erneut schwaches Quartal bei Online-Brokern


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erneut schwaches Quartal bei Online-Brokern

 
13.11.01 08:36
AUSBLICK: Analysten erwarten erneut schwaches Quartal bei Online-Brokern
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die drei am Neuen Markt gelisteten deutschen Online-Broker stehen in der kommenden Woche erneut vor der Veröffentlichung schwacher Quartalszahlen. Den Zahlenreigen eröffnet Consors am Dienstag (13. November), gefolgt von der DAB dank , die am Donnerstag (15. November) mit den Zahlen für das dritte Quartal aufwarten wird. Den ursprünglichen Termin verschoben hat dagegen die comdirect , die Online-Tochter der Commerzbank .

Die Veröffentlichung steht nun am Freitag (16. November) auf dem Programm. "Auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung sind strategische Entscheidungen gefallen, die in dem Quartalsbericht berücksichtigt werden sollen", sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag der dpa-AFX.

COMDIRECT WIRD VERMUTLICH AUSLANDSTÖCHTER SCHLIESSEN

"Wir halten es für am wahrscheinlichsten, dass einige Auslandstöchter geschlossen oder verkauft werden", sagte dazu BHF-Bank-Analyst Philipp Hässler im Gespräch mit der dpa-AFX. Dies sei zwar kurzfristig durchaus positiv zu werten, da die Verluste begrenzt würden, langfristig fehle der Bank jedoch das Kundenwachstum im Ausland, sagte Hässler. Im Ausland habe die Bank ohnehin nicht die nötige kritische Masse, um zu den Großen der Branche zu gehören, gab ein anderer Experte zu Bedenken.

Besonders schlecht dürften die Zahlen bei Consors ausgefallen sein. Analyst Hässler von der BHF-Bank erwartet einen Anstieg des Vorsteuerverlustes im dritten Quartal auf 41,4 Millionen Euro nach einem Minus von 35,7 Millionen Euro im zweiten Quartal 2001. Johannes Thormann von der West LB Panmure sieht bei der Online-Tochter der Schmidt-Bank dagegen einen Vorsteuerverlust von 39,5 Millionen Euro, während die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein 37,6 Millionen Euro in ihren Schätzungen nannten.

Das Vorsteuerminus bei der DAB bank, die Analyst Thormann zusammen mit Consors mit "Kaufen" eingestuft hat, dürfte bei 35,2 Millionen Euro nach 35,7 Millionen Euro in den Monaten April bis Juni liegen. Für die comdirect Bank rechnet Hässler mit einem Vorsteuerverlust von 17,6 Millionen Euro nach 26,6 Millionen Euro im zweiten Quartal. Dies liege auch daran, dass die Auslandsexpansion deutlich zurückgefahren wurde.

DEUTLICHER KOSTENRÜCKGANG BEI DEN ONLINE-BROKERN

Reduzierte Marketing- und Kosten für externe Berater dürften dagegen bei den Verwaltungskosten zu einem Rückgang geführt haben: Analyst Thormann rechnet bei Consors mit 70,3 Millionen Euro nach 80 Millionen Euro im zweiten Quartal 2001. Diese Einschätzung vertritt auch der Experte Hässler und erwartet bei Consors Verwaltungsaufwendungen von 71,7 Millionen Euro nach 79,9 Millionen Euro im zweiten Quartal.

Auch bei der Online-Tochter der HypoVereinsbank , der DAB bank, sei der Verwaltungsaufwand auf 59,2 Millionen Euro nach 62,2 Millionen Euro zurückgegangen, glaubt der BHF-Analyst. Am deutlichsten springt dagegen die Kostenreduzierung bei der comdirect-Bank ins Auge: Experte Hässler rechnet im aktuellen Quartal mit 41 Millionen Euro nach 64,8 Millionen Euro im zweiten Quartal. Der comdirect komme zugute, dass sie Kurzarbeit eingeführt habe. Dies wirke sich positiv auf der Kostenseite aus. Den erwarteten kräftigen Rückgang auf 43,3 Millionen Euro nach 64,8 Millionen Euro begründete Analyst Thormann deshalb auch mit den relativ geringen Fixkosten der comdirect-Bank.

