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Gazprom 903276

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Gazprom ADR 6,2175 € -0,08% Perf. seit Threadbeginn:   -68,81%
 
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

X-Day rückt näher? (cont.)

 
23.03.21 13:11
@Lucky79: >Da bahnt sich was an....
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/...eQKoz?ocid=msedgdhp

Ja, es wird wohl nun Ernst gemacht? Ausländische Investoren strömen zum Ausgang und verkaufen die Bundeskreditanleihen und Schuldtitel. RGBI-Index auf Jahrestief, auf dem Interbanken-Geldmarkt explodieren die Zinsen, 3-Monats-MosPrime-Zinssatz steigt stark an, Interbank-Kreditekosten steigen stark, Long-Devisenswaps steigen. Und das Finanzministerium will laut den ausgearbeiteten Änderungsentwürfe zum Haushaltskodex die Gelder des Nationalen Wohlstandsfonds (NWF) als zwischenstaatlichen Darlehen verleihen, wohl um sie noch schnell in Sicherheit zu bringen, damit sie vor den Risiken der Sperrung oder Beschlagnahme russischer Vermögenswerte in ausländischen Gerichtsbarkeiten geschützt sind. Nach Angaben des Finanzministeriums verfügte der NWF zum 1. März über 182,06 Milliarden US-Dollar . Ein Fünftel wurde jetzt in japanischen Yen (5%) und chinesischen Yuan (15%) investiert und die Anteile von Dollar und Euro um weitere 10% gesenkt.
https://www.ariva.de/forum/...om-903276-312389?page=2367#jumppos59176
Gazprom 903276 raider7
raider7:

Und so weit ich mich errinnere

 
23.03.21 13:47
Wurden immer bei solchen Abgängen wie jetzt immer viele Anleger rausgespüllt aus der Aktie

Denn alle waren immer zu gierig.


Mal sehen wie es diesmal geht.

Gazprom 903276 raider7
raider7:

Hi sousSherpa

3
23.03.21 14:01
Denke mir dass Gazprom nun weiter nach oben gehen wird denn wenn Russland sich vom Westen abkoppeln wird dürften dann alle Sanktionen Null Wert haben..

Das dürfte sich positiv auf die Aktie auswirken.

Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#59154

Gazprom 903276 leslie007
leslie007:

Seltsame Zufälle..

2
23.03.21 14:44
Beinahe zeitgleich haben die Chemiekonzerne BASF (Ludwigshafen) und Evonik (Essen) Force Majeure für eine Reihe von Weichmachern erklärt. Die Ausfälle bringen damit zumindest teilweise auch einen Markt in die Bredouille, der bislang zwar wegen fehlender Importe vor allem aus den USA etwas angespannt, aber sonst durchaus ausreichend versorgt erschien. Beide Unternehmen können zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, wann die Materialien wieder uneingeschränkt verfügbar sein werden.

Bei BASF ist der Ausfall die Folge eines kleineren Brandes in der Ludwigshafener Anlage für Oxogas, Wasserstoff und Kohlenmonoxid Anfang März. Im Evonik-Werk Marl gab es am 15. März 2021 eine Störung im Pipelinesystem zwischen den Produktionsteilen für Oxo-Alkohole und Weichmacher.

www.kunststoffweb.de/branchen-news/...n_force_majeure_t247262
Gazprom 903276 meingott
meingott:

Hmm

 
23.03.21 14:44
"""Wurden immer bei solchen Abgängen wie jetzt immer viele Anleger rausgespüllt aus der Aktie

Denn alle waren immer zu gierig.""
--------------------------------

Also die gierigen, die in der Aktie bleiben werden raus "gespüllt" und die ängstlichen , die SL gesetzt haben bleiben drinnen.

Deine Postings machen genauso viel Sinn, wie in der Nase nach Öl zu bohren raider..bei dir gehst wirklich nur drum, irgendetwas zu schreiben, um sich ein bisschen wichtig zu machen
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Import Substitution Policy (cont.)

