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#89047 "Die Unabhängigkeit von russischem Gas könne aber nur "durch einen nationalen Kraftakt erreicht werden"
Die Kosten der Entglobalisierung: Die Kosten dieser Politik sind Inflation, egal wie sich die Krise entwickelt, da das Streben nach wirtschaftlicher Autarkie für strategische Zwecke die Aufrechterhaltung teurerer, aber sichererer Lieferketten gegenüber dem kostengünstigeren komparativen Vorteilsmodell begünstigt, das die Globalisierung verfolgt. Europa muss neue Energiequellen beschaffen und aufbauen, um die Lieferketten zu diversifizieren. Russland sucht bereits nach neuen Kapitalquellen, insbesondere aus China, und wird dies auch weiterhin tun. Wenn die 1920er bis 1970er Jahre als Anhaltspunkt dienen, stehen diese Verschiebungen – und ihre inflationären Auswirkungen – gerade erst am Anfang (Jeffrey Currie, Global Head of Commodities Research Goldman Sachs)
www.goldmansachs.com/insights/pages/...russia-risk/report.pdfUnd was den "Knopf drücken" anbelangt, das wirtschaftliche Äquivalent eines Atomkriegs mit "gegenseitig zugesicherter Zerstörung" ist nun China. Letzte Woche am 22.4. hat sich die chinesische Führung mit den Führungen der Banken und Zentralbank zu einer Krisensitzung getroffen, um die Möglichkeiten zum Schutz vor dem Einfrieren der Vermögenswerten und Zentralbankgelder durch US-Sanktionen zu diskutiert, um zu verhindern was Russland passsiert ist. Es geht hier um 3,2 Billionen US-Dollar Devisenreserven davon über 1 Billion US-Dollar in US-Staatsanleihen. Unter anderem als eine vorgeschlagene Maßnahme steht nun der Verkauf aller Deviseneinnahmen durch Exporteure im Raum, ähnlich wie es Russland macht.
Auch für uns Sparer und Investoren ist das Vertrauen arg erschüttert und es lassen sich zwei übergeordnete und sehr wichtige Erkenntnisse aus diesen erschreckenden Fall der ADR Sanktionen gegen private Anleger jetzt schon mal ganz einfach ableiten:
1. Was heute mit den ADRs passiert ist, kann jederzeit per Knopfdruck über Nacht in einem rein digitalen Geldmarktsystem wiederholt werden und wird wiederholt werden, jetzt wo die Politik gesehen hat, wie gut das funktioniert. Das war sozusagen der Test und die Blaupause für den großen Reset 2.0. Lass mal diese sich abzeichnende Krise bei diesen schier unvorstellbaren Schuldenbergen kommen... Noch versucht man es schleichend per kalter Enteignung der galoppierenden Inflation und hofft, dass der Bürger diesen größten Raubzug der Geschichte nicht bemerkt und wie der Frosch im langsam immer heißer erhitzen Wasser einfach ruhig bleibt. Wenn das aber nicht mehr hilft, dann heißt es Knopfdruck und die Schulden sind weg, zusammen mit dem Sparvermögen der Bürger.
2. Das Rechtssystem ist nichts mehr wert und bietet keinerlei Schutz mehr, da das Gesetz mit dieser neuen Sanktionspolitik einfach jederzeit per "Notstandsmachtergreifung" durch die Politik ausgehebelt wird. Selbst die wichtigsten und grundlegendste Vertrags- und Eigentumsrechte, werden da einfach mit Sanktionen angegriffen und ad absurdum geführt.