Frühaufsteher
Konjunkturdaten lasten auf dem Markt
1. Aug. 2002
Konjunktur wieder Thema Nr. 1
Die überraschend schwachen BIP-Zahlen aus den USA drohen der angelaufenen Kurserholung einen jähen Strich durch die Rechnung zu machen. Einziger Trost aus der umfangreichen Revision der amerikanischen BIP-Zahlen: Da sich Amerika im vergangenen Jahr also doch in einer Rezession befand, liegt sie vielleicht bereits hinter uns. Das scheint auch den Dow Jones gestützt zu haben, der sogar noch ins Plus drehte. Doch diese erstaunliche Widerstandskraft muss sich nicht automatisch auf den Dax übertragen: Hier wird der Markt noch zusätzlich an der Allianz-Gewinnwarnung zu knabbern haben.
An Unternehmensdaten stehen unter anderem Quartalsausweise der Deutschen Bank, Bayer, Royal Dutch-Shell und Crédit Lyonnais auf dem Programm. Um 16.00 Uhr MESZ wird der ISM-Einkaufsmanagerindex für Juli veröffentlicht. Volkswirte erwarten einen Rückgang von 56,2 auf 55 Punkte.
Bund-Future von Konjunkturdaten gestützt
Die ausgesprochen schwachen US-Konjunkturdaten lassen dem Bund-Future fast keine Wahl: Auch am Donnerstag dürfte sich eine positive Tendenz durchsetzen. Am Mittwoch gewann der September-Kontrakt 50 Ticks auf 109,24 Prozent. Der nächste Widerstand liege im Bereich um 109,50 Prozent, meinen Händler. Unterstützungen sehen sie bei 108,95 und 108,75 Prozent.
Euro wenig verändert
Wenig verändert zeigt sich der Euro am Donnerstagmorgen. Um 7.34 Uhr kostet ein Euro 0,9777 Dollar nach 0,9770 Dollar am Mittwochabend in New York. Zum Yen notiert der Dollar mit 119,80 Yen nach 119,86 Yen im späten New Yorker Geschäft. „Wenn ich mir die Reaktion auf das Bruttoinlandsprodukt der USA ansehe, denke ich, dem Markt fehlt eine klare Richtung", kommentierte Junya Tanase von JP Morgan Chase.
Tokioter Börse nach schwachen US-Konjunkturdaten im Minus
Die Börse in Tokio hat am Donnerstag den zweiten Tag in Folge auf Grund schlechter als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten vom Vortag schwächer tendiert. Vor allem Aktien von exportorientierten Unternehmen wie dem Technologiekonzern Sharp verbuchten Verluste. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor im späten Geschäft 0,84 Prozent auf 9.794 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,45 Prozent auf 960 Zähler nach. Sharp-Aktien fielen um 4,5 Prozent auf rund 1400 Yen. Am Vortag hatte das US-Handelsministerium für die Monate April bis Juni einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA zum Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,1 Prozent bekannt gegeben. Analysten hatten mit 2,3 Prozent gerechnet.
Aktien Hongkong am Mittag etwas fester
Etwas fester präsentiert sich die Aktienbörse Hongkong am Donnerstagmittag (Ortszeit). Der Hang-Seng-Index liegt 0,4 Prozent höher bei 10.303 Punkten. Händlern zufolge ist die Stimmung nur mäßig positiv, auch wenn der Index die Anfangsverluste ausgleichen konnte. Im Verlauf werde der Index voraussichtlich nahe des gegenwärtigen Niveaus verharren, da der Markt auf die Vorlage des Halbjahresergebnisses der Bank of East Asia warte.
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss
Adobe Systems brachen im nachbörslichen Handel am Mittwoch um 20,3 Prozent auf 19,20 Dollar ein, nachdem das Unternehmen eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben hatte. Mit Aufschlägen zeigten sich hingegen Sealed Air. Das Unternehmen kündigte nach Börsenschluss an, am Donnerstag einen Conference Call abzuhalten. Die Papiere des Unternehmens, das sich in Asbest-Rechtsstreitigkeiten befindet, waren im regulären Handel noch um gut 34 Prozent eingebrochen, erholten sich jedoch nach Börsenschluss leicht um 0,8 Prozent auf 14,63 Dollar. Auch Priceline.com standen auf der Gewinnerseite, nachdem das Unternehmen einen Nettogewinn im zweiten Quartal von 0,03 Dollar je Aktien auswies. Der Kurs stieg um 17,8 Prozent auf 2,18 Dollar.
Der Nasdaq-100 After Hours Indicator verlor 0,3 Prozent auf 958,86 Zähler.