 
23.03.21 14:52
Gazprom Umstieg auf russische Software und Ausrüstung:  Der Leiter von Gazprom schätzte den Übergang des Unternehmens zu russischer Software auf 180 Milliarden Euro
...ranslate.goog/business/23/03/2021/605887c89a79476b5398b6ab
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Korrektur: ISI Policy - Softwareumstieg

 
23.03.21 14:56
Korrektur: 180 Milliarden Rubel (nicht Euro - Übersetzungsfehler)
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Gazprom 903276 leslie007
leslie007:

Gasanlagen bekommen doch noch grünes Finanzlabel..

3
23.03.21 15:12
Die Europäische Union plant, einige Gaskraftwerke als nachhaltige Investitionen zu kennzeichnen, nachdem ein erster Vorschlag, ihnen ein grünes Etikett zu verweigern, einer Gegenreaktion einer Gruppe von 10 EU-Mitgliedstaaten ausgesetzt war.

Der neue Vorschlag der Europäischen Kommission, der am Samstag mit den EU-Ländern geteilt wurde, würde gasbetriebene Anlagen, die Strom plus Heizung oder Kühlung erzeugen, als umweltfreundliche Investition einstufen, wenn strenge Emissionsbedingungen erfüllt sind und sie bis 2025 in Betrieb sind.

Ziel der EU ist es, mehr Kapital in umweltfreundliche Projekte zu lenken, um ihren Plan zur raschen Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die den Klimawandel verursachen, umzusetzen.

Nach dem Planentwurf können Gasanlagen, die Strom erzeugen und gleichzeitig heizen oder kühlen, als umweltfreundliche Investition eingestuft werden, wenn sie eine Anlage mit hohen Emissionen aus fossilen Brennstoffen ersetzen und die Treibhausgasemissionen um mindestens 50% senken Kilowattstunde (kWh) erzeugter Energie.

Die Gasanlage muss bis 2025 in Betrieb sein, das Potenzial haben, künftig kohlenstoffarme Brennstoffe zu verwenden, und nicht mehr als 270 Gramm CO2-Äquivalent pro kWh Energie ausstoßen.

Für Anlagen, die nur Strom produzieren oder die auch Heizung oder Kühlung liefern, aber keine umweltschädlichere Anlage ersetzen, hielt die Kommission an ihrem Plan fest, das Green Label auf Anlagen mit Lebenszyklusemissionen unter 100 g CO2-Äquivalent pro kWh zu beschränken zum Entwurf des Dokuments.

www.euractiv.com/section/...e-label-under-certain-conditions/

Gazprom 903276 Adel.verpflichtet
Adel.verpflicht.:

@sous

 
23.03.21 15:16
wollte grade schon schreiben, 180mrd euro/Dollar wären etwas arg heftig :D
Gazprom 903276 DivAkt
DivAkt:

Gazprom und der Rubel

3
23.03.21 15:59
Natürlich reagiert Gazprom auf den Rubelkurs, allerdings sehe ich das langfristig nicht als wirklich relevant. Als Exporteur von Energie wird Gazprom eher in Dollar bezahlt und nicht in Rubel. Somit sinken bei einem fallenden Rubel die Kosten der Förderung, die Verkaufspreise sind aber davon nicht unbedingt betroffen.

Für meinen teil werde ich die aktuelle schwäche eher zum Nachkauf nutzen, da die Rendite und auch die Aussichten eher gut, wenn auch nicht ohne Risiko sind. Als Dividendentitel ist Gazprom interessant und Russland wird allein aus Image Gründen auch weiterhin auf eine gute Rendite für Anleger aus sein.

