Die Welt diskutiert, ob und wenn ja, wann es zu einem Angriff auf den Irak kommen soll. Dabei befinden sich angeblich bereits amerikanische Soldaten auf irakischem Boden. Der designierte türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan sagte in einem Interview, US-Soldaten seien im Norden und Süden in den Irak eingedrungen.
AFP/DPA
Hamburg - Die Vorauskommandos operierten bereits im Irak, um von dort aus amerikanische Spionageflugzeuge zu dirigieren, wird der als fundamentalistisch geltende Erdogan von der arabischen Zeitung "El Hajat" zitiert. Weitere Einzelheiten über den Zeitpunkt oder die Anzahl der Soldaten nannte Erdogan dem Blatt zufolge nicht. Die Türkei steht unter großem Druck Washingtons, den USA ihre Luftwaffenstützpunkte für einen Angriff auf Irak zur Verfügung zu stellen.
Amerikanische und britische Kampfflugzeuge griffen am Samstag wie schon seit Monaten erneut Ziele in der südlichen Flugverbotszone im Irak an. Das US-Zentralkommando erklärte, Ziel des Angriffs sei eine Luftabwehrstellung in der Nähe von Tallil gewesen, etwa 270 Kilometer südöstlich von Bagdad. In diesem Monat war es bereits der 13. Angriff in der südlichen Flugverbotszone.
Die "Los Angeles Times" berichtet, nach Angaben des Militärexperten William Arkin erwägen die USA den begrenzten Einsatz von Atomwaffen. Dieser "atomare Präventivschlag" solle verhindern, dass Saddam Hussein im Kriegsfall Massenvernichtungsmittel einsetzt. Arkin beruft sich laut dem Blatt auf gut informierte Quellen.
Auf der Bühne internationaler Diplomatie ist ein baldiger Angriff der USA eher unwahrscheinlicher geworden. Der für Montag erwartete Bericht der internationalen Waffenkontrolleure werde keine Überraschungen enthalten, erklärte am Sonntag der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed al-Baradei. Auch der britische Premierminister Tony Blair - engster europäischer Gefolgsmann von US-Präsident George W. Bush - sprach sich dafür aus, den Waffeninspektoren in Irak mehr Zeit zu geben.
Allerdings dürften die Kontrolleure keine Monate brauchen, um festzustellen, ob Irak alle Auflagen erfülle, sagte Blair in einem BBC-Interview. Die Bedeutung des mit Spannung erwarteten Berichts der Uno-Waffeninspekteure an den Weltsicherheitsrat versuchte Blair herunterzuspielen. Es handele sich lediglich um den ersten vollständigen Bericht, dem aber noch weitere folgen würden, sagte Blair.
Der Bericht, den al-Baradei und der Leiter der Inspektionen, Hans Blix, dem Weltsicherheitsrat vorlegen werden, werde eine "möglichst objektive Einschätzung" der irakischen Abrüstungsbemühungen liefern, sagte der IAEA-Chef. "Wir werden über die erzielten Fortschritte berichten und sagen, was wir noch tun müssen", sagte al-Baradei in Wien kurz vor dem Abflug nach New York. Trotz vieler Stimmen, die eine Verlängerung der Inspektionen fordern, hat US-Außenminister Colin Powell klar gemacht, dass die US-Regierung davon wenig hält. In ein paar Wochen würde man feststellen, dass man nicht weitergekommen sei, sagte er der "Financial Times".
Powell kündigte an, es werde vor dem Treffen von US-Präsident George W. Bush und dem britischen Premierminister Blair am kommenden Freitag in Camp David keine Entscheidung über einen Krieg geben.
AFP/DPA
Hamburg - Die Vorauskommandos operierten bereits im Irak, um von dort aus amerikanische Spionageflugzeuge zu dirigieren, wird der als fundamentalistisch geltende Erdogan von der arabischen Zeitung "El Hajat" zitiert. Weitere Einzelheiten über den Zeitpunkt oder die Anzahl der Soldaten nannte Erdogan dem Blatt zufolge nicht. Die Türkei steht unter großem Druck Washingtons, den USA ihre Luftwaffenstützpunkte für einen Angriff auf Irak zur Verfügung zu stellen.
Amerikanische und britische Kampfflugzeuge griffen am Samstag wie schon seit Monaten erneut Ziele in der südlichen Flugverbotszone im Irak an. Das US-Zentralkommando erklärte, Ziel des Angriffs sei eine Luftabwehrstellung in der Nähe von Tallil gewesen, etwa 270 Kilometer südöstlich von Bagdad. In diesem Monat war es bereits der 13. Angriff in der südlichen Flugverbotszone.
Die "Los Angeles Times" berichtet, nach Angaben des Militärexperten William Arkin erwägen die USA den begrenzten Einsatz von Atomwaffen. Dieser "atomare Präventivschlag" solle verhindern, dass Saddam Hussein im Kriegsfall Massenvernichtungsmittel einsetzt. Arkin beruft sich laut dem Blatt auf gut informierte Quellen.
Auf der Bühne internationaler Diplomatie ist ein baldiger Angriff der USA eher unwahrscheinlicher geworden. Der für Montag erwartete Bericht der internationalen Waffenkontrolleure werde keine Überraschungen enthalten, erklärte am Sonntag der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed al-Baradei. Auch der britische Premierminister Tony Blair - engster europäischer Gefolgsmann von US-Präsident George W. Bush - sprach sich dafür aus, den Waffeninspektoren in Irak mehr Zeit zu geben.
Allerdings dürften die Kontrolleure keine Monate brauchen, um festzustellen, ob Irak alle Auflagen erfülle, sagte Blair in einem BBC-Interview. Die Bedeutung des mit Spannung erwarteten Berichts der Uno-Waffeninspekteure an den Weltsicherheitsrat versuchte Blair herunterzuspielen. Es handele sich lediglich um den ersten vollständigen Bericht, dem aber noch weitere folgen würden, sagte Blair.
Der Bericht, den al-Baradei und der Leiter der Inspektionen, Hans Blix, dem Weltsicherheitsrat vorlegen werden, werde eine "möglichst objektive Einschätzung" der irakischen Abrüstungsbemühungen liefern, sagte der IAEA-Chef. "Wir werden über die erzielten Fortschritte berichten und sagen, was wir noch tun müssen", sagte al-Baradei in Wien kurz vor dem Abflug nach New York. Trotz vieler Stimmen, die eine Verlängerung der Inspektionen fordern, hat US-Außenminister Colin Powell klar gemacht, dass die US-Regierung davon wenig hält. In ein paar Wochen würde man feststellen, dass man nicht weitergekommen sei, sagte er der "Financial Times".
Powell kündigte an, es werde vor dem Treffen von US-Präsident George W. Bush und dem britischen Premierminister Blair am kommenden Freitag in Camp David keine Entscheidung über einen Krieg geben.