FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse


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FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse

 
15.04.02 08:04
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Quartalsergebnisse bestimmend


15. April 2002


Quartalsergebnisse werden entscheiden

Eine wahre Flut von Unternehmensergebnissen dürfte den weiteren Weg der Börsen entscheidend bestimmen. Etwa 180 Firmen aus dem S&P 500-Index werden ihre Quartalszahlen vorlegen. Darunter Größen wie Intel, Microsoft, Compaq, United Technologies, Sun und AMD. In Deutschland berichtet SAP. Nach den wenig ermunternden Zahlen von General Electric, Yahoo und IBM ist Spannung angesagt. Unsicherheit dürfte auch von den Ereignissen in Venezuela und im Nahen Osten ausgehen. Höchstens Alan Greenspan könnte etwas beruhigen, wenn er bei seinen Äußerungen am kommenden Mittwoch darauf hindeuten sollte, dass Zinserhöhungen nicht unmittelbar bevorstehen. Die Märkte dürften bei hoher Volatilität weiter ihre Richtung suchen.

Bund-Future durch Unsicherheiten gestützt

Unsicherheiten über die weitere politische - Naher Osten, Venezuela - und die ökonomische Entwicklung dürften die Anleihen stützen. Höchstens die unerwartete Andeutung auf schnelle Zinserhöhungen könnten zu stärkeren Kursverlusten führen.

Euro in Asien etwas fester

Etwas fester tendiert der Euro am Montag im asiatisch dominierten Handel. Gegen 6.40 Uhr MESZ kostet ein Euro 0,8815 Dollar nach 0,8797 Dollar am Freitagabend in New York. Zum Yen notiert der Dollar mit 131,67 Yen nach 131,95 Yen im späten New Yorker Handel. Die leichte Schwäche des Dollar zum Euro und zum Yen führten Händler auf eine fehlende Orientierung im derzeitigen Devisenhandel zurück.

Börse Tokio fester

Technologie-Aktien haben am Montag an der Börse in Tokio für einen festeren Aktienmarkt gesorgt. Dagegen verzeichnete der Finanzsektor Verluste, nachdem die japanische Finanzaufsicht am Wochenende einen Bericht über die Kreditprobleme bei Banken veröffentlicht hatte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg kurz vor Handelsschluss um 1,12 Prozent auf 11.087,37 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index notierte mit 1.060 Punkten 0,37 Prozent über seinem Schlusskurs am Freitag. Gestützt auf die Erholung an der Wall Street vom Freitag glichen die Titel des Mobilfunkbetreibers NTT DoCoMo ihre Verluste der Vorwoche zum Teil aus und stiegen um 1,58 Prozent. Vor den in dieser Woche anstehenden Geschäftszahlen von Intel und Microsoft verhielten sich Anleger aber überwiegend abwartend. Die Aktien von Mizuho Holdings verloren 3,48 Prozent. Nach eigenen Angaben steht die Bank vor einem der größten Verluste der japanischen Unternehmensgeschichte.

Aktien Hongkong mittags etwas fester

Mit etwas festerer Tendenz präsentieren sich die Aktienkurse in Hongkong am Montagmittag. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verzeichnet der Hang-Seng-Index (HSI) einen Aufschlag von 0,3 Prozent bzw 36,94 Punkte auf 10.747,42. Zahlreiche Branchen weisen bei sehr geringem Handelsvolumen Kursgewinne auf, doch vor allem die Immobilienbranche notiert nach einem umsatzstarken Wochenende dank aggressivem Marketing im Plus. Die Händler in Tokio warten mit Spannung auf den bevorstehenden Landverkauf, die US-Quartalszahlen und auf die Äußerungen von Greenspan am Mittwoch, heißt es zur Erklärung des geringen Umsatzes. Der HSI dürfte sich im weiteren Sitzungsverlauf in einer Spanne zwischen 10.600 und 10.900 Punkten bewegen.

IBM-Kurserholung löst Interesse an Tech-Werten aus

Die Kurserholung der IBM-Aktie hat am Freitag an den New Yorker Aktienmärkten Interesse der Investoren an anderen Technologietiteln ausgelöst und den Nasdaq-Index deutlich im Plus schließen lassen.

Die Nasdaq legte zum Schluss 1,80 Prozent auf 1.756,19 Stellen zu. Der Dow Jones stieg um 0,14 Prozent auf 10.190,82 Punkte.

