Lesenswert,- besonders gut für beeinflußbare Anfänger, und nicht nur...(einschließlich mir).
Immer mehr Unternehmen werden dabei erwischt, wie sie bewusst falsche Ad-hoc-Meldungen in die Welt setzen. Das Volumen von Aufträgen wird aufgeblasen, bei Geschäftszahlen ”verrutscht“ schon mal ein Komma oder Geschäftsverbindungen werden frei erfunden. So soll der Aktienkurs künstlich nach oben getrieben werden. Und wenn der Schwindel auffällt, haben die ”Eingeweihten“ ihre Papiere längst verkauft. Nur der ahnungslose Kleinanleger schaut in die Röhre und sieht sein Depot schrumpfen.
HÄUFUNG VON FALSCHMELDUNGEN
In jüngster Zeit erreichte der Missbrauch von Ad-hoc-Meldungen eine neue Qualität. Unternehmen wurden dabei erwischt, offensichtliche Falschmeldungen zu veröffentlichen. So musste der Set-Top-Boxen-Hersteller Infomatec kleinlaut zugeben, dass er nicht – wie gemeldet – 100.000 Stück an Mobilcom geliefert hatte, sondern lediglich 14.000. Angesprochen auf diese Lüge, reagierte man bei Infomatec lapidar: ”Das ist uns leider nie aufgefallen.“ Auch Metabox, Mediascape, Bintec und B.I.D. zählen zu den ”schwarzen Schafen“.
WAS STECKT DAHINTER?
Was bezwecken die Firmen mit solchen Falschmeldungen? Nun, sie schaffen es – zumindest bis die Lüge aufgedeckt wird – den Aktienkurs nach oben zu treiben, da die Zukunftsaussichten des Unternehmens besser beurteilt werden. Ein steigender Aktienkurs ist nicht nur gut fürs Image, sondern u.U. auch fürs Portemonnaie von Insidern. Dies können Verantwortliche innerhalb des Unternehmens sein oder von ihnen beauftragte Strohmänner. Dabei ist Insider-Handel in Deutschland verboten, egal ob die vermeintlich Kurs beeinflussende Nachricht wahr ist oder falsch.
EXPLOSION BEI AD-HOC-MELDUNGEN
Und die Unternehmen machten von dieser Regelung auch regen Gebrauch: Wurden im Jahr 1995 gerade einmal 991 solcher Meldungen veröffentlicht, so explodierte die Anzahl 1999 auf 3.219 Ad-hoc-Meldungen. Nur Masse ist leider nicht gleich Klasse.
NICHTIGKEITEN WERDEN AUFGEBLASEN
Viele Unternehmen missbrauchten die Ad-hoc-Meldungen als PR-Instrument. Verzeichnete beispielsweise ein Internet-Unternehmen drei Klicks mehr im Monat, so wurde dies als sagenhafter Erfolg der Expansionsstrategie in einer Ad-hoc-Meldung verkauft. Auch persönliche Einschätzungen oder bereits bekannte Tatsachen wurden unter dem Deckmantel einer Ad-hoc-Meldung aufgebauscht.
MfG
coppara
Immer mehr Unternehmen werden dabei erwischt, wie sie bewusst falsche Ad-hoc-Meldungen in die Welt setzen. Das Volumen von Aufträgen wird aufgeblasen, bei Geschäftszahlen ”verrutscht“ schon mal ein Komma oder Geschäftsverbindungen werden frei erfunden. So soll der Aktienkurs künstlich nach oben getrieben werden. Und wenn der Schwindel auffällt, haben die ”Eingeweihten“ ihre Papiere längst verkauft. Nur der ahnungslose Kleinanleger schaut in die Röhre und sieht sein Depot schrumpfen.
HÄUFUNG VON FALSCHMELDUNGEN
In jüngster Zeit erreichte der Missbrauch von Ad-hoc-Meldungen eine neue Qualität. Unternehmen wurden dabei erwischt, offensichtliche Falschmeldungen zu veröffentlichen. So musste der Set-Top-Boxen-Hersteller Infomatec kleinlaut zugeben, dass er nicht – wie gemeldet – 100.000 Stück an Mobilcom geliefert hatte, sondern lediglich 14.000. Angesprochen auf diese Lüge, reagierte man bei Infomatec lapidar: ”Das ist uns leider nie aufgefallen.“ Auch Metabox, Mediascape, Bintec und B.I.D. zählen zu den ”schwarzen Schafen“.
WAS STECKT DAHINTER?
Was bezwecken die Firmen mit solchen Falschmeldungen? Nun, sie schaffen es – zumindest bis die Lüge aufgedeckt wird – den Aktienkurs nach oben zu treiben, da die Zukunftsaussichten des Unternehmens besser beurteilt werden. Ein steigender Aktienkurs ist nicht nur gut fürs Image, sondern u.U. auch fürs Portemonnaie von Insidern. Dies können Verantwortliche innerhalb des Unternehmens sein oder von ihnen beauftragte Strohmänner. Dabei ist Insider-Handel in Deutschland verboten, egal ob die vermeintlich Kurs beeinflussende Nachricht wahr ist oder falsch.
EXPLOSION BEI AD-HOC-MELDUNGEN
Und die Unternehmen machten von dieser Regelung auch regen Gebrauch: Wurden im Jahr 1995 gerade einmal 991 solcher Meldungen veröffentlicht, so explodierte die Anzahl 1999 auf 3.219 Ad-hoc-Meldungen. Nur Masse ist leider nicht gleich Klasse.
NICHTIGKEITEN WERDEN AUFGEBLASEN
Viele Unternehmen missbrauchten die Ad-hoc-Meldungen als PR-Instrument. Verzeichnete beispielsweise ein Internet-Unternehmen drei Klicks mehr im Monat, so wurde dies als sagenhafter Erfolg der Expansionsstrategie in einer Ad-hoc-Meldung verkauft. Auch persönliche Einschätzungen oder bereits bekannte Tatsachen wurden unter dem Deckmantel einer Ad-hoc-Meldung aufgebauscht.
MfG
coppara