Aber wie fast bei jedem Wert der nicht gerade "hip" ist - es braucht einen langen Atem. ;-)  
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Maas spricht ja gerade mit Blinken über NS2

6
23.03.21 16:21
Europas UGS-Anlagen werden im Sommer viel russisches Gas benötigen
...72j47wydgjy--teknoblog-ru.translate.goog/2021/03/23/110925

Holland kommuniziert heimlich mit Russland über das Nord Stream-2-Projekt: Es stellt sich heraus, dass die Niederlande Nord Stream 2 brauchen
...72j47wydgjy--teknoblog-ru.translate.goog/2021/03/23/110919

Und zur Erinnerung: selbst Dänemark braucht das russische Gas: Germany and Denmark Sign Groundbreaking Gas Supply Agreement
www.pipeline-journal.net/news/...reaking-gas-supply-agreement
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Bedeutung des Heimatmarktes für die Einnahmen

3
23.03.21 16:59
@DivAkt: > Als Exporteur von Energie wird Gazprom eher in Dollar bezahlt und nicht in Rubel

Wie letzte Corna Jahr und der starke Einbruch der Gaspreise gezeigt hat, ist der Heimatmarkt auch wichtig. Teilweise gab es sogar die Situation, dass die regulierten Preise in Rubel im Heimatmarkt höher waren, als die Exportpreise. Teil der Diversifizierungsstrategie ist ja auch den Heimatmarkt stark im Gasifizierungsprogramm auszubauen.
agzdedamds5bdhu35w4p5uy77q--gazprommap-ru.translate.goog/

Allerdings muss man auch endlich die Zahlungsdisziplin der Verbraucher erhöhen - siehe Stand Anfang 2020: www.gazprom.com/press/news/2020/february/article500195/

Dazu Gazprom Mezhregiongaz Sergey Gustov am Anfange diesen Jahres 2021: ...g-gazprom-ru.translate.goog/press/about-company/2020/12/9/

Heute dazu ja der Tagesordnung 2.3.1. auf der Verwaltungsratsitzung heute, zur "Stärkung der Zahlungsdisziplin bei der Lieferung von Erdgas auf dem Inlandsmarkt und zu Maßnahmen zur Tilgung der Schulden für das gelieferte Gas, einschließlich der Interaktion mit den Behörden, um die derzeitige Gesetzgebung in Bezug auf Zahlungen für Gas zu verbessern."
Gazprom 903276 DocMaxiFritz
DocMaxiFritz:

Rekord = nichts Neues für GP

2
23.03.21 18:34
Ein Rekord über die Nutzung von unterirdischen Gasspeichern in Russland wurde gebrochen
22. März 2021, 12:00 Uhr
AUFMERKSAM
Gas
Foto von Polskie LNG

Vom Beginn der Herbst-Winter-Saison bis zum 18. März wurden in Russland 57,4 Milliarden Kubikmeter aus unterirdischen Gasspeichern gepumpt. Gas. Dies ist ein historischer Rekord für die Verwendung von Gas von Gazprom.


Der kalte Winter beeinflusst den Rekordgasverbrauch in Russland
Gazprom trat mit Reserven von 72,3 Milliarden Kubikmetern in die Herbst-Winter-Saison 2020/2021 ein. Gas. Aufgrund des kalten Winters wurde ein Rekordverbrauch an Gas aus den Lagern verzeichnet. Der letzte derartige Rekord wurde in der Saison 2007/2008 aufgestellt, als über 50 Milliarden Kubikmeter aus Lagern gepumpt wurden. Gas. Der Eigentümer der Gasspeicher, die Firma Gazprom PChG (Podziemnoje Chraniliszcze Gaza), betont jedoch, dass das Gas ständig aus den Tanks gepumpt wird, was bedeutet, dass die Aufzeichnung noch strenger wird.

Während des Spitzenbedarfs an Gas wurden tagsüber 676 Millionen Kubikmeter aus dem Lager gepumpt. Gas.

Das Unternehmen verfügt über 23 Gasspeicher in 27 geologischen Strukturen. 17 davon sind erschöpfte Gasvorkommen, acht befinden sich in unterirdischen Grundwasserleitern und zwei in Höhlen in Steinsalzminen.

Gazprom PChG / Mariusz Marszałkowski

Gazprom 903276 DocMaxiFritz
DocMaxiFritz:

Polnische Kernkraft - NEIN danke!