Die Kurserholung bei IBM stärke auch die übrigen Technologiewerte, sagte A.C. Moore, Chefinvestment-Stratege bei Dunvegan Associates. „Das ist aber eher eine Reflexbewegung, als ein anhaltender Aufwärtstrend", fügte er hinzu. Die Anleger seien angesichts der anhaltenden Gewalt im Nahen Osten und der erwarteten Flut von Quartalsbilanzen in der kommenden Woche vorsichtig, sagten Händler. „Die Haltung ist immer noch von Vorsicht geprägt. Der Markt hat immer noch einen Kater von den Sorgen mit der Enron-Bilanz", sagte Bill Yancey, Leiter des Bereiches Aktienhandel bei SWS Securities.

Nachdem die Titel des Marktschwergewichts IBM vor dem Hintergrund einer Untersuchung der Wertpapierhandelsaufsicht SEC am Vortag deutlich nachgegeben hatten, stieg der Aktienkurs zum Börsenschluss um rund 1,5 Prozent auf 85,60 Dollar. Die SEC hatte nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitgeteilt, eine Voruntersuchung sei eröffnet und beendet worden. Umsatzstärkster Wert an der New York Stock Exchange waren die Titel des Mischonzerns General Electric, die rund 0,6 Prozent schwächer auf 33,55 Dollar schlossen.

Die Telekommunikationswerte legten nach den Verlusten der vergangenen Tage wieder zu und stützten nach Händlerangaben ebenfalls den Technologiesektor. Die Aktien der Telefongesellschaft WorldCom zogen rund fünf Prozent auf 5,01 Dollar an, der Aktienkurs der Sprint PCS Group verbesserte sich um rund acht Prozent auf 9,96 Dollar.

Im Zuge der fallenden Ölpreise gaben die Ölwerte deutlich nach. Die Aktien der größten börsennotierten Ölgesellschaft, Exxon Mobil, verloren rund 2,6 Prozent auf 41,30 Dollar. Nach dem Rücktritt des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez gab der Ölpreis deutlich nach. Mit dem Machtwechsel sind nach Einschätzung von Händlern die zuletzt wegen Streiks unterbrochenen Öllieferungen des viertgrößten Öl-Exporteurs der Welt wieder gesichert. Der gesunkene Ölpreis ließ die Aktien der Fluggesellschaften dagegen zum Teil deutlich steigen. Die Investoren hofften, dass niedrigere Energiepreise der Branche aus der Krise helfen könnten. Zu den Kursgewinnen trug nach Angaben von Merrill Lynch-Analyst Michael Linenberg auch bei, dass Continental Airlines am Donnerstag die Preise um 20 Dollar angehoben hatte. Der Kurs der Continental-Aktie kletterte rund sechs  Prozent auf 30,01 Dollar.

US-Anleihen schlossen am Feitag etwas fester

Mit etwas festerer Tendenz haben sich die US-Treasurys am Freitag im späten Handel in New York gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 4,875 Prozent verteuerten sich um 11/32 auf 97-26/32. Die Rendite fiel von 5,210 Prozent auf 5,156 Prozent. Der Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent gewann 10/32 auf 96-4/32, die Rendite fiel von 5,676 Prozent auf 5,646 Prozent. Damit blieben die Treasurys “in der Nähe ihrer Tageshochs“, sagten Händler unter Hinweis auf den “führungslosen“ Aktienmarkt und das turbulente globale Klima.

Schwächer als erwartete Daten zur Verbraucherstimmung in den USA und anziehende Verbraucherpreise sowie der Preisverfall bei Erdöl und die Spannungen in Nahost mit erneutem Selbstmordanschlag in Israel beeinflussten das Geschehen am Anleihemarkt. Es sei zurzeit aber auch schwierig, die Richtung des Marktes zu bestimmen, kommentierte ein Händler. Es geschehe zurzeit „zuviel im Spannungsfeld zwischen Nahost, einem Umdenken der US-Notenbank und der Ölpreisentwicklung“, meinte Bob Ried, President der Ried, Thunberg and Co. in Westport. Dieser “Konfliktstoff“ drücke das Handelsvolumen und hält Investoren von Engagements eher ab, sagte er.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.

