FIRMEN KASSIEREN - ANLEGER VERLIEREN


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coppara:

FIRMEN KASSIEREN - ANLEGER VERLIEREN

 
08.12.00 16:14
Lesenswert,- besonders gut für beeinflußbare Anfänger, und nicht nur...(einschließlich mir).


Immer mehr Unternehmen werden dabei erwischt, wie sie bewusst falsche Ad-hoc-Meldungen in die Welt setzen. Das Volumen von Aufträgen wird aufgeblasen, bei Geschäftszahlen ”verrutscht“ schon mal ein Komma oder Geschäftsverbindungen werden frei erfunden. So soll der Aktienkurs künstlich nach oben getrieben werden. Und wenn der Schwindel auffällt, haben die ”Eingeweihten“ ihre Papiere längst verkauft. Nur der ahnungslose Kleinanleger schaut in die Röhre und sieht sein Depot schrumpfen.


HÄUFUNG VON FALSCHMELDUNGEN  
In jüngster Zeit erreichte der Missbrauch von Ad-hoc-Meldungen eine neue Qualität. Unternehmen wurden dabei erwischt, offensichtliche Falschmeldungen zu veröffentlichen. So musste der Set-Top-Boxen-Hersteller Infomatec kleinlaut zugeben, dass er nicht – wie gemeldet – 100.000 Stück an Mobilcom geliefert hatte, sondern lediglich 14.000. Angesprochen auf diese Lüge, reagierte man bei Infomatec lapidar: ”Das ist uns leider nie aufgefallen.“ Auch Metabox, Mediascape, Bintec und B.I.D. zählen zu den ”schwarzen Schafen“.
 

WAS STECKT DAHINTER?  
Was bezwecken die Firmen mit solchen Falschmeldungen? Nun, sie schaffen es – zumindest bis die Lüge aufgedeckt wird – den Aktienkurs nach oben zu treiben, da die Zukunftsaussichten des Unternehmens besser beurteilt werden. Ein steigender Aktienkurs ist nicht nur gut fürs Image, sondern u.U. auch fürs Portemonnaie von Insidern. Dies können Verantwortliche innerhalb des Unternehmens sein oder von ihnen beauftragte Strohmänner. Dabei ist Insider-Handel in Deutschland verboten, egal ob die vermeintlich Kurs beeinflussende Nachricht wahr ist oder falsch.


EXPLOSION BEI AD-HOC-MELDUNGEN  
Und die Unternehmen machten von dieser Regelung auch regen Gebrauch: Wurden im Jahr 1995 gerade einmal 991 solcher Meldungen veröffentlicht, so explodierte die Anzahl 1999 auf 3.219 Ad-hoc-Meldungen. Nur Masse ist leider nicht gleich Klasse.


NICHTIGKEITEN WERDEN AUFGEBLASEN  
Viele Unternehmen missbrauchten die Ad-hoc-Meldungen als PR-Instrument. Verzeichnete beispielsweise ein Internet-Unternehmen drei Klicks mehr im Monat, so wurde dies als sagenhafter Erfolg der Expansionsstrategie in einer Ad-hoc-Meldung verkauft. Auch persönliche Einschätzungen oder bereits bekannte Tatsachen wurden unter dem Deckmantel einer Ad-hoc-Meldung aufgebauscht.


MfG
coppara

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DarkKnight:

Alles ein alter Hut: an der Uni lernt man dies als

 
08.12.00 16:17
Privatisieren von Gewinnen und Sozialisieren von Verlusten.

Gute, alte CDU/CSU-Schule.
Antworten
coppara:

Nicht alle sind Studenten! o.T.

 
08.12.00 16:19
Antworten
DarkKnight:

Nimm's nicht persönlich. Ich weiß, daß es auch

 
08.12.00 16:23
noch Menschen gibt, die arbeiten und selbständig denken können.
Antworten
major:

und nicht jedem liegt taxifahren o.T.

 
08.12.00 16:27
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coppara:

Nein, nein,- ich nehm's nicht

 
08.12.00 16:30
persönlich, ich denke nur -das sind die meisten.
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major:

es gibt auch viele die ueber abendschule

 
08.12.00 16:34
den quali nachholen :-)
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DarkKnight:

und dann gibt's die, die gar nichts gelernt haben

 
08.12.00 16:36
... aber wenn sie jung und blond sind, dürfen sie zum Fernsehen als Ansagerin (so heißt das offiziell)
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major:

das ist der vorteil der

 
08.12.00 16:41
haesslichen, die koennen sagen : ich habs mir erarbeiten muessen
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DarkKnight:

@major: Wir reden hier über politische Ökonomie,

 
08.12.00 16:50
falls das noch niemand gemerkt hat. Um das Thema abzurunden: der Häßliche ist stinksauer, weil er sich's erarbeiten mußte. Junge und hübsche Blondinen kann er nicht anstellen, die sind alle beim Fernsehen. Also, wie zahlt er es der Welt heim? Er gründet eine Internetklitsche, überhäuft die Welt mit Falschmeldungen und wird in kurzer Zeit so reich durch Käufe von Leuten, die es sich erarbeitet haben, daß sich die Blondinen scharenweise aufdrängen. In dem Bestreben, diesen Andrang "abzuarbeiten", vergißt er seine Geschäfte, Kurs bricht ein, er im Knast, die Blondinen ohne Sprit auf einer Jacht im Mittelmeer und eine Menge Geprellter, die es sich nun überlegen, wie sie es der Welt heimzahlen können. Perpetuum mobile.
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