Finanzplatz Frankfurt in Selbstauflösung


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Finanzplatz Frankfurt in Selbstauflösung

 
18.01.03 18:50
Finanzplatz Frankfurt befindet sich in “Selbstauflösung“

Eine schonungslose Bestandsaufnahme am Finanzplatz Frankfurt und heftige Kritik an den dortigen Akteuren übt die Unternehmensberatung McKinsey in einer bislang unveröffentlichten Studie. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, der diese Analyse vorliegt.

“Die Frankfurter Community befindet sich in Selbstauflösung“, zitiert das Blatt aus dem Papier. Die wesentlichen Marktteilnehmer in Frankfurt seien entweder in der Krise oder keine Frankfurter mehr, sondern hingen von München oder London ab, bemängeln die McKinsey-Partner Frank Mattern und Clara Streit.

Die Musik spielt andernorts

Bei anderen Banken habe sich die Führung und das Geschäftsgebahren von Deutschland weg bewegt. Auch die Auslandsbanken kehrten Frankfurt zunehmend den Rücken und seien dabei, “ihre lokalen Kapazitäten massiv zu reduzieren“. Die Kosten würden “aggressiv“ gekürzt und ganze Abteilungen in London zusammengezogen.

“Der Finanzplatz befindet sich weitgehend auf Tauchstation“, bemängelt McKinsey. “Die Musik spielt nicht mehr in Frankfurt, sondern in Berlin, Brüssel - und relativ erstarkt in der Krise - London.“

Die Akteure in Frankfurt müssten sich diesen Tatsachen stellen und eine Antwort auf die Frage finden: “Braucht/verdient Deutschland einen Finanzplatz?“


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