegen. Die Grundgehälter haben im letzten Jahr um 5,3 Prozent (2000: 6,1 Prozent) zugenommen. Die Wachstumsrate fiel somit moderater als in den Vorjahren aus, liegt aber über dem Durchschnitt der Erhöhungen in anderen Branchen. Eine Führungskraft in einem DV-Unternehmen verdient durchschnittlich 89.000 Euro, eine Fachkraft bringt es auf 52.000 Euro. Neueinsteiger erhalten allerdings zurzeit fast durchweg geringere Gehälter, als noch vor einem Jahr. Dies ist ein Ergebnis einer heute von der Kienbaum Management Consultants GmbH vorgelegten Studie.
"Die DV-Branche befindet sich zurzeit in starken Turbulenzen. Einerseits drohen sinkende Umsätze, Firmenpleiten und Börsenbaisse - im Rahmen der Konsolidierung werden Arbeitskräfte freigesetzt. Auf der anderen Seite ist die IT weiter auf dem Vormarsch, nach wie vor herrscht großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften, der sich - trotz Umschichtungen in der Branche - nicht ohne weiteres decken lässt", begründet Malte Brümmer, Projektleiter der Studie bei Kienbaum, die Gehaltssteigerung.
Starke Nachrage - Große Gehaltsspannen
Der Studie liegt eine Befragung von 129 Unternehmen der DV-Branche zugrunde. Qualifizierte Mitarbeiter im IT-Bereich sind mittelfristig nach wie vor stark gefragt. Die Gewinnung und Motivation dieser wichtigen Mitarbeitergruppe erfordert eine anforderungsgerechte Vergütung; das Angebot attraktiver Vergütungspakete wird somit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Entscheidende Faktoren für die Gehaltsbestimmung sind die Unternehmensgröße und die Strukturierung der Hierarchieebenen, die Berufserfahrung sowie der Grad der Verantwortung. Diese Determinanten können einen Gehaltsunterschied von 20 bis 30 Prozent für die gleiche Tätigkeit ausmachen. Die Gehaltsspanne für einen Leiter Entwicklung kann unter den entsprechenden Voraussetzungen zwischen 73.000 und 105.000 Euro liegen; bei einem Systemprogrammierer zwischen 46.000 und 65.000 Euro. Ein Berater kann zwischen 47.000 und 66.000 Euro verdienen, ein Content Manager zwischen 30.000 und 45.000 Euro.
Variable Vergütung?
66 Prozent der Führungskräfte und 24 Prozent aller Fachkräfte in DV-Unternehmen erhalten zudem eine variable Vergütung. Die Höhe dieser Vergütung - wie auch der variable Anteil der Gesamtbezüge - schwanken je nach Position erheblich, nämlich zwischen sieben und 28 Prozent. Tendenziell sei festzustellen, dass Gehaltsstrukturen mit einem relativ hohen variablen Anteil Eintritts- und Bleibeanreize für genau die Mitarbeiter schaffen, die aus Sicht der Unternehmen besonders gefragt sind.
Neben den monetären Leistungen gehören eine Vielzahl betrieblicher Zusatzleistungen als feste Bestandteile zum üblichen Vergütungspaket. Beliebt hierbei ist beispielsweise der Dienstwagen, der auch privat meist unbegrenzt zur Verfügung steht. 53 Prozent der Führungskräfte kommen in den Genuss dieser Zusatzleistung. (as)
[Mon, 12.11.2001] - © 2001 de.internet.com
Die Gehälter der Führungskräfte in der Datenverarbeitungsbranche sind im Jahr 2001 weiter gestiegen. Die Grundgehälter haben im letzten Jahr um 5,3 Prozent (2000: 6,1 Prozent) zugenommen. Die Wachstumsrate fiel somit moderater als in den Vorjahren aus, liegt aber über dem Durchschnitt der Erhöhungen in anderen Branchen. Eine Führungskraft in einem DV-Unternehmen verdient durchschnittlich 89.000 Euro, eine Fachkraft bringt es auf 52.000 Euro. Neueinsteiger erhalten allerdings zurzeit fast durchweg geringere Gehälter, als noch vor einem Jahr. Dies ist ein Ergebnis einer heute von der Kienbaum Management Consultants GmbH vorgelegten Studie.
"Die DV-Branche befindet sich zurzeit in starken Turbulenzen. Einerseits drohen sinkende Umsätze, Firmenpleiten und Börsenbaisse - im Rahmen der Konsolidierung werden Arbeitskräfte freigesetzt. Auf der anderen Seite ist die IT weiter auf dem Vormarsch, nach wie vor herrscht großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften, der sich - trotz Umschichtungen in der Branche - nicht ohne weiteres decken lässt", begründet Malte Brümmer, Projektleiter der Studie bei Kienbaum, die Gehaltssteigerung.
Starke Nachrage - Große Gehaltsspannen
Der Studie liegt eine Befragung von 129 Unternehmen der DV-Branche zugrunde. Qualifizierte Mitarbeiter im IT-Bereich sind mittelfristig nach wie vor stark gefragt. Die Gewinnung und Motivation dieser wichtigen Mitarbeitergruppe erfordert eine anforderungsgerechte Vergütung; das Angebot attraktiver Vergütungspakete wird somit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Entscheidende Faktoren für die Gehaltsbestimmung sind die Unternehmensgröße und die Strukturierung der Hierarchieebenen, die Berufserfahrung sowie der Grad der Verantwortung. Diese Determinanten können einen Gehaltsunterschied von 20 bis 30 Prozent für die gleiche Tätigkeit ausmachen. Die Gehaltsspanne für einen Leiter Entwicklung kann unter den entsprechenden Voraussetzungen zwischen 73.000 und 105.000 Euro liegen; bei einem Systemprogrammierer zwischen 46.000 und 65.000 Euro. Ein Berater kann zwischen 47.000 und 66.000 Euro verdienen, ein Content Manager zwischen 30.000 und 45.000 Euro.
Variable Vergütung?
66 Prozent der Führungskräfte und 24 Prozent aller Fachkräfte in DV-Unternehmen erhalten zudem eine variable Vergütung. Die Höhe dieser Vergütung - wie auch der variable Anteil der Gesamtbezüge - schwanken je nach Position erheblich, nämlich zwischen sieben und 28 Prozent. Tendenziell sei festzustellen, dass Gehaltsstrukturen mit einem relativ hohen variablen Anteil Eintritts- und Bleibeanreize für genau die Mitarbeiter schaffen, die aus Sicht der Unternehmen besonders gefragt sind.
Neben den monetären Leistungen gehören eine Vielzahl betrieblicher Zusatzleistungen als feste Bestandteile zum üblichen Vergütungspaket. Beliebt hierbei ist beispielsweise der Dienstwagen, der auch privat meist unbegrenzt zur Verfügung steht. 53 Prozent der Führungskräfte kommen in den Genuss dieser Zusatzleistung. (as)
[Mon, 12.11.2001] - © 2001 de.internet.com