2
23.03.21 18:35
akóbik: Wenn Deutschland das Kernkraftwerk blockiert, kann Polen eine Untersuchungskommission für den Fall Nord Stream 2 einsetzen
23. März 2021, 07:31
ATOM
Das Europäische Parlament Die Europäische Union
Foto des Europäischen Parlaments: CC-BY-4.0: © Europäische Union 2019 - Quelle: EP

Wenn Deutschland tatsächlich versucht, das Kernkraftwerk in Polen zu blockieren, könnte dies zur Einrichtung eines Untersuchungsausschusses des Europäischen Parlaments führen, der die Lieferungen über Nord Stream 2 verzögert, sofern die US-Sanktionen dies nicht stoppen, schreibt Wojciech Jakóbik. Chefredakteur von BiznesAlert.pl.

Denuklearisierung
Die Deutschen ergriffen die Initiative, um Europa zu denuklearisieren. Sie wollen, dass die Kernenergie nicht nur in ihrem Land abgeschaltet wird, das sie bis Ende 2022, sondern in der gesamten Europäischen Union stilllegen will. Sie zielen auf das Finanzmodell ab, weil sie sich gegen die Finanzierung von Nuklearprojekten aus EU-Mitteln und nationalen Unterstützungsmechanismen aussprechen. Auf diese Weise können sie auf den Plan Polens verweisen, der die Kernenergie zur Hälfte aus inländischen Mitteln finanzieren will, und es wird eine Form staatlicher Beihilfen sein, die wahrscheinlich von der Europäischen Kommission kontrolliert wird, auf die Deutschland möglicherweise wünscht Einfluss gewinnen. Ein weiterer Handlungsspielraum sind die Umweltgenehmigungen nach Auswahl des Standortes des Kernkraftwerks in Polen.

In der Debatte zu diesem Thema gab es ein Argument dafür, dass Deutschland von dem Solidaritätsprinzip profitieren könnte, das der Gerichtshof der Europäischen Union im Streit um OPAL, einen Zweig von Nord Stream in Deutschland, auf ein rechtliches Niveau gebracht hat. Gazprom wollte mehr Gas durch diese Niederlassung pumpen, und die Europäische Kommission erlaubte dies. Ihre Entscheidung wurde von den Polen vor Gericht in Frage gestellt und vom Gerichtshof auf der Grundlage des Solidaritätsprinzips angefochten, wonach keine Entscheidung der Kommission die Interessen einzelner Mitgliedstaaten beeinträchtigen darf. Daher die Schlussfolgerung, dass die Deutschen das Solidaritätsprinzip nutzen könnten, um das polnische Atomkraftprogramm in Frage zu stellen, da die Entwicklung des Kernkraftwerks ihrer Meinung nach im Widerspruch zu ihren Interessen steht. Es ist hervorzuheben, dass die Konsultationen der PPEJ,
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Ergänzung: Bedeutung des Heimatmarktes für Gazprom

2
23.03.21 18:39
Ergänzung zu: ...g-gazprom-ru.translate.goog/press/about-company/2020/12/9/
Das man das extrem wichtige Problem der Zölle in den Regionen endlich gelöst hat, ist sehr gut, auch in Hinblick auf den schon sehr bald kommenden gemeinsamen Gasmarkt der EAEU. Auch das  angesprochenen Energieeinsparungspotential aus dem beschlossenen Modernisierungsprogramm als Teil der Gasifizierung ist natürlich enorm. Neue Kesselhäuser, neue Kraftwerke, deren Wirkungsgrad von 37% auf 53% gestiegen ist - das sind kolossale Mengen an eingespartem Gas und Kosten!

Hier noch ergänzende Hintergrundinfos zu den regulierten Gaspreisen im russischen Heimatmarkt in Kapitel 10.6. (sowie viele weitere Infos zum russischen Öl und Gas Markt):
trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2020/october/tradoc_158997.pdf
Gazprom 903276 DocMaxiFritz
DocMaxiFritz:

Sanktionen sind dazu da,

2
23.03.21 18:39
um diese möglichst zu umgehen!