Wall Street widerstandsfähig gegen schwache Konjunkturzahlen
Unerwartet schwache Konjunkturdaten haben an den New Yorker Aktienmärkten am Mittwoch Hoffnungen auf eine rasche Erholung der US-Wirtschaft gedämpft. Die Wall Street zeigte sich aber letztlich dennoch in überraschend robuster Verfassung. Der Dow-Jones-Index stieg zum Handelsschluss um 0,65 Prozent auf 8.736,59 Punkte, der Nasdaq-Index verlor dagegen 1,19 Prozent auf 1.328,19 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,98 Prozent auf 911,62 Punkte. Im gesamten Monat Juli fiel der Nasdaq-Index um 9,2 Prozent, der S&P-Index um 7,9 Prozent und der Dow-Jones-Index um 5,5 Prozent. Erstmals seit 20 Jahren hat damit der Standardwerte-Index vier Monate in Folge im Minus abgeschlossen.
Händler sagten, ein weitaus schwächer als erwartetes US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sowie ein überraschend kräftiger Rückgang des Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hätten die Hoffnung der Investoren auf eine solide Konjunkturerholung in den USA gedämpft. „Die Stimmung ist unbeständig, und der Markt ist weiterhin sehr unsicher", sagte John Davidson, President und Chief Executive bei PartnerRe Asset Management. Neben den Konjunkturdaten hätten auch einige Unternehmensnachrichten die Stimmung am Markt belastet, sagten Händler. Der Graphikkarten-Hersteller Nvidia hatte angekündigt, im gerade abgelaufenen zweiten Quartal die Umsatzerwartungen der Analysten wegen der Nachfrageschwäche nach Personalcomputern zu verfehlen. Nvidia-Aktien, die am Mittwoch zu den meistgehandelten Papieren zählten, brachen um rund 32 Prozent ein auf 11,07 Dollar.
Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Glasfaserkabeln, Corning, gaben rund 31 Prozent auf 1,70 Dollar nach und waren der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange. Das Unternehmen, dessen Bonitätsbewertung von zwei Ratingagenturen auf „junk status“ gesenkt worden war, will nach eigenen Angaben am Mittwoch eine Wandelanleihe im Volumen von 500 Millionen Dollar auflegen. Die Bestätigung von Untersuchungen der Bilanzpraxis bei America Online, einer Tochter des weltgrößten Medienkonzerns AOL Time Warner, habe bei den Anlegern erneut Sorgen um die Glaubwürdigkeit von Firmenbilanzen geweckt, sagten Händler. Die Aktien von AOL Time Warner brachen rund 7,3 Prozent auf 11,50 Dollar ein.
Schwache Konjunkturdaten lassen US-Anleihen sehr fest schließen
Mit sehr fester Tendenz zeigten sich die US-Staatsanleihen am Mittwoch. Nach den unerwartet schlechten US-Konjunkturdaten hatten die Anleihen im Handelsverlauf ihre Gewinne ausgeweitet, dann aber die Gewinne im späten Verlauf wegen der sich erholenden Aktienmärkte wieder leicht abgegeben. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von 4,875 Prozent stiegen um 29/32 auf 103-4/32. Die Rendite betrug 4,465 Prozent nach 4,587 Prozent am Dienstag. Der mit 5,375 Prozent verzinste 30-jährige Longbond erhöhte sich um 1-11/32 auf 101-1/32 und rentierte mit 5,305 Prozent nach 5,401 Prozent.
Die Treasurys profitierten dabei sowohl von den unerwartet schlechten US-Konjunkturdaten als auch von der anschließenden Schwäche der Aktienmärkte. Doch auch die sich zuspitzende Krise in Brasilien führte dazu, dass Anleger vermehrt in die „sicheren Häfen“ am Anleihemarkt strömten, berichteten Marktteilnehmer. Hauptsächlich aber habe der erneute Fall der US-Aktien im Zuge der Konjunkturdaten den Rentenmarkt beeinflusst, hieß es. Im frühen Handel hatte das US-Handelsministerium mitgeteilt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal annualisiert lediglich um 1,1 Prozent erhöht hat. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg von 2,3 Prozent gerechnet.