ERNEUT SINKENDE PROVISIONSERTRÄGE ERWARTET

Die Fachleute rechnen bei allen Online-Brokern mit sinkenden Provisionserträgen: 24 Millionen Euro nach 30,8 Millionen Euro im zweiten Quartal schätzt der West LB Panmure-Experte den Rückgang bei Consors ein. Analysten machen dafür das überdurchschnittliche Engagement der Consors-Kunden am besonders stark gebeutelten Neuen Markt verantwortlich. Consors könnte zudem besonders hohe Rückstellungen für die Risikovorsorge gebildet haben.

Der Experte, der die DAB bank derzeit mit einem Kursziel von 21,40 Euro auf 12 Monate eingestuft hat, sieht bei der Bank Provisionserlöse von 16,1 Millionen Euro nach 20,2 Millionen Vorquartal. Die mit "Neutral" eingestufte comdirect dürfte laut Thormann einen leichten Rückgang auf 18,8 Millionen Euro von 22,9 Millionen Euro im zweiten Quartal bei den Provisionen verzeichnen./ep/mk/ms



13.11. - 06:30 Uhr
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ConSors mit Verlust in den ersten neun Monaten

 
13.11.01 10:54
ConSors mit Verlust in den ersten neun Monaten von 61 Millionen Euro
 
NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Online-Broker ConSors hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs einen Gewinneinbruch verbucht. Der Nettoverlust betrage 61 Millionen Euro nach einem Gewinn von 11,7 Millionen Euro ein Jahr zuvor, teilte die ConSors Discount-Broker AG am Dienstag in Nürnberg mit.

Dies entspricht den Angaben nach einem Verlust je Aktie von 1,28 Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte die Gesellschaft noch einen Gewinn von 0,26 Euro je Aktie ausgewiesen. Im Oktober habe auf Grund erhöhter Tradingaktivität in der AG ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden können, hieß es.

Den Angaben nach gewann ConSors in den ersten neun Monaten 63.000 Neukunden. Gleichzeitig kündigten 33.000 Inhaber ihr Depot. Die Anzahl der Depots belaufe sich demnach bis Ende September auf 556 000. ZAHL DER TRANSAKTIONEN BRICHT UM 40% EIN

Dabei verringerte sich die Zahl der Transaktionen ("Trades") im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 5,6 Millionen. Das Depot- und Einlagevolumen halbierte sich nahezu von 11,2 auf 6,2 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss von 36,3 Millionen Euro im Vorjahr sank infolge eines rückläufigen Kreditgeschäfts auf 30,4 Millionen Euro.

Der Provisionsüberschuss sei in den ersten neun Monaten um 43 Prozent auf 98,3 Millionen Euro zurückgegangen. Die operativen Erträge betrugen nach Unternehmensangaben bis Ende September 134,9 Millionen Euro und lagen damit um 36 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Die operativen Aufwendungen lagen bei 228,9 Millionen Euro (Vorjahr: 184,2 Millionen Euro).

Die Marketingaufwendungen seien deutlich um 39 Prozent auf 29,0 Millionen Euro gesenkt worden, teilte ConSors weiter mit. Im Quartalsvergleich hätten sich bereits Kosteneinsparungen mit gesenkten operativen Aufwendungen bemerkbar gemacht./kf/jh/ar


13.11. - 10:34 Uh
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Direktbank DAB trotz hoher Verluste optimistisch

 
15.11.01 09:59
ROUNDUP: Direktbank DAB trotz hoher Verluste optimistisch
 
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die DAB bank sieht trotz anhaltend hoher Verluste Licht am Ende des Tunnels. Im dritten Quartal belief sich der Nettoverlust auf 25,7 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war das Ergebnis noch leicht positiv. Der Sparkurs zeige aber Wirkung, sagte Konzernchef Matthias Kröner. "Unserem Ziel, einem konzernweit ausgeglichenen Ergebnis im Jahr 2002 sind wir einen guten Schritt näher gekommen." Die Bank könne auch zukünftig eine führende Rolle in der Branche spielen.

HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt hatte in einem Interview eine Reintegration der Direktbank-Tochter in den Konzern nicht ausgeschlossen. Für Kröner ist zumindest eine engere Zusammenarbeit denkbar.

