Hallo Gemeinde !
Hier möchte ich einmal die Position von Banken und die entsprechende Anleger-Psychologie erörtern.
Der Mensch neigt im allgemeinen dazu, Dinge, die er nicht sehen oder anfassen kann, etwas spezieller einzuordenen und zu bewerten. Eine Bank arbeitet nun mal mit Dingen, die man nicht anfassen kann. Wenn ich als Anleger z.B. erfahre, dass ein Maschinenbauer einen Großauftrag über Turbinenanlagen im Wert von 300 Mio € erhalten hat, dann kann ich mir das Produkt und das Geschäft bildlich vorstellen. Und wenn dieser Turbinen-Auftrag dann einen voraussehbaren Bruttoertrag von z.B. 9 % (= 27 Mio €) erbringt, dann kann ich relativ sicher sein, dass der Aktienkurs des Maschinenbauers auch entsprechend steigt.
Bei einer Bank hingegen reden wir von einer kaum zu durchschauenden Menge von Zahlen auf Papier. Das geht manchmal so weit, dass die Banker selbst schon den Überblick verlieren. Also, eine Bank kann mit nichts anderem aufwarten als mit Vertrauenswürdigkeit. Mal abgesehen von Übernahmen und Fusionen, aber woran will man als Nicht-Banker die einzelnen Tageskurse von Banken eigentlich festmachen ? Ok, es gibt Quartals- und Halbjahresergebnisse, aber sind die für einen dazwischenliegenden Tageskurs bestimmend ? Beim produzierenden Gewerbe hat man als tägliche Grundlage wenigstens die Rohstoffpreise oder die den Export beeinflussenden Devisenkurse.
Da also das Bankgeschäft nicht wirklich greifbar ist, sind Banktitel an der Börse auch (und im Moment sowieso) besonders empfindlich. FAZIT: Bankaktien sind entweder was für ganz mutige und ausgefuchste Intraday-Zocker (siehe gestern Hypo Real Estate) oder besser noch für geduldige Langfristler.
Ich hoffe auch auf Eure Meinung. Danke !
Shary
Hier möchte ich einmal die Position von Banken und die entsprechende Anleger-Psychologie erörtern.
Der Mensch neigt im allgemeinen dazu, Dinge, die er nicht sehen oder anfassen kann, etwas spezieller einzuordenen und zu bewerten. Eine Bank arbeitet nun mal mit Dingen, die man nicht anfassen kann. Wenn ich als Anleger z.B. erfahre, dass ein Maschinenbauer einen Großauftrag über Turbinenanlagen im Wert von 300 Mio € erhalten hat, dann kann ich mir das Produkt und das Geschäft bildlich vorstellen. Und wenn dieser Turbinen-Auftrag dann einen voraussehbaren Bruttoertrag von z.B. 9 % (= 27 Mio €) erbringt, dann kann ich relativ sicher sein, dass der Aktienkurs des Maschinenbauers auch entsprechend steigt.
Bei einer Bank hingegen reden wir von einer kaum zu durchschauenden Menge von Zahlen auf Papier. Das geht manchmal so weit, dass die Banker selbst schon den Überblick verlieren. Also, eine Bank kann mit nichts anderem aufwarten als mit Vertrauenswürdigkeit. Mal abgesehen von Übernahmen und Fusionen, aber woran will man als Nicht-Banker die einzelnen Tageskurse von Banken eigentlich festmachen ? Ok, es gibt Quartals- und Halbjahresergebnisse, aber sind die für einen dazwischenliegenden Tageskurs bestimmend ? Beim produzierenden Gewerbe hat man als tägliche Grundlage wenigstens die Rohstoffpreise oder die den Export beeinflussenden Devisenkurse.
Da also das Bankgeschäft nicht wirklich greifbar ist, sind Banktitel an der Börse auch (und im Moment sowieso) besonders empfindlich. FAZIT: Bankaktien sind entweder was für ganz mutige und ausgefuchste Intraday-Zocker (siehe gestern Hypo Real Estate) oder besser noch für geduldige Langfristler.
Ich hoffe auch auf Eure Meinung. Danke !
Shary