„Diese Zahlen sind sehr viel schlechter als erwartet“, sagt Richard Gilhooly von Paribas Capital Markets. Und auch der dann folgende Index der Einkaufsmanager enttäuschte, worauf die US-Börsen weiter nachgaben. Doch seien die Aufschläge am Rentenmarkt begrenzt worden durch die Ankündigung des US-Finanzministeriums, in der kommenden Woche neue Fünf- und Zehnjährige Papier zu emittieren, hieß es. Das Ministerium teilte weiter mit, zehnjährige Titel nun jedes Quartal zu begeben, anstatt diese wie bisher nur zweimal im Jahr zu emittieren. Das deute daraufhin, dass das Finanzministerium nicht sehr optimistisch in die Zukunft blicke, gaben Analysten zu bedenken.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @la
Konjunkturdaten lasten auf dem Markt
1. Aug. 2002
Konjunktur wieder Thema Nr. 1
Die überraschend schwachen BIP-Zahlen aus den USA drohen der angelaufenen Kurserholung einen jähen Strich durch die Rechnung zu machen. Einziger Trost aus der umfangreichen Revision der amerikanischen BIP-Zahlen: Da sich Amerika im vergangenen Jahr also doch in einer Rezession befand, liegt sie vielleicht bereits hinter uns. Das scheint auch den Dow Jones gestützt zu haben, der sogar noch ins Plus drehte. Doch diese erstaunliche Widerstandskraft muss sich nicht automatisch auf den Dax übertragen: Hier wird der Markt noch zusätzlich an der Allianz-Gewinnwarnung zu knabbern haben.
An Unternehmensdaten stehen unter anderem Quartalsausweise der Deutschen Bank, Bayer, Royal Dutch-Shell und Crédit Lyonnais auf dem Programm. Um 16.00 Uhr MESZ wird der ISM-Einkaufsmanagerindex für Juli veröffentlicht. Volkswirte erwarten einen Rückgang von 56,2 auf 55 Punkte.
Bund-Future von Konjunkturdaten gestützt
Die ausgesprochen schwachen US-Konjunkturdaten lassen dem Bund-Future fast keine Wahl: Auch am Donnerstag dürfte sich eine positive Tendenz durchsetzen. Am Mittwoch gewann der September-Kontrakt 50 Ticks auf 109,24 Prozent. Der nächste Widerstand liege im Bereich um 109,50 Prozent, meinen Händler. Unterstützungen sehen sie bei 108,95 und 108,75 Prozent.
Euro wenig verändert
Wenig verändert zeigt sich der Euro am Donnerstagmorgen. Um 7.34 Uhr kostet ein Euro 0,9777 Dollar nach 0,9770 Dollar am Mittwochabend in New York. Zum Yen notiert der Dollar mit 119,80 Yen nach 119,86 Yen im späten New Yorker Geschäft. „Wenn ich mir die Reaktion auf das Bruttoinlandsprodukt der USA ansehe, denke ich, dem Markt fehlt eine klare Richtung", kommentierte Junya Tanase von JP Morgan Chase.
Tokioter Börse nach schwachen US-Konjunkturdaten im Minus
Die Börse in Tokio hat am Donnerstag den zweiten Tag in Folge auf Grund schlechter als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten vom Vortag schwächer tendiert. Vor allem Aktien von exportorientierten Unternehmen wie dem Technologiekonzern Sharp verbuchten Verluste. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor im späten Geschäft 0,84 Prozent auf 9.794 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,45 Prozent auf 960 Zähler nach. Sharp-Aktien fielen um 4,5 Prozent auf rund 1400 Yen. Am Vortag hatte das US-Handelsministerium für die Monate April bis Juni einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA zum Vorquartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,1 Prozent bekannt gegeben. Analysten hatten mit 2,3 Prozent gerechnet.
Aktien Hongkong am Mittag etwas fester
Etwas fester präsentiert sich die Aktienbörse Hongkong am Donnerstagmittag (Ortszeit). Der Hang-Seng-Index liegt 0,4 Prozent höher bei 10.303 Punkten. Händlern zufolge ist die Stimmung nur mäßig positiv, auch wenn der Index die Anfangsverluste ausgleichen konnte. Im Verlauf werde der Index voraussichtlich nahe des gegenwärtigen Niveaus verharren, da der Markt auf die Vorlage des Halbjahresergebnisses der Bank of East Asia warte.
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss
Adobe Systems brachen im nachbörslichen Handel am Mittwoch um 20,3 Prozent auf 19,20 Dollar ein, nachdem das Unternehmen eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben hatte. Mit Aufschlägen zeigten sich hingegen Sealed Air. Das Unternehmen kündigte nach Börsenschluss an, am Donnerstag einen Conference Call abzuhalten. Die Papiere des Unternehmens, das sich in Asbest-Rechtsstreitigkeiten befindet, waren im regulären Handel noch um gut 34 Prozent eingebrochen, erholten sich jedoch nach Börsenschluss leicht um 0,8 Prozent auf 14,63 Dollar. Auch Priceline.com standen auf der Gewinnerseite, nachdem das Unternehmen einen Nettogewinn im zweiten Quartal von 0,03 Dollar je Aktien auswies. Der Kurs stieg um 17,8 Prozent auf 2,18 Dollar.
Der Nasdaq-100 After Hours Indicator verlor 0,3 Prozent auf 958,86 Zähler.
