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Auf Basis eher schwächlicher Vorgaben dürfte der Dax am Montag zunächst zögerlich in den Tag starten. Inflations- und Ölsorgen belasten die Märkte, da sie die Ertragsentwicklung der Unternehmen behindern würde.
Aktienhändler rechnen damit, daß der Dax am ersten Handelstag der Woche etwas leichter schließen wird. Zehn von Dow Jones Newswires befragte Marktteilnehmer erwarten im Schnitt einen Schlussstand von 4.352 Punkten nach 4.360 am Freitag. Zwei Marktteilnehmer erwarten dabei steigende Kurse, fünf der Befragten rechnen mit fallenden Notierungen. Mit einem unveränderten Schlussstand rechnen drei Marktteilnehmer. Die Spanne der Schätzungen reicht von 4.330 bis 4.380 Punkte.
Deutscher Rentenmarkt blickt auf den amerikanischen Rentenmarkt
Die Lage an den Rentenmärkten hat sich in den vergangenen Tagen deutlich eingetrübt. Denn vor allem in Amerika werden sie von Sorgen über die Preisentwicklung dominiert. Davon können sich die Rentenmärkte in Europa nicht völlig ankoppeln, auch wenn hier Zinserhöhungen nicht unmittelbar auf der Agenda stehen dürften.Dollar verharrt in Nähe von Tiefständen. Im frühen Handel liegt der Bund-Future mit einem Minus von sechs Stellen bei 117,17 Prozent.
Wenig Bewegung am Devisenmarkt
Der Dollar zeigt sich am Montag im frühen Handel weiterhin schwach. Ein Euro kostet 1,3433 Dollar, nachdem die europäische Währung am Freitag im Tagesverlauf mit 1,3482 ein Zwei-Monats-Hoch markiert hatte. Der Dollar liegt bei 104,59 Yen nach 103,95 Yen in New York. Hauptgrund für die Schwäche der amerikanischen Währung ist nach Ansicht von Analysten das riesige Handelsbilanzdefizit Amerikas, das am Freitag unerwartet stark angestiegen war.
Technologiewerte belasten Tokioter Börse
Technologiewerte haben die Tokioter Börse zu Beginn der Handelswoche ins Minus gedrückt. Händler verwiesen am Montag auf die Wall Street, wo Technologietitel zum Wochenschluß ebenfalls nachgegeben hatten, obwohl der weltgrößte Chiphersteller Intel seine Umsatzziele für das laufende Quartal nach oben geschraubt hatte. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloß mit 0,62 Prozent im Minus bei 11.850 Punkten. Der breiter gefaßte Topix-Index gab um 0,38 Prozent auf 1.195 Punkte nach. Die übrigen asiatischen Börsen tendierten uneinheitlich. In Singapur legte der Leitindex im Handelsverlauf um 0,04 Prozent zu, in Südkorea gab er um 0,3 Prozent nach. Zu den größten Verlierern in Tokio gehörten die Aktien des weltweit zweitgrößten Chip-Ausrüsters Tokyo Electron, die fast drei Prozent nachgaben. Die Titel des Technologieunternehmens Advantest verloren ebenfalls fast drei Prozent. Leicht uulegen konnten dagegen Bankenwerte wie die von Mitsubishi Tokyo Financial Group.
Aktien Hongkong mittags gut behauptet - Dünnes Volumen
Trotz schwacher Vorgaben von Wall Street zeigt sich die Börse in Hongkong am Montag mit Aufschlägen. Der HSI steht zum Ende des Vormittagshandels 0,2 Prozent oder 23 Punkte höher bei 13.914. Das Volumen sei recht dünn, heißt es. Es gebe bei den Investoren weiterhin Befürchtungen hinsichtlich Zinserhöhungen in Amerika und Hongkong. Die wichtigsten Titel im Index zeigen sich uneinheitlich. China Mobile legen 1,8 Prozent auf 26,05 Hong Kong Dollar zu, nachdem das Unternehmen positive Zahlen vorgelegt hat. China Unicom geben dagegen 2,9 Prozent auf 6,60 Hong Kong Dollar nach, da die Anleger zum Konkurrenten umschichteten. (Dow Jones Newswires)
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluß
Leicht freundlich zeigten sich die amerikanischen Aktien am Freitag nach dem Schluß des offiziellen Handels. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator legte 0,08 Prozent auf 1.506,84 Punkte.
Die Aktien von Sepracor haben sich im nachbörslichen Handel am Freitag sehr fest präsentiert. Sepracor zogen um 6,4 Prozent auf 63,70 Dollar an, nachdem die FDA die Genehmigung für das Medikament ”Xopenex” erteilt hatte, das Asthmakranken helfen soll. Applebee's International wurden rege gehandelt, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, daß es die Geschäftszahlen für 2004 wohl später als bislang vorgesehen vorlegen wird. Die Aktien verbilligten sich nur geringfügig um 0,01 Dollar auf 28,19 Dollar. Activision tendierten auf 22,98 Dollar, nachdem das Unternehmen einen Rechtsstreit mit Viacom um ein Lizenzabkommen für ”Star Wars”-Videospiele beigelegt hatte. Blue Coat Systems fielen um 3,2 Prozent auf 21,48 Dollar, nachdem die SEC eine Untersuchung der Handelsabschlüsse an der Börse vor der Veröffentlichung der Mai-Geschäftszahlen angekündigt hatte.