"Mittelsmänner und Briefkastenfirmen
Nord Stream 2: Russlands Tricks gegen US-Sanktionen
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Nord Stream 2: Russlands Tricks gegen US-Sanktionen
Gazprom FlotteNord Stream 2: Russlands Tricks gegen US-Sanktionen
Dienstag, 23.03.2021, 17:51
Der Bau der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 soll weitergehen: Der russische Rohrleger "Akademik Cherskiy" wird mit neuester Technik aus der EU die Pipeline fertigstellen. Um sich an US-Sanktionen vorbeizumogeln, tricksen russische Unternehmen mit Lieferungen aus Europa.

"Jede Pipeline-Ausrüstung hat ihre Geschichte", so der Slogan auf der Internet-Seite der italienischen Firma Nuova Patavium. Dieses Motto trifft besonders auf die Ausrüstung der kleinen Firma aus einem Vorort von Padua zu, mit der kürzlich das russische Verlegungsschiff "Akademik Cherskiy" ausgestattet wurde. Eine Geschichte wie ein Wirtschaftskrimi.

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Zu Anfangszeiten der Pandemie galt Deutschland wegen seiner Corona-Politik noch als Vorbild für andere Länder. Nach Impfdebakel, steigenden Zahlen und Endlos-Lockdown herrscht im Ausland Verwunderung und Häme. China sieht Deutschland sogar als Warnung: Corona: Masken, Impfen, Tests - Was ist los, Deutschland?
Ausrüstung für "Akademik Cherskiy"
Wenn Ende März der russische Rohrleger mit dem Namen ″Akademik Cherskiy″ seine Arbeit unweit von Rügen aufnimmt, steht das Schiff international im Fokus. Der Auftrag ist die Fertigstellung von Nord Stream 2, des zweiten Strangs der geopolitisch wohl umstrittensten Gaspipeline der Welt.

Mit an Bord von "Cherskiy", zeigen DW-Recherchen - modernste Technik für Präzisions-Rohrbearbeitung von Nuova Patavium. Dies ist bemerkenswert, schließlich drohen jedem, der sich am Bau von Nord Stream-2 beteiligt, schmerzhafte US-Sanktionen. Gemäß dem US-amerikanischen Akt zur Abwehr russischen Einflusses in Europa und Asien, soll das Weiße Haus Unternehmen und Personen mit Sanktionen belegen, die Waren und Dienstleistungen für den Bau von Nord Stream 2 zur Verfügung stellen. Betroffen sind alle Lieferungen im Wert ab einer Million US-Dollar beziehungsweise fünf Millionen innerhalb eines Jahres.

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Angesichts drohender Strafmaßnahmen Washingtons musste bereits Ende 2019 die Schweizer Firma Allseas ihren Rohrleger aus dem Projekt abziehen. "Cherskiy" begab sich Anfang 2020 auf die lange Reise aus dem Pazifik, um einzuspringen. Das Problem war: Dem russischen Rohrleger fehlten große Teile der Ausrüstung. Wie schafften es die Russen, das Schiff trotz US-Sanktionen nachzurüsten?

Antworten liefern von der DW ausgewertete russische Zollunterlagen, die über die Datenbank ImportGenius abrufbar sind. Zwischen August und September 2020 lieferte die Eigentümerin von "Cherskiy" - die Firma STIF, eine kleine russische Regionaltochter von "Gazprom" - Ausrüstung aus Italien und den Niederlanden für den Rohrverleger im Wert von circa zehn Millionen Euro. Lieferort: Hafen von Mukran auf Rügen - der Stützpunk des Baus von Nord Stream 2.