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Medienschau


15. April 2002


Unternehmensnachrichten

Samsung Electronics sieht Gewinn „nahe Rekordniveau“

Samsung Electronics hat einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach im ersten Quartal 2002 der operative wie auch der Gewinn vor Steuern bei jeweils mehr als zwei Billionen Won und damit “nahe dem Rekordniveau im dritten Quartal 2000“ liegen werde, so ein Sprecher am Montag. Samsung wird den Quartalsbericht offiziell am Freitag vorlegen. Im dritten Quartal 2000 hatte Samsung Electronics einen operativen Gewinn von 2,18 Billionen Won sowie vor Steuern 2,3 Billionen Won ausgewiesen. Der Nettogewinn hatte 1,67 Billionen Won bei einem Umsatz von 8,77 Billionen Won betragen. Dem Sprecher zufolge hat sich das Geschäft mit DRAM-Chips “deutlich erholt“, vor allem wegen starker Umsätze bei Mobiltelefonen und Flüssigkristall-Displays (TFT-LCDs). Dies werde sich im Ergebnis des ersten Quartals widerspiegeln. Im ersten Quartal 2001 kam das Unternehmen auf einen Nettogewinn von 1,24 Billionen Won bei einem Umsatz von 8,64 Billionen Won, der operative Gewinn erreichte 1,6 Billionen Won. (vwd)

Shinsei Bank erhöht Gewinnprognose

Die japanische Shinsei Bank hat ihre Gewinnprognose für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2001 um 59 Prozent auf 60 Milliarden Yen erhöht. Shinsei Bank ist die erste japanische Bank, die vollständig vom Ausland übernommen wurde. (Bloomberg)

Leoni will noch 2002 in den MDax aufsteigen

Der Autozulieferer Leoni geht davon aus, dass seine Aktie noch in diesem Jahr in den MDax aufgenommen wird. Finanzvorstand Dieter Belle sagte dem “Handelsblatt“, es sei eine Kapitalerhöhung geplant, sobald sich das Börsenumfeld bessere. Das im SDax gelistete Unternehmen will nach seinen Angaben kräftig wachsen. Bis 2005 sei eine Umsatzsteigerung von mehr als 50 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro geplant. Ein Großteil des Wachstums sei bereits durch Aufträge abgedeckt. Die Vorsteuerrendite will Leoni auf mindestens sechs von 4,6 Prozent erhöhen. Belle sagte, Leoni plane auch Zukäufe, es gebe aber keine konkreten Projekte. (Handelsblatt, S. 13)

Northrop erhöht Gebot für TRW auf 6,7 Milliarden Dollar

Northrop Grumman hat ihr als feindlich angesehenes Gebot für die TRW auf 53 von 47 Dollar/Aktie und damit auf rund 6,7 Milliarden statt zuvor 5,9 Milliarden Dollar hochgestuft. Als Grund dafür nannte Northrop in einer Presseerklärung am Sonntag “verbesserte konjunkturelle Rahmenbedingungen“ sowie “anhaltend positive Entwicklungen in der Rüstungsindustrie“. Die Tauschofferte für TRW-Titel werde zugleich bis 3. Mai verlängert. TRW hatte das ursprüngliche Gebot als “unangemessen“ zurückgewiesen. Es war Ende Februar unterbreitet und bereits zweimal - zunächst bis 29. März, dann 12. April - verlängert worden.(vwd)

Wirtschaftsnachrichten

Staatsstreich in Venezuela gescheitert/Chavez wieder im Amt

Der Staatsstreich in Venezuela ist zwei Tage nach dem Sturz von Präsident Hugo Chavez gescheitert. Interimspräsident Pedro Carmona teilte am Samstag seinen Rücktritt mit und wurde gemeinsam mit seinen neun Ministern umgehend festgenommen. Unterdessen hat Chavez sein Präsidentenamt wieder übernommen. Er wurde am frühen Sonntagmorgen bei einer im Fernsehen übertragenen Zeremonie wieder offiziell in seinem Amt eingesetzt. (AFP/vwd)

Öl legt vier Prozent zu

Da in Venezuela Expräsident Hugo Chavez wieder an die Macht gekommen ist, steigt der Ölpreis um vier Prozent. Denn Chavez hat signalisiert, zusammen mit der OPEC das Ölangebot beschränken zu wollen. (Bloomberg)
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chartgranate:

guten morgen Zentrum and @all!!!!!!

 
15.04.02 09:17
Was für ein Wetter out there in Berlin...na ja,zumindest die Börsenwitterung könnte in dieser Woche ein wenig aufklaren...bin gespannt auf die Zahlen und vor allem die Interpretationen,welche vor uns leigen.
Übrigens Folks: NOCH 4 MAL SCHLAFEN..........diese Woche hat ihr Megahighlight dem die Börse nichts entgegenzusetzen hat!!!!!
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