WIR SIND SCHON AM ENDE DES TUNNELS

Der Verlust der DAB bank war im dritten Quartal in etwa so groß, wie im ersten und im zweiten Quartal. In den ersten neun Monaten summierten sich die Verluste auf 74,5 Millionen Euro. Die Zahl der Depots stieg im dritten Quartal um 25.000 auf gut 526.000. Damit wuchs die HypoVereinsbank-Tochter zwar erneut langsamer als in den Vorquartalen, nach eigenen Angaben aber schneller als der Markt. Er spüre einen Aufwind, sagte Kröner: "Wir sind schon am Ende des Tunnels." Das vierte Quartal sei sehr verheißungsvoll angelaufen, es werde aber noch einmal Verluste geben.

Auch der Konkurrent ConSors hatte am Vortag von hohen Verlusten berichtet. Hier betrug das Minus in den ersten neun Monaten 61 Millionen Euro. Um ConSors ranken sich derzeit Verkaufsspekulationen. Die SchmidtBank wollte einen Verkauf ihrer Mehrheitsbeteiligung nicht mehr ausschließen. Gespräche zwischen DAB Bank und ConSors wurden abgebrochen.

RAUCH HÖRT ALS AUFSICHTSRATSCHEF AUF

Kröner teilte zugleich mit, dass Eberhard Rauch sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender der DAB bank AG (München) abgegeben habe. Rauch hatte zuvor seinen Rückzug aus dem Vorstand der HypoVereinsbank zum Jahresende angekündigt. Den Vorsitz übernimmt künftig HypoVereinsbank-Vorstand Stefan Jentzsch. Zudem verlässt Roland Folz den Vorstand der DAB bank./ax/DP/rw


15.11. - 09:49 Uhr
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Comdirect rechnet für 2002 mit Vorsteuergewinn im

 
16.11.01 19:42
Comdirect rechnet für 2002 mit Vorsteuergewinn im Konzern

 
(dpa-AFX) Die Comdirect Bank AG will bereits im kommenden Jahr einen Vorsteuergewinn im Gesamtkonzern erwirtschaften. Der Vorstandsvorsitzende des Onlinebrokers, Bernd Weber, rechnet dann für das Deutschland-Geschäft alleine bereits mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Gewinn. "Wir hoffen, dass die AG im Jahr 2002 schwarze Zahlen schreiben wird", sagte er am Freitag bei einer Analystenkonferenz.

Der im NEMAX 50 notierte Online-Broker hatte zuvor sein Ergebnis für das dritte Quartal bekannt gegeben. Die Bank häufte konzernweit samt ihrer Auslandstöchter in den ersten neun Monaten einen Verlust von 46,4 Millionen Euro an. Damit lag das Ergebnis aber über den Analystenerwartungen.

Weber kündigte an, dass sich die Commerzbank-Tochter bis zum Ende des Jahres von ihren verlustreichen Auslandstöchtern in Frankreich und Italien trennen und sich verstärkt auf das erfolgreichere Geschäft in Deutschland und in Großbritannien konzentrieren wolle.

Kundestamm in Großbritannien soll auf 24.000 wachsen

Weber will seinen Kundenstamm in Großbritannien bis zum Ende des nächsten Jahres auf 24.000 ausweiten. Möglicherweise könne die Gewinnschwelle auf der Insel bereits in den letzten Monaten des Jahres 2003 erreicht werden. Spätestens im Jahr 2004 könne die Bank aber soweit sein, sagte der Unternehmenschef. "Wir sehen positive Trends", sagte Weber und betonte, dass die Tochter sämtliche Ziele erreicht habe.

Keinen Lichtstreif sah er für die nach dem Platzen der Internet-Spekulationsblase ohnehin schwierige Aufgabe der Neukundengewinnung. Das Wachstum der Kundenzahl dürfte sich auch im kommenden Jahr weiter verlangsamen, sagte der Comdirect-Chef. Grund sei hierfür aber auch, dass die Bank ihre Werbemaßnahmen weiter einschränken werde, um die Kosten erneut zu reduzieren.  
 
 

 
[Fri, 16.11.2001] - © 2001 de.internet.com

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