Lesen Sie alle wichtigen Informationen zum Bau von Nord Stream 2
Tricks im Schatten der Weltpolitik
Allein am 12. September gingen von Russland nach Deutschland, so die Zollunterlagen, Rohrbearbeitungsanlagen mit hydraulischen Antrieben von Nuova Patavium zum Preis von 1,1 Millionen US-Dollar. Eine für US-Behörden durchaus sanktionsrelevante Summe. Doch nach Russland, so die Daten des russischen Zolls, kam diese Ausrüstung zuvor in zwei Einzellieferungen mit mehreren Monaten Abstand. Ausgewiesener Preis: weniger als 200.000 US-Dollar pro Lieferung. Die Nachfrage der DW nach dem Grund für diesen Preisunterschied ließen die Italiener unbeantwortet.

Ab Juli 2020, als die US-Sanktionen verschärft und präzisiert wurden, werden die Lieferketten noch unübersichtlicher. Seitdem hat die italienische Firma auf dem Papier mit der Eigentümerin von "Cherskiy" keine Geschäfte mehr. Der neue Abnehmer der Ausrüstung ist die Firma "Sistema SPB". Das Unternehmen aus Sankt-Petersburg mit ihren lediglich drei Mitarbeitern gibt Rätsel auf. Sie ist innerhalb weniger Jahre mehrmals umgezogen, änderte immer wieder ihr Geschäftsfeld und sogar die Nummer im Firmenregister. Aus einigen wenigen Spuren von "Sistema SPB" kann man sich keinen Reim machen. Aus amtlichen Quellen ist lediglich bekannt, dass sie eine staatliche Lizenz für Installation von Feuermeldern in Gebäuden hat sowie unbezahlte Schulden beim Verband der Erdöl- und Erdgaserkunden.

Neben Nuova Patavium, so die Datenbank des russischen Zolls, kauft die Briefkastenfirma aus Sankt-Petersburg Ausrüstung für den Rohrleger "Akademik Cherskiy" bei einer weiteren Firma aus Italien - Opus S.R.L. Diese lieferte beispielsweise am 25. August 2020 pneumatische Schweißköpfe mit automatischer Positionierung an die russische "Sistema SPB". Zwei Wochen später ging die Ausrüstung weiter in den Hafen von Mukran, und zwar als Eigentum der "Gazprom"-Tochter STIF. Auffällig: Beim Reexport aus Russland nach Deutschland kostete die italienische Ausrüstung bereits 1,2 Millionen US-Dollar - zehnmal mehr, als bei der Ausfuhr aus Italien dem Zoll gemeldet wurden. Auch Opus S.R.L. reagiert auf Anfrage nicht.

Coronavirus-Impfung im Ticker - Vertreter der Bundesregierung wirft USA Blockaden bei Impfstoff-Produktion vor
Niederländer wissen von nichts
Überrascht zeigt sich stattdessen der Hersteller Vermaat Technics B.V. aus den Niederlanden. Dessen modernes computergesteuertes Orbital-Schweißgerät Veraweld Torch System D. wurde, belegen russische Zollunterlagen, von der Gazprom-Tochter STIF für die "Akademik Cherskiy" nach Mukran geliefert. "Wir wissen nicht, was an Bord von "Akademik Cherskiy" passiert", so die Firma in ihrer schriftlichen Stellungnahme - "wir haben keine Ausrüstung geliefert, um Nord Stream 2 fertigzustellen". Mit US-Sanktionen rechnen die Niederländer deshalb nicht.

Auf dem Papier hatte Vermaat Technics keine Geschäfte mit STIF. Die Schweißgeräte wurden nicht an die Gazprom-Tochter geliefert, sondern an die russische "Vermaat Service". "Vermaat Service" ist keine Tochter von uns", betonen die Niederländer. Lieferten sie bis Juli 2020 noch direkt an "Vermaat Service", so haben sie seit der Verschärfung der US-Sanktionen formell überhaupt keine Geschäfte mehr mit Russland.

