Mein (zurückhaltendes) Kursziel für 2021 lautet > 20 Euro
mein (optimistisches) Kursziel für 2022 lautet > 35 Euro
Würde mich über eure Meinungen und regen Austausch freuen.
|
| 43 Beiträge ausgeblendet. |
|
"Eine Top-Dividendenaktie mit hoher Marktkapitalisierung
Eine der besten und beliebtesten Dividendenaktien an der TSX ist schließlich Enbridge (TSX:ENB), und das aus gutem Grund.
Der 100-Milliarden-Dollar-Energieinfrastrukturwert ist nicht nur ein marktbeherrschender Akteur in einem wichtigen Industriezweig, sondern auch gut diversifiziert und generiert ständig Milliarden an Cashflow.
So hat Enbridge beispielsweise seine Dividende 29 Jahre lang in Folge erhöht und damit bewiesen, dass es sich um eine hochwertige und zuverlässige Anlage handelt.
Darüber hinaus entspricht die jährliche Dividende von 3,66 $ einer Rendite von 7,8 %. Nach den eigenen Prognosen von Enbridge ist die Dividende jedoch äußerst sicher, da ENB erwartet, im Jahr 2024 einen ausschüttungsfähigen Cashflow pro Aktie von mindestens 5,40 $ zu erzielen. Damit würde die Aktie höchstens eine Ausschüttungsquote von 68 % erreichen.
Wenn Sie also auf der Suche nach den besten TSX-Dividendenaktien sind, die Sie jetzt kaufen sollten, dann ist Enbridge sicherlich eine der besten in der Branche."
Übersetzt mit DeepL.com
Quelle: The Motley Fool
Investors must pay attention and know the three reasons why Enbridge is a strong buy today.
Posted by
Christopher Liew, CFA
Published September 25, 4:10 pm EDT
Enbridge ist übrigens auch schon lange bei Lynn Alden im Depot.
Davon ab:
Enbridge ist für mich zum Stand 11. April 2026 ein qualitativ sehr starkes Infrastrukturunternehmen, aber keine klassische Wachstumsrakete. Wer hier ein explosives Gewinnwachstum sucht, ist falsch. Wer dagegen ein robustes, defensives, cashflowstarkes Geschäft mit hoher Ausschüttung, regulierten bzw. vertraglich abgesicherten Erträgen und brauchbarer Langfristperspektive sucht, landet ziemlich schnell bei Enbridge. Der Kurs der NYSE-Aktie lag am letzten Handelstag vor dem Stichtag, also am 10. April 2026, bei 54,32 US-Dollar. Bei einer für 2026 annualisierten Dividende von 3,88 US-Dollar entspricht das einer laufenden Dividendenrendite von rund 7,14 Prozent. (Enbridge)
Das Unternehmen ist historisch gewachsen aus der kanadischen Interprovincial Pipe Line Company, die 1949 nach dem Ölfund von Leduc gegründet wurde. Aus dem ursprünglichen Öltransportgeschäft entstand über Jahrzehnte ein immer breiteres nordamerikanisches Energieinfrastrukturhaus. Ein entscheidender Einschnitt war die Fusion mit Spectra Energy, die am 27. Februar 2017 abgeschlossen wurde und Enbridge zu einem der größten Energieinfrastrukturkonzerne Nordamerikas machte. Diese Geschichte ist wichtig, weil sie erklärt, warum Enbridge heute nicht nur Öl transportiert, sondern ein breites Portfolio aus Flüssigpipelines, Gastransport, Gasverteilung und -speicherung sowie erneuerbaren Stromanlagen besitzt. (Enbridge)
Operativ ist Enbridge heute deutlich breiter aufgestellt, als viele Anleger auf den ersten Blick denken. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen auf die berichteten Segmente 29,882 Milliarden kanadische Dollar Umsatz im Bereich Liquids Pipelines, 5,854 Milliarden im Gastransport, 5,976 Milliarden im Bereich Gas Distribution and Storage und 477 Millionen im Bereich Renewable Power Generation. Noch wichtiger als die Umsätze ist aber die Struktur der Cashflows: Laut Investor Day stammen rund 98 Prozent des EBITDA aus Cost-of-Service- oder anderweitig vertraglich abgesicherten Cashflows, etwa 80 Prozent des EBITDA haben Inflationsschutz, und mehr als 95 Prozent der Kunden sind Investment Grade. Das ist genau die Art von Profil, die ein Infrastrukturkonzern haben sollte.
