Heute postete ich die Aussage eines bekannten Wirtschaftlers, dass ein bißchen Inflation für Deutschland gar nicht so schlimm wäre und die Deutschen sich deswegen nicht immer so anstellen sollte. Etwas, das ich so oder anders in letzter Zeit öfter gelesen habe.
Im DFL war heute Prof. Dr. Scheide vom Institut für Weltwirtschaft zu hören, der übte harsche Kritik an Merkels Krisenpolitik. Weil sie sich nicht gegen die Anleihekäufe der EZB gewehrt habe, wären in Deutschland der Inflation jetzt Tür und Tor geöffnet, das Wirtschaftswachstum wäre bereits jetzt nach unten korrigiert worden, die Aussichten wären düster.
Wieder einmal sehr unterschiedliche Ansichten der "Experten", die nicht mehr vereinbar sind. Anfangs hielt ich das für Unsicherheit wegen der unbekannten Art der Situation. Mittlerweile denke ich, dass das den besonderen Interessen jedes einzelnen Experten geschuldet ist.
Bedauerlich ist für mich nur, dass damit eine Richtschnur fehlt, die früher den Menschen von Klugen oder Alten wie selbstverständlich vorgegeben wurde. Bedauerlich finde ich auch, dass Merkel die Experten gewählt hat, die nach Ansicht von Prof. Scheide den Weg kurzfristigen Erfolgs und steigender Börsenkurse angeraten haben, anstatt eine nachhaltige Wirtschaftspolitik zu befürworten.
Bedauerlich....!
GadT