Deutsche Bank
Beim Euro (EUR/USD) sollte nach Meinung von Uwe Wagner, Handelsexperte bei der Deutschen Bank, mit Long-Positionen zunächst abgewartet werden.
Der Euro habe gegenüber dem US-Dollar im Zuge der dramatischen Wende an den Börsen vor zwei Wochen, deutlich an Boden verloren. Hätte er noch am 11. März bei 1.1084 US-Dollar notiert, so habe er im Freitagstief letzter Woche die 1,0499 erreicht. Der Wochenschluss habe bei 1,0522 gelegen.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Kursverlauf des Euro gegenüber der US Valuta in einem tertiären Abwärtstrend, der ebenfalls mit ansteigender Dynamik und zunehmender Schwungkraft auf der Unterseite verlaufe. Hätte sich hier noch in den letzten drei Handelstagen eine kleine Konsolidierungs-/ Stabilisierungszone herausgebildet, so wäre diese zum Wochenende hin mit dem Unterschreiten ihrer unteren Begrenzung neutralisiert worden. Potenzielle Unterstützung auf der Unterseite lasse sich jetzt noch um 1,0503 und dann um 1,0338 herleiten.
Markttechnisch werde der Abschwung ebenfalls bestätigt, somit empfehle es sich aktuell nicht, sich spekulativ gegen den Abschwung stemmen zu wollen. Da wir, so der Analyst weiter, unter technischen Gesichtspunkten das Tief mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht erwischen werden, halten wir es für sinnvoller, erst eine nachhaltige Stabilisierung des Kursverlaufes abzuwarten, bevor wieder Long-Positionen im Euro auf die Agenda kommen. Aktuelle Widerstände würden sich um 1,0665 und 1,0699 definieren.