Wall Street schließt leichter - Ölpreisanstieg belastet Indizes
Die amerikanischen Aktien haben sich am Freitag leichter aus dem Handel an der Wall Street verabschiedet. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) gab 0,7 Prozent oder 77 Punkte auf 10.774 nach. Der S&P-Index reduzierte sich um 0,8 Prozent oder 9 auf 1.200 Punkte und der Nasdaq-Composite sank um 0,9 Prozent oder 18 Punkte auf 2.042.
Händler verwiesen zur Begründung der Minuszeichen der Indizes vor allem auf den wieder gestiegenen Ölpreis. Zudem habe die Veröffentlichung der amerikanischen Handelsbilanz etwas auf den Kursen gelastet. Das Defizit hat sich nach dem überraschend deutlichen Rückgang im Dezember im Januar wieder ausgeweitet. Nach Angaben des amerikanischen Handelsminsteriums erhöhte sich der Passivsaldo auf 58,27 Milliarden Dollar von einem reviderten Minus von 55,74 (vorläufig: minus 56,40) Milliarden Dollar im letzten Monat des vergangenen Jahres. Damit fiel das Defizit höher aus als von Volkswirten erwartet, die im Mittel ihrer Prognosen mit einem Negativsaldo von 56,80 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Unter den Einzelwerten befanden sich vor allem Intel im Fokus der Investoren. Der Chiphersteller habe sich den negativen Vorgaben des Gesamtmarkts auch nicht entziehen können und zudem selbst im Prinzip auch keine positiven Impulse geliefert, erklärten Händler. Grundsätzlich sei im Handel schon davon ausgegangen worden, daß der Chiphersteller mit seinen Umsätzen am oberen Ende der Spanne landet, hieß es. Die Aussagen des Konzerns zum Midquater-Update seien daher weitgehend eingepreist gewesen, erklärte ein Beobachter.
Bislang ging Intel von einem Umsatz im ersten Quartal von 8,8 bis 9,4 Milliarden Dollar aus. Nun beläuft sich die Spanne auf 9,2 bis 9,4 Milliarden Dollar. Zudem teilte Intel mit, daß das Unternehmen mit einer Bruttomarge von 57 Prozent rechnet. Zuvor wurden 55 Prozent kommuniziert. Intel ermäßigten sich um 2,6 Prozent auf 24,20 Dollar. Die Aktien gehörten damit zu den größten Verlierern im Dow und zogen auch die anderen Technologiewerte des Indizes mit ins Minus. IBM gaben eins Prozent auf 91,51 Dollar nach und Hewlett-Packard reduzierten sich um 3,2 Prozent auf 19,94 Dollar. Microsoft gaben um 1,3 Prozent auf 25,09 Dollar nach.
Unter den kleineren Werten legten Kmart nach einer Hochstufung der Analysten von UBS um 13,3 Prozent auf glatt 127 Dollar zu. Die Analysten hatten zudem das Kursziel für die Aktie auf 160 von 100 Dollar angehoben und erklärt, daß die Fusionspläne im Zusammenhang mit Sears durchaus sinnvoll seien. Sears, die von der UBS wie Kmart auf ”Buy” genommen wurden, erhöhten sich um 7,9 Prozent auf 57,56 Dollar. Die Titel des Stahlproduzenten Nucor zogen um 8,5 Prozent auf 62,55 Dollar an, nachdem das Unternehmen die Prognosen für den Gewinn je Aktie im ersten Quartal angehoben hatte. Siebel ermäßigten sich hingegen um 2,1 Prozent auf 8,84 Dollar, nachdem die SEC eine Untersuchung des Stock-Option-Programms des Unternehmens angekündigt hatte.
Amerikanische Anleihen schließen leichter
Leichter haben sich die amerikanischen Anleihen am Freitag zum Handelsschluß gezeigt. Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,000 Prozent reduzierten sich um 19/32 auf 95-22/32 und rentierten mit 4,544 Prozent, nach 4,465 Prozent am Donnerstag. Die mit 5,375 Prozent verzinste 30-jährige Treasury gab um 23/32 auf 108-10/32 nach. Ihre Rendite stieg von 4,764 auf 4,81 Prozent. Händler machten vor allem die Sorge, daß sich die Inflation beschleunigen wird, für den Kursrückgang verantwortlich. Zwar hätten die Kommentare von Greenspan und Bernanke keine neuen Indikationen enthalten, geholfen hätten sie aber auch nicht, erklärte ein Händler. Sowohl der Fed-Chairman als auch der Fed-Governor hatten gesagt, das gegenwärtige Niveau der Zinsen am langen Ende sei beispiellos. Es sei ungewöhnlich, daß die Zinsen der Langläufer zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Konjunkturzyklus weiter fielen. Greenspan führte dies auf die starke ausländische Nachfrage nach amerikanischen Anleihen zurück. Doch auf längere Sicht würden die Bestände an amerikanischen Assets verringert werden, so auch Bernanke. Zudem lastete die unter den Erwartungen der Ökonomen ausgefallene Handelsbilanz zum Januar etwas auf den Kursen der Staatsanleihen, so Händler. Der Passivsaldo erhöhte sich auf 58,27 Milliarden Dollar von einem reviderten Minus von 55,74 (vorläufig: minus 56,40) Milliarden Dollar im letzten Monat des vergangenen Jahres. Damit ist das Defizit höher ausgefallen als von Volkswirten erwartet, die im Mittel ihrer Prognosen mit einem Negativsaldo von 56,80 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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