Wall Street widerstandsfähig gegen schwache Konjunkturzahlen
Unerwartet schwache Konjunkturdaten haben an den New Yorker Aktienmärkten am Mittwoch Hoffnungen auf eine rasche Erholung der US-Wirtschaft gedämpft. Die Wall Street zeigte sich aber letztlich dennoch in überraschend robuster Verfassung. Der Dow-Jones-Index stieg zum Handelsschluss um 0,65 Prozent auf 8.736,59 Punkte, der Nasdaq-Index verlor dagegen 1,19 Prozent auf 1.328,19 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,98 Prozent auf 911,62 Punkte. Im gesamten Monat Juli fiel der Nasdaq-Index um 9,2 Prozent, der S&P-Index um 7,9 Prozent und der Dow-Jones-Index um 5,5 Prozent. Erstmals seit 20 Jahren hat damit der Standardwerte-Index vier Monate in Folge im Minus abgeschlossen.
Händler sagten, ein weitaus schwächer als erwartetes US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal sowie ein überraschend kräftiger Rückgang des Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hätten die Hoffnung der Investoren auf eine solide Konjunkturerholung in den USA gedämpft. „Die Stimmung ist unbeständig, und der Markt ist weiterhin sehr unsicher", sagte John Davidson, President und Chief Executive bei PartnerRe Asset Management. Neben den Konjunkturdaten hätten auch einige Unternehmensnachrichten die Stimmung am Markt belastet, sagten Händler. Der Graphikkarten-Hersteller Nvidia hatte angekündigt, im gerade abgelaufenen zweiten Quartal die Umsatzerwartungen der Analysten wegen der Nachfrageschwäche nach Personalcomputern zu verfehlen. Nvidia-Aktien, die am Mittwoch zu den meistgehandelten Papieren zählten, brachen um rund 32 Prozent ein auf 11,07 Dollar.
Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Glasfaserkabeln, Corning, gaben rund 31 Prozent auf 1,70 Dollar nach und waren der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange. Das Unternehmen, dessen Bonitätsbewertung von zwei Ratingagenturen auf „junk status“ gesenkt worden war, will nach eigenen Angaben am Mittwoch eine Wandelanleihe im Volumen von 500 Millionen Dollar auflegen. Die Bestätigung von Untersuchungen der Bilanzpraxis bei America Online, einer Tochter des weltgrößten Medienkonzerns AOL Time Warner, habe bei den Anlegern erneut Sorgen um die Glaubwürdigkeit von Firmenbilanzen geweckt, sagten Händler. Die Aktien von AOL Time Warner brachen rund 7,3 Prozent auf 11,50 Dollar ein.
Schwache Konjunkturdaten lassen US-Anleihen sehr fest schließen
Mit sehr fester Tendenz zeigten sich die US-Staatsanleihen am Mittwoch. Nach den unerwartet schlechten US-Konjunkturdaten hatten die Anleihen im Handelsverlauf ihre Gewinne ausgeweitet, dann aber die Gewinne im späten Verlauf wegen der sich erholenden Aktienmärkte wieder leicht abgegeben. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von 4,875 Prozent stiegen um 29/32 auf 103-4/32. Die Rendite betrug 4,465 Prozent nach 4,587 Prozent am Dienstag. Der mit 5,375 Prozent verzinste 30-jährige Longbond erhöhte sich um 1-11/32 auf 101-1/32 und rentierte mit 5,305 Prozent nach 5,401 Prozent.
Die Treasurys profitierten dabei sowohl von den unerwartet schlechten US-Konjunkturdaten als auch von der anschließenden Schwäche der Aktienmärkte. Doch auch die sich zuspitzende Krise in Brasilien führte dazu, dass Anleger vermehrt in die „sicheren Häfen“ am Anleihemarkt strömten, berichteten Marktteilnehmer. Hauptsächlich aber habe der erneute Fall der US-Aktien im Zuge der Konjunkturdaten den Rentenmarkt beeinflusst, hieß es. Im frühen Handel hatte das US-Handelsministerium mitgeteilt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal annualisiert lediglich um 1,1 Prozent erhöht hat. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg von 2,3 Prozent gerechnet.
„Diese Zahlen sind sehr viel schlechter als erwartet“, sagt Richard Gilhooly von Paribas Capital Markets. Und auch der dann folgende Index der Einkaufsmanager enttäuschte, worauf die US-Börsen weiter nachgaben. Doch seien die Aufschläge am Rentenmarkt begrenzt worden durch die Ankündigung des US-Finanzministeriums, in der kommenden Woche neue Fünf- und Zehnjährige Papier zu emittieren, hieß es. Das Ministerium teilte weiter mit, zehnjährige Titel nun jedes Quartal zu begeben, anstatt diese wie bisher nur zweimal im Jahr zu emittieren. Das deute daraufhin, dass das Finanzministerium nicht sehr optimistisch in die Zukunft blicke, gaben Analysten zu bedenken.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @la