Fast 200.000 Firmenpleiten in Europa


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sir charles:

Fast 200.000 Firmenpleiten in Europa

 
06.02.02 09:13
Fast 200.000 Firmenpleiten in Europa

Rund 1,4 Millionen Jobs gingen 2001 durch Insolvenzen verloren. Nur in fünf Ländern Europas, darunter auch in Österreich, nahm die Zahl der Pleiten ab.



 


DÜSSELDORF / WIEN (ag./
red.). Auch 2001 kann in punkto Insolvenzen keine erfreuliche Bilanz gezogen werden. Das zweite Jahr in Folge hat die Zahl der Firmenpleiten in Europa zugenommen.

Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform wurden im Vorjahr europaweit insgesamt 199.500 Insolvenzen gezählt. Rund 1,4 Millionen Menschen verloren durch Unternehmenszusammenbrüche den Job. Allerdings sei aufgrund des schlechten konjunkturellen Umfeldes abzuwarten, ob die Zahl der Arbeitsplatzverluste nicht weiter ansteigen werde.

Rückläufige Insolvenzzahlen meldeten für das vergangene Jahr nur fünf europäische Länder. Neben Österreich, wo es mit 8876 Insolvenzen um 1,4 Prozent weniger Pleiten als im Jahr davor gab, waren dies Frankreich, die Schweiz, Spanien und Finnland.

Die höchste Steigerungsrate bei Unternehmensinsolvenzen hatten die Niederlande, wo fast 50 Prozent mehr Pleiten zu verbuchen waren. Irland und Dänemark verzeichneten im Vorjahresvergleich Steigerungsraten von 33 beziehungsweise 34 Prozent. In Deutschland zählte Creditreform ein Plus der Insolvenzen von 18,7 Prozent, insgesamt gab es in den alten und neuen Bundesländern 49.600 Insolvenzen.

Dienstleistungsbetriebe waren im vergangenen Jahr in den meisten europäischen Staaten am häufigsten von Insolvenzen betroffen. In Deutschland etwa waren rund 41 Prozent der Firmenpleiten diesem Bereich zuzurechnen. Auch das Baugewerbe war weit stärker am Insolvenzgeschehen beteiligt als im Jahr zuvor. Jede fünfte Firmenpleite war 2001 dem Baugewerbe zuzurechnen.


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Brummer:

Creditreform:Deutschl bei Pleiten Spitze in Europa

 
06.02.02 10:35
Die anhaltende Konjunkturflaute hat Deutschland an die Spitze der europäischen Pleitenstatistik befördert. Im vergangenen Jahr kletterten die Insolvenzen um 18,7 Prozent auf die Rekordmarke von rund 49.600 Fällen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Creditreform, Helmut Rödl, in Düsseldorf.

Neben Tausenden von Privatpersonen meldeten allein 32 400 Firmen Zahlungsunfähigkeit an, fast 5000 mehr als im Vorjahr. Damit hätten erstmals mehr als eine halbe Million Menschen ihren Arbeitsplatz auf Grund von Firmenzusammenbrüchen verloren, teilte die Neusser Wirtschaftsinformations-Gruppe mit. Im Vorjahr waren es noch rund 450 000 gewesen. Im laufenden Jahr werde sich die Zahl der Betriebspleiten voraussichtlich auf 40 000 erhöhen, daher seien 550 000 neue Arbeitslose zu befürchten.

Der bisherige „Pleiten-Europameister“ Großbritannien verzeichnete im abgelaufenen Jahr knapp 1300 Gesamtinsolvenzen weniger als die Bundesrepublik. „Damit steht Deutschland nicht nur am Ende der Wachstumsstatistik, sondern nun auch an der Spitze der Pleitentabelle“, betonte Rödl. Noch höhere Zuwächse habe es zuletzt allerdings in den Niederlanden (+ 49,1 Prozent), Dänemark (+ 34,2), Irland (+ 33,1) und Luxemburg (+ 26,0) gegeben.

Lediglich in Spanien, Finnland, Frankreich, der Schweiz und Österreich seien etwas weniger Pleiten als im Vorjahr registriert worden. Europaweit wuchs die Zahl der Insolvenzfälle um 5,9 Prozent auf knapp 200 000. Die Arbeitsplatzverluste stiegen von 1,1 Millionen auf 1,4 Millionen Stellen.

Als Hauptursachen für die Negativentwicklung in Deutschland sieht Rödl neben der Konjunktur und der hohen Steuerbelastung das zunehmend geringere Eigenkapital bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie die zurückhaltende Kreditvergabe der Banken. Damit verbunden sei eine geringere Investitionsbereitschaft der Firmen. Erstmals überwiege der Anteil der mittelständischen Unternehmen, die nicht investieren wollen. Besonders von der Pleitewelle betroffen sind kleine Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten. Die stärksten Zuwächse verzeichnete der Dienstleistungssektor. Während allerdings im Westen in allen Bereichen deutlich mehr Unternehmen zusammenbrachen, ging in den neuen Bundesländern die Zahl der Firmenpleiten bei Handel und Bau sogar leicht zurück.

Die Verbraucherinsolvenzen schnellten um etwa ein Drittel auf 13 600 Fälle in die Höhe. Unter bestimmten Auflagen ermöglicht die Rechtsprechung Privatpersonen seit zwei Jahren einen Schuldenerlass. Den durch Insolvenzen verursachten volkswirtschaftlichen Schaden bezifferte Rödl mit 32,2 Milliarden Euro (63 Mrd DM).

Quelle: wiwo / dpa

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modeste:

Es ist jetzt endlich an der Zeit,

 
06.02.02 10:47
die Dinge in aller Gemütsruhe gelassen abzuwarten....


                gezeichnet
                Eure RUHIGE HAND



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