ARDBÖRSE
EZB reagiert auf Kreditkrise
Die US-Immobilienkrise hat auch für Turbulenzen auf dem Geldmarkt gesorgt. Daraufhin schritt am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit sechs Jahren ein und pumpte Milliarden in den Markt.
Überraschend wurde am Nachmittag bekannt, dass die EZB zusätzliche 94,8 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 4,0 Prozent den Banken zur Verfügung gestellt habe. Dies erfolgte in Form eines Schnelltenders.
Banken wappnen sich gegen Ausweitung der Krise
Mit der Maßnahme reagierten die europäischen Währungshüter auf die zunehmende Nervosität am Geldmarkt. Angesichts des ungewissen Ausmaßes der US-Immobilienkrise deckten sich offenbar viele Geldhäuser mit Geld ein, um über genügend flüssige Mittel für schlechtere Zeiten zu verfügen. Der Zinssatz für Tagesgeld sprang kurzzeitig auf bis 4,70 Prozent.
Gerüchte über Liquiditätsprobleme
Um Störungen zu vermeiden, griffen die europäischen Währungshüter den Banken unter die Arme. "Die EZB stellt fest, dass es Spannungen im Euro-Geldmarkt gibt", teilte die Notenbank am Nachmittag mit. Von Liquiditätsproblemen könne aber keine Rede sein. "Die Versorgung mit Liquidität ist normal", hieß es. Zuvor hatte allerdings die Investmentbank Goldman Sachs von "Gerüchten über Liquiditätsprobleme mehrerer europäischer Banken" berichtet.
Volkswirte begrüßten den Schritt. "Die EZB hat ein Signal an die Märkte gesendet und versucht, die Marktteilnehmer zu beruhigen", meinte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Allerdings könne auch die EZB die grundsätzliche Problematik der US-Hypothekenkrise nicht abfedern.
Kehrtwende von Trichet
Die Intervention der EZB kam freilich recht unerwartet. Denn noch vor kurzem hatte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gelassen über die US-Hypothekenkrise geäußert.
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auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
EZB reagiert auf Kreditkrise
Die US-Immobilienkrise hat auch für Turbulenzen auf dem Geldmarkt gesorgt. Daraufhin schritt am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit sechs Jahren ein und pumpte Milliarden in den Markt.
Überraschend wurde am Nachmittag bekannt, dass die EZB zusätzliche 94,8 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 4,0 Prozent den Banken zur Verfügung gestellt habe. Dies erfolgte in Form eines Schnelltenders.
Banken wappnen sich gegen Ausweitung der Krise
Mit der Maßnahme reagierten die europäischen Währungshüter auf die zunehmende Nervosität am Geldmarkt. Angesichts des ungewissen Ausmaßes der US-Immobilienkrise deckten sich offenbar viele Geldhäuser mit Geld ein, um über genügend flüssige Mittel für schlechtere Zeiten zu verfügen. Der Zinssatz für Tagesgeld sprang kurzzeitig auf bis 4,70 Prozent.
Gerüchte über Liquiditätsprobleme
Um Störungen zu vermeiden, griffen die europäischen Währungshüter den Banken unter die Arme. "Die EZB stellt fest, dass es Spannungen im Euro-Geldmarkt gibt", teilte die Notenbank am Nachmittag mit. Von Liquiditätsproblemen könne aber keine Rede sein. "Die Versorgung mit Liquidität ist normal", hieß es. Zuvor hatte allerdings die Investmentbank Goldman Sachs von "Gerüchten über Liquiditätsprobleme mehrerer europäischer Banken" berichtet.
Volkswirte begrüßten den Schritt. "Die EZB hat ein Signal an die Märkte gesendet und versucht, die Marktteilnehmer zu beruhigen", meinte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Allerdings könne auch die EZB die grundsätzliche Problematik der US-Hypothekenkrise nicht abfedern.
Kehrtwende von Trichet
Die Intervention der EZB kam freilich recht unerwartet. Denn noch vor kurzem hatte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gelassen über die US-Hypothekenkrise geäußert.
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