Enron: Dollarmillion durch Insider-Geschäfte
Washington - Die finanziell äußerst lukrativen Insider-Geschäfte einiger Manager des zusammengebrochenen US-Energieriesen Enron sind in einem nun veröffentlichten Bericht des Enron-Vorstands aufgeschlüsselt, der von der "New York Times" zitiert wird. Demnach häufte ein enger Personenkreis rund um den ausgeschiedenen Finanzchef der Firma, Andrew S. Fastow, durch Partnerschaften mit von Enron ausgelagerten Partner-Gesellschaften in kurzer Zeit ein Vermögen an. Vor dem eigenen Unternehmen, Enron, habe Fastow seine Transaktionen geheimgehalten, so der Vorstand. Benannt wurden die Geschäfte nach einem noblen Bezirk am Sitz des Konzerns in Houston, Texas, "Southampton Place", in dem Fastow und der ehemalige Geschäftsführer Michael Kopper wohnten.
Drehscheibe Fastow
Die ohne Wissen und Erlaubnis der Firma durchgeführten Transaktionen brachten ihren Teilnehmern einen enormen Gewinn, heißt es in dem Bericht. Die profitablen Deals wurden alle zu Jahresanfang 2000 gemacht und waren dem Enron-Vorstand nicht bekannt, heißt es in dem Bericht.
Vernetzung der Beteiligten
Die "Southampton"-Geschäfte funktionierten offenbar mittels der Informationen von Fastow aus dem Unternehmen. Der Enron-Konzern hatte zahlreiche Partnerschaften gegründet, die nach Medienberichten lediglich dazu dienten, Verluste auszulagern und die Gewinne in der Bilanz aufzublähen, um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben. Die Gruppe um Fastow habe nun ihrerseits die "Southampton"-Partnerschaften gegründet, die mit diesen Enron-Partnerschaften wiederum Geschäfte machten. Die Fastow-Gruppe habe auf diese Weise zahlreiche "Insider-Geschäfte" getätigt und daraus in riesigem Ausmaß profitiert.
Als die Transaktionen im vergangenen Herbst bekannt wurden, habe der Vorstand alle noch im Unternehmen arbeitenden "Southampton"-Partner entlassen. Bis dahin habe kein Mitglied des Enron-Vorstands gewusst, dass hinter den Partnern ihrer Partner eigentlich Enron-Leute gestanden hatten.
Washington - Die finanziell äußerst lukrativen Insider-Geschäfte einiger Manager des zusammengebrochenen US-Energieriesen Enron sind in einem nun veröffentlichten Bericht des Enron-Vorstands aufgeschlüsselt, der von der "New York Times" zitiert wird. Demnach häufte ein enger Personenkreis rund um den ausgeschiedenen Finanzchef der Firma, Andrew S. Fastow, durch Partnerschaften mit von Enron ausgelagerten Partner-Gesellschaften in kurzer Zeit ein Vermögen an. Vor dem eigenen Unternehmen, Enron, habe Fastow seine Transaktionen geheimgehalten, so der Vorstand. Benannt wurden die Geschäfte nach einem noblen Bezirk am Sitz des Konzerns in Houston, Texas, "Southampton Place", in dem Fastow und der ehemalige Geschäftsführer Michael Kopper wohnten.
Drehscheibe Fastow
Die ohne Wissen und Erlaubnis der Firma durchgeführten Transaktionen brachten ihren Teilnehmern einen enormen Gewinn, heißt es in dem Bericht. Die profitablen Deals wurden alle zu Jahresanfang 2000 gemacht und waren dem Enron-Vorstand nicht bekannt, heißt es in dem Bericht.
Vernetzung der Beteiligten
Die "Southampton"-Geschäfte funktionierten offenbar mittels der Informationen von Fastow aus dem Unternehmen. Der Enron-Konzern hatte zahlreiche Partnerschaften gegründet, die nach Medienberichten lediglich dazu dienten, Verluste auszulagern und die Gewinne in der Bilanz aufzublähen, um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben. Die Gruppe um Fastow habe nun ihrerseits die "Southampton"-Partnerschaften gegründet, die mit diesen Enron-Partnerschaften wiederum Geschäfte machten. Die Fastow-Gruppe habe auf diese Weise zahlreiche "Insider-Geschäfte" getätigt und daraus in riesigem Ausmaß profitiert.
Als die Transaktionen im vergangenen Herbst bekannt wurden, habe der Vorstand alle noch im Unternehmen arbeitenden "Southampton"-Partner entlassen. Bis dahin habe kein Mitglied des Enron-Vorstands gewusst, dass hinter den Partnern ihrer Partner eigentlich Enron-Leute gestanden hatten.