Stattdessen übernahm die Firma BHS International B.V. weitere Lieferungen. Von dieser Firma gibt es nur einen Briefkasten in einem Dorf in Südostholland und eine nicht funktionierende Internetseite. Die Internetdomäne der Seite ist auf eine russische Firma registriert. Diese Firma hat den gleichen Gesellschafter wie die russische "Vermaat Service". "Wir wissen nichts davon, dass unsere Technik aus Russland nach Deutschland weitergeleitet wurde", so Vermaat Technics. Insgesamt bekam "Akademik Cherskiy" Ausrüstung aus den Niederlanden im Wert von knapp fünf Millionen US-Dollar.

"Das schützt nicht vor Sanktionen"
Umwege und Mittelsmänner, Briefkastenfirmen und Widersprüche bei Preisangaben - sind die Amerikaner so einfach hinters Licht zu führen? Dem widerspricht der langjährige US-Diplomat Daniel Fried. "Scheinfirmen in die Lieferketten zwischenzuschalten - das hilft nichts. Das ist trotzdem ein Verstoß. Das ist riskant und schützt nicht vor Sanktionen", so Fried im Gespräch mit der DW. Von 2014 bis 2017 war er Koordinator für Russland-Sanktionen im US State Department. Dass die Europäer nun tatsächlich von den USA mit Sanktionen belegt werden, steht aber keineswegs fest. Es gilt für Washington politische Risiken abzuwägen, so der Ex-Diplomat. "Sanktionen sind teuer. Auf jegliche Sanktionen können Gegensanktionen folgen", gibt Daniel Fried zu bedenken.

Nikos Tsafos von Zentrum für strategische und internationale Studien in Washington glaubt nicht, dass europäische Firmen etwas zu befürchten haben. "Die USA sind nicht bereit, alles Erdenkliche zu tun, um Nord Stream 2 zu stoppen. Ich glaube, es gibt eine rote Linie für Washington. Es geht darum, das Verhältnis zu Europa nicht zu stark zu belasten", analysiert Tsafos. Allen Sanktionsdrohungen zum trotz glaubt der Experte, dass in Washington ein Auge zugedrückt wird, um den Bogen mit Europa nicht zu überspannen und Raum für einen Kompromiss zu lassen.

Viel Zeit für einen solchen Kompromiss rund um Nord Stream 2 bleibt den Beteiligten nicht. Bis September soll "Akademik Cherskiy" mit der Verlegung fertig werden. Dank der Nachrüstung mit modernster europäischer Technik kann der russische Rohrleger doppelt so schnell verlegen wie das kleinere Schiff "Fortuna", das bisher südlich der dänischen Insel Bornholm am Werk ist.

Autor: Eugen Theise"
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Sanktionsmafia (cont.)

6
23.03.21 19:07
Nur um es klar zu sagen: Wir sprechen hier von illegalen, völkerrechtswidrigen, extraterritorialien und damit völlig undemokratischen Sanktionsangriffen einer feindlichen Nation und deren, von uns nicht gewählten Politiker, die gezielt einem europäischen Unternehmen, der Nord Stream 2 AG, großen Schaden zu fügen und ein wirschaftliches Energieprojekt zwischen der EU und Russland zu Fall bringen wollen.

Und weil Maas heute und morgen mit Blinken diese Erpressungen der Sanktionsmafia und deren Forderungen auch noch bespricht und Merkel ja schon wieder die Spendierhosen auf Kosten der deutschen Steuerzahler bezüglich der Ukraine an hat, hier das erschreckende Fazit  des Energy Transparency Index 2020: "Georgien, Moldawien und die Ukraine weisen eine mittlere oder unzureichende Transparenz ihrer Energiesektoren auf und sehr großen Raum für Verbesserungen"
https://www.moldova.org/en/wp-content/uploads/...21/03/categories.jpg
https://www.watchdog.md/wp-content/uploads/2021/...020_compressed.pdf
Auf dieser desolaten und völlig intransparenten Basis sollen also nun deutsche Steuergelder verpulvert werden? Hier könnte man jetzt noch weit ausholen, bezüglich der Korropution, Reverse-Flow Tricks etc., aber das würde ausufern und wurde hier im Forum ja schon öfter besprochen.
Gazprom 903276 Didlmaus
Didlmaus:

@ DocMaxiFritz

2
23.03.21 19:17
Als ich all die interessanten Geschichten las, wie die Sanktionen abgewehrt werden sollen, dachte ich: Mit diesem Material müssen die Wühlmäuse der Amis nicht mehr viel recherchieren. Du nimmst ihnen die Mühe ab. :-)

Gazprom 903276 Didlmaus
Didlmaus:

In Stuttgart...

