80% aller Fonds(manager) sollen ja schlechter als ihre Vergleichsindizes sein. Tobias Klein gehört mit seinem Europa Aktien Ulm eindeutig nicht dazu. Der hat in den letzten 5 Jahren dem Euro Stoxx 50 schlappe 60 Prozent abgenommen, also 12 Prozent pro Jahr. Und das bei steigenden und fallenden Märkten. Es gibt sie also, die Fondsmanager, die es drauf haben. Seine Computerselektion scheint die aussichtsreichtsten Aktien zu finden und das mit „ganz normalen Werten", die ich auch im Depot haben könnte und nicht mit irgendwelchen Kursraketen.
Aus Fonds exklusiv April/Mai 2007:
Fortsetzung für einen Erfolgsfond
Nach dem First Private Europa Aktien ULM ist jetzt der First Private Aktien Global auf dem Markt.
Kann man eine Neuemission, die so frisch auf dem Markt ist, dass sie noch keine Erfolgsbilanz aufweist, guten Gewissens zum Kauf empfehlen? Ja, wenn es sich „um die Fortsetzung eines quantitativen Fondskonzepts handelt, das seit Jahren sehr erfolgreich ist“. Dies sagt Starmanager Tobias Klein über den neuen First Private Aktien Global, die Fortsetzung seines Spitzenfonds First Private Europa Aktien ULM. Es handelt sich allerdings nicht um eine einfache Kopie. „Wir haben Anpassungen vorgenommen, da nicht alles in der Welt so funktioniert wie in Europa", sagt Klein.
Eine relevante Änderung betrifft das Personal: Tobias Klein hat sich Fondsmanager Andreas Kraft als Verstärkung ins Boot geholt. „Das Tagesgeschäft erledige ich eigenverantwortlich, bei strategischen Entscheidungen stimme ich mich eng mit Tobias Klein ab“, so Kraft.
Gemeinsam haben Klein und Kraft das ULM-Erfolgskonzept für den Wettstreit auf dem Weltmarkt aufgerüstet. „Anders als auf europäischer Ebene lassen sich beispielsweise KGVs global nicht sinnvoll vergleichen, ohne die unterschiedlichen Inflationsraten in den verschiedenen Ländern zu berücksichtigen“, erklärt Kraft. Aus diesem Grund hat das Management-Duo beim First Private Aktien Global relative Bewertungen eingeführt, die regionale und sektorspezifische Besonderheiten berücksichtigen.
Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Value/Growth. „In Europa meiden wir Growth-Titel, da Anleger für die wenigen echten Wachstumsunternehmen tief in die Tasche greifen müssen“, sagt Klein. „Bei einem weltweiten Screening finden wir dagegen auch vergleichsweise günstig bewertete Unternehmen mit hohem Umsatz- und Ergebniswachstum, etwa in einigen Schwellenländern“. Diese erhalten im globalen Portfolio eine Chance.
Geblieben ist beim neuen Fonds der Kern des Investmentansatzes, die Disziplin des quantitativen Prozesses, mit dem die interessantesten Aktien aufgespürt werden: mit Hilfe von Datenbanken und komplexen Analysesystemen filtert das Management aus einem Anlageuniversum von rund 8.000 Aktien 600 Kaufkandidaten, die in puncto Bewertung, Wachstum und Bilanzkennzahlen überzeugen. Diese 600 Titel werden weiteren qualitativen Checks unterzogen. 150 bis 200 gut handelbare Aktien, die einen ausgewogenen regionalen wie sektoralen Mix ergeben, werden schließlich gekauft.