MOSKAU, 12. März (RIA Novosti). Der mit russischen Staatsauszeichnungen überschüttete Mathematiker Viktor Maslow behauptet, präzise Formeln der Weltfinanzkrise gefunden zu haben und bietet Barack Obama ein Rettungsrezept an.
„Die heutigen Wirtschaftsentwicklungen haben viele Gemeinsamkeiten mit einigen physikalischen Vorgängen. Mit einfachen Worten gesagt, geht es um so genannte Phasenübergänge, bei denen ein Zustand von einem anderen plötzlich und lawinenartig abgelöst wird“, sagte Maslow in einem Interview für die Donnerstagausgabe der „Rossijskaja Gazeta“.
Diese Vorgänge lassen sich laut Maslow mit Formeln beschreiben: „Beispielweise kann man vorhersagen, ob eine Krise ausbricht und sogar ihren Termin nennen“.
Der Mathematiker behauptet, von der aktuellen Krise nicht überrascht worden zu sein. Noch im Sommer habe er seine Wohnung günstig verkauft und seine Kinder im Ausland mit dem erlösten Geld versorgt, damit sie die Wirtschaftsmisere überstünden.
„Meine Berechnung ergab damals, dass Amerika längst eine Grenze überschritten hatte, eine kritische Zahl, nach der unumgänglich eine Krise ausbricht“, hieß es.
Auf die Frage, was er US-Präsident Barack Obama als Anti-Krisen-Maßnahme raten würde, sagte Maslow: „Man sollte nicht diejenigen retten, die an allem schuld sind. Vor allem betrifft das die Wall-Street-Banken. Deren Schulden haben ihre kritischen Zahlen längst überschritten“.
„Hilfe brauchen eher kleinere Banken in der Provinz. Außerdem ist eine Staatsregulierung des Bankensektors nötig, um das Land mit harten Maßnahmen vom Schuldenberg zu befreien. Was da konkret getan werden muss, kann man erst sagen, wenn kritische Zahlen für verschiedene Schulden berechnet wurden“, hieß es weiter.
Wie sich Russland aus der Krise retten lasse, kann der Forscher jedoch nicht beantworten: „Unsere Wirtschaft ist zu abgeriegelt und der Anteil der Schattenwirtschaft ist zu groß. Deshalb ist es unmöglich, kritische Zahlen auszurechnen und ein objektives Bild zu erstellen“.
Maslow war mit vielen Staatsprämien ausgezeichnet worden. Unter anderem hatte er den Schutzmantel für das Atomkraftwerk in Tschernobyl nach der Havarie berechnet. Wie die „Rossijskaja Gazeta“ weiter behauptet, hatte Maslow außerdem die Rubelkrise von 1998 und sogar den Zerfall der Sowjetunion vorausgesagt.
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de.rian.ru/business/20090312/120528184.html
Wiktor Pawlowitsch Maslow
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wiktor Pawlowitsch Maslow (russisch Виктор Павлович Маслов), englisch Victor Maslov; * 15. Juni 1930 in Moskau) ist ein russischer Mathematiker und mathematischer Physiker.
Maslow wurde für die Entwicklung der Theorie des Maslov-Index in den 1970er Jahren bekannt, einer adiabatischen Invariante klassischer dynamischer Systeme, ursprünglich im Rahmen der WKB-Approximation entwickelt. Er beschäftigt sich mit verschiedensten Fragen der theoretischen und mathematischen Physik, insbesondere der Quantisierung klassischer Systeme, Quantenstatistik und Quantenfeldtheorie, Solitonen. Er ist Professor an der Lomonossow-Universität in Moskau und dort Leiter der Abteilung Quantenstatistik und Quantenfeldtheorie.
Er ist seit 1984 Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und erhielt den russischen Staatspreis. 1983 erhielt er die Ljapunow-Goldmedaille und 1985 den Lenin-Preis für seine Arbeit über globale asymptotische Methoden in der Theorie linearer partieller Differentialgleichungen.
„Die heutigen Wirtschaftsentwicklungen haben viele Gemeinsamkeiten mit einigen physikalischen Vorgängen. Mit einfachen Worten gesagt, geht es um so genannte Phasenübergänge, bei denen ein Zustand von einem anderen plötzlich und lawinenartig abgelöst wird“, sagte Maslow in einem Interview für die Donnerstagausgabe der „Rossijskaja Gazeta“.
Diese Vorgänge lassen sich laut Maslow mit Formeln beschreiben: „Beispielweise kann man vorhersagen, ob eine Krise ausbricht und sogar ihren Termin nennen“.
Der Mathematiker behauptet, von der aktuellen Krise nicht überrascht worden zu sein. Noch im Sommer habe er seine Wohnung günstig verkauft und seine Kinder im Ausland mit dem erlösten Geld versorgt, damit sie die Wirtschaftsmisere überstünden.
„Meine Berechnung ergab damals, dass Amerika längst eine Grenze überschritten hatte, eine kritische Zahl, nach der unumgänglich eine Krise ausbricht“, hieß es.
Auf die Frage, was er US-Präsident Barack Obama als Anti-Krisen-Maßnahme raten würde, sagte Maslow: „Man sollte nicht diejenigen retten, die an allem schuld sind. Vor allem betrifft das die Wall-Street-Banken. Deren Schulden haben ihre kritischen Zahlen längst überschritten“.
„Hilfe brauchen eher kleinere Banken in der Provinz. Außerdem ist eine Staatsregulierung des Bankensektors nötig, um das Land mit harten Maßnahmen vom Schuldenberg zu befreien. Was da konkret getan werden muss, kann man erst sagen, wenn kritische Zahlen für verschiedene Schulden berechnet wurden“, hieß es weiter.
Wie sich Russland aus der Krise retten lasse, kann der Forscher jedoch nicht beantworten: „Unsere Wirtschaft ist zu abgeriegelt und der Anteil der Schattenwirtschaft ist zu groß. Deshalb ist es unmöglich, kritische Zahlen auszurechnen und ein objektives Bild zu erstellen“.
Maslow war mit vielen Staatsprämien ausgezeichnet worden. Unter anderem hatte er den Schutzmantel für das Atomkraftwerk in Tschernobyl nach der Havarie berechnet. Wie die „Rossijskaja Gazeta“ weiter behauptet, hatte Maslow außerdem die Rubelkrise von 1998 und sogar den Zerfall der Sowjetunion vorausgesagt.
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Wiktor Pawlowitsch Maslow
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Wiktor Pawlowitsch Maslow (russisch Виктор Павлович Маслов), englisch Victor Maslov; * 15. Juni 1930 in Moskau) ist ein russischer Mathematiker und mathematischer Physiker.
Maslow wurde für die Entwicklung der Theorie des Maslov-Index in den 1970er Jahren bekannt, einer adiabatischen Invariante klassischer dynamischer Systeme, ursprünglich im Rahmen der WKB-Approximation entwickelt. Er beschäftigt sich mit verschiedensten Fragen der theoretischen und mathematischen Physik, insbesondere der Quantisierung klassischer Systeme, Quantenstatistik und Quantenfeldtheorie, Solitonen. Er ist Professor an der Lomonossow-Universität in Moskau und dort Leiter der Abteilung Quantenstatistik und Quantenfeldtheorie.
Er ist seit 1984 Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und erhielt den russischen Staatspreis. 1983 erhielt er die Ljapunow-Goldmedaille und 1985 den Lenin-Preis für seine Arbeit über globale asymptotische Methoden in der Theorie linearer partieller Differentialgleichungen.