Frühjahrsputz am Neuen Markt: Über Ostern werden sechs erfolglose Unternehmen das Wachstumssegment verlassen. In den Geregelten Markt wechseln: SER Systems, Abacho, Heyde, Elsa, Carrier 1 und buch.de. Alle Ausstiege erfolgen freiwillig, bei Carrier 1 und Elsa drohte aber wegen der Zahlungsunfähigkeit, bei den anderen Vertretern wegen des niedrigen Börsenkurses ein Rauswurf durch die Deutsche Börse.
Seit Jahresbeginn erhöht sich damit die Zahl der Delistings vom Neuen Markt auf 17. Letzter - unfreiwilliger - Aussteiger war die insolvente Lobster AG, die ab dem heutigen Donnerstag nur noch im Geregelten Markt gehandelt wird.
Mit dem "Massenexodus" seit Jahresbeginn ist die Bereinigung des Neuen Markts aber noch lange nicht abgeschlossen. Erst gestern hat die Deutsche Börse angekündigt, mit Ablauf des 27.04. sechs Firmen aus dem Marktsegment zu verbannen und damit erstmals die umstrittenen Penny-Stock-Regeln anzuwenden (ausführlicher Bericht). Allerdings steht noch eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt aus, die der Börse einen Strich durch die Rechnung machen und den Verbleib der "Pfennigaktien" am Neuen Markt vorübergehend sichern könnte.
Vielzahl von Firmen fehlt die Börsenreife
Unabhängig von dem Gerichtsurteil wird die Bereinigung am Neuen Markt aber weiter gehen. Analysten sprechen noch immer einer Vielzahl der vermeintlichen Wachstumswerte die Börsenreife ab. Einige Experten rechnen damit, dass bis Jahresende 2002 von den derzeit notierten 315 Neuer Markt-Werten nur rund 250 übrig bleiben.
Während einigen Gesellschaften einfach das Geld für die Aufrechterhaltung der Notierung ausgeht, verschwinden andere durch eine Fusion oder Übernahme (so etwa Concept ab dem 12.04.). Vorstände kleinerer Firmen scheuen die Kosten für die Notiz am Wachstumssegment, da die Aktien ihres Unternehmens ohnehin kaum noch Beachtung finden, und wechseln freiwillig. So haben am Donnerstag mit Cinemedia [ Kurs/Chart ] und UBAG [ Kurs/Chart ] zwei weitere Firmen ihren Rückzug aus dem Neuen Markt angekündigt.
Dem Neuen Markt, dessen Image nach zahlreichen Skandalen stark malträtiert ist, kann die Bereinigung nur gut tun. Denn mit den erfolglosen Firmen verschinden auch deren Negativnachrichten, die den Ruf des Wachstumssegments so stark beschädigt haben.
© 28.03.2002 www.stock-world.de
Seit Jahresbeginn erhöht sich damit die Zahl der Delistings vom Neuen Markt auf 17. Letzter - unfreiwilliger - Aussteiger war die insolvente Lobster AG, die ab dem heutigen Donnerstag nur noch im Geregelten Markt gehandelt wird.
Mit dem "Massenexodus" seit Jahresbeginn ist die Bereinigung des Neuen Markts aber noch lange nicht abgeschlossen. Erst gestern hat die Deutsche Börse angekündigt, mit Ablauf des 27.04. sechs Firmen aus dem Marktsegment zu verbannen und damit erstmals die umstrittenen Penny-Stock-Regeln anzuwenden (ausführlicher Bericht). Allerdings steht noch eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt aus, die der Börse einen Strich durch die Rechnung machen und den Verbleib der "Pfennigaktien" am Neuen Markt vorübergehend sichern könnte.
Vielzahl von Firmen fehlt die Börsenreife
Unabhängig von dem Gerichtsurteil wird die Bereinigung am Neuen Markt aber weiter gehen. Analysten sprechen noch immer einer Vielzahl der vermeintlichen Wachstumswerte die Börsenreife ab. Einige Experten rechnen damit, dass bis Jahresende 2002 von den derzeit notierten 315 Neuer Markt-Werten nur rund 250 übrig bleiben.
Während einigen Gesellschaften einfach das Geld für die Aufrechterhaltung der Notierung ausgeht, verschwinden andere durch eine Fusion oder Übernahme (so etwa Concept ab dem 12.04.). Vorstände kleinerer Firmen scheuen die Kosten für die Notiz am Wachstumssegment, da die Aktien ihres Unternehmens ohnehin kaum noch Beachtung finden, und wechseln freiwillig. So haben am Donnerstag mit Cinemedia [ Kurs/Chart ] und UBAG [ Kurs/Chart ] zwei weitere Firmen ihren Rückzug aus dem Neuen Markt angekündigt.
Dem Neuen Markt, dessen Image nach zahlreichen Skandalen stark malträtiert ist, kann die Bereinigung nur gut tun. Denn mit den erfolglosen Firmen verschinden auch deren Negativnachrichten, die den Ruf des Wachstumssegments so stark beschädigt haben.
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