 
23.03.21 19:24

kostet die ADR nur noch 4,87 EUR. An der MOEX  wird die Aktie z. Zt. mit 222,5 RUB gehandelt. Das sind umgerechnet 5.00 EUR.

Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr.

Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Die Welt wächst zusammen (cont.)

3
23.03.21 19:36
Putin und Xi werden eine gemeinsame Anwort auf Biden gegeben
tass.com/pressreview/1269137
Stichwort: Freihandelsabkommen und Abkopplung des gemeinsamens Handels vom Dollar mit neuen Seidenstraßen, für die Gazprom, die dafür notwendige saubere Gasenergie liefert und die Basis für die gesamte Petro-Chemie Produktionskette schafft (Amur), Militärabkommen zwischen Russland/Eurasien und China/Asien,  Abtrennung von SWIFT, ...
Letztendlich werden die Sanktionen also genau das Gegenteil der Zielder USA erreichen: Die Welt wächst dadurch noch schneller zusammen und das entweder mit oder ohne die EU und Deutschland. Die Wahl liegt ganz bei uns.  
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Eine neue Weltordnung entsteht

3
23.03.21 19:58
China ready to protect world order based on international law together with Russia: Moscow and Beijing should act as guarantors of justice in international affairs...to promote the international system established by the United Nations, protect the world order based on international law, and abide by universal values such as peace, development, justice, democracy, equality and freedom
tass.com/world/1269151

Bezogen auf Gazprom sitzen wir Value Investoren als Eigentümer auf unermesslichen Gasschätzen und völlig unterbewerteten Buchwerten, wie der wertvollen Gastransportinfrastruktur von Gazprom, mit seiner einzigartigen Lage innerhalb dieser aufstrebenden Weltordnung. Substanz und Potential ist also reichlich da, es darf uns nur nicht geraubt werden.
Gazprom 903276 Hucki_1
Hucki_1:

US-Außenminister will Nord Stream 2 stoppen

 
23.03.21 20:09
youtu.be/YhSg57QnZTY
Gazprom 903276 SousSherpa
SousSherpa:

Sila Sibiri Wartungszeiten

 
23.03.21 20:44
Gazprom to stop Power of Siberia pipeline for maintenance on April 1-7
tass.com/economy/1269405
Gazprom 903276 phönix555
phönix555:

+++ Putin erhält erste Spritze gegen Corona +++

 
23.03.21 20:57
www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/...4172-b233-7bc90f45069c

20.30 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Kremlangaben gegen das Coronavirus impfen lassen – sich dabei aber anders als viele andere Staatschefs nicht filmen lassen. Der Kremlchef fühle sich nach der ersten von zwei nötigen Injektionen gut, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Dienstagabend der Staatsagentur Tass zufolge. Am Mittwoch stehe für den Präsidenten »ein vollwertiger Arbeitstag« an.
....
Die Impfung Putins ist ein breit diskutiertes Thema in Russland. Erst hatte er gezögert, dann erklärt, Sputnik V sei nicht für sein Alter – er ist 68 Jahre alt – freigegeben. Danach wurde das Präparat zugelassen für über 60-Jährige, dann hieß es, die Spritze passe nicht in Putins »Impfplan«. Am Montag kündigte er dann überraschend an, sich am Dienstag impfen zu lassen. Der Termin sollte am Abend sein.

In Russland sind immer noch vergleichsweise wenige Menschen geimpft. Nach offiziellen Angaben sind erst 4,3 Millionen Menschen komplett versorgt mit beiden notwendigen Spritzen – das sind knapp drei Prozent der Bevölkerung des Riesenreichs.

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