Die 2025er Zahlen bestätigen dieses Bild. Enbridge meldete für 2025 ein Adjusted EBITDA von 19,952 Milliarden kanadischen Dollar und einen Distributable Cash Flow von 12,454 Milliarden kanadischen Dollar beziehungsweise 5,71 kanadische Dollar je Aktie. Für 2026 wurde die Prognose bekräftigt: EBITDA von 20,2 bis 20,8 Milliarden kanadischen Dollar und DCF je Aktie von 5,70 bis 6,10 kanadischen Dollar. Das ist kein berauschendes Wachstum, aber es ist solide, planbar und für ein Unternehmen dieser Größe absolut respektabel. Enbridge selbst sieht für die Zeit nach 2026 ein mittelfristiges Wachstum von etwa 5 Prozent bei EBITDA, DCF je Aktie und bereinigtem Ergebnis je Aktie.
Ein wesentlicher Punkt in der Investmentthese ist die Dividende. Enbridge hat die Ausschüttung für 2026 um 3 Prozent auf 0,97 US-Dollar je Quartal beziehungsweise 3,88 US-Dollar im Jahr erhöht. Das Unternehmen spricht von 31 aufeinanderfolgenden jährlichen Dividendenerhöhungen und hält an einer Ausschüttungsquote von 60 bis 70 Prozent des DCF fest. Das ist wichtig, weil hohe Renditen allein nichts wert sind, wenn die Ausschüttung wackelt. Bei Enbridge ist die Dividende nicht risikolos, aber sie ist durch das Geschäftsmodell und die Steuerung des Kapitalrahmens deutlich besser abgesichert als bei vielen Hochdividendenwerten aus zyklischeren Branchen. (Enbridge)
Der zweite zentrale Punkt ist die Verschuldung. Enbridge ist klar fremdfinanziert, und das muss man nüchtern sagen. Das Unternehmen wies zum Jahresende 2025 ein berichtetes Total Debt von 105,024 Milliarden kanadischen Dollar aus; nach Management-Anpassungen lag die für die Steuerung relevante Verschuldung bei 98,959 Milliarden. Das Verhältnis Debt-to-EBITDA lag bei 4,8x und damit innerhalb des Zielkorridors von 4,5x bis 5,0x. Das ist kein niedriger Wert, aber für ein großes, reguliertes und vertraglich abgesichertes Midstream- und Utility-Geschäft noch beherrschbar. Die Bilanz ist also nicht schön im Sinne von konservativ unterverschuldet, aber sie wirkt auch nicht aus dem Ruder gelaufen. Genau das ist bei Enbridge der Normalzustand: ordentlich gehebelt, aber im Rahmen. (Enbridge)
Für die nächsten Jahre spricht vor allem die Sichtbarkeit des Wachstums. Enbridge meldete zuletzt einen gesicherten Projektbestand von 39 Milliarden kanadischen Dollar und stellte beim Investor Day rund 50 Milliarden Dollar an Wachstumschancen bis 2030 heraus, davon etwa 23 Milliarden im Gastransport, rund 10 Milliarden bei Flüssigpipelines, etwa 9 Milliarden in Gas Distribution and Storage und etwa 7 Milliarden im Bereich Renewables. Zusätzlich sieht das Management eine jährliche Investitionskapazität von 9 bis 10 Milliarden Dollar, ohne das Finanzprofil grundsätzlich zu sprengen. Das ist wichtig, weil die Aktie nicht von einer großen Turnaround-Story lebt, sondern davon, dass immer wieder neue, relativ sichere Projekte in Betrieb gehen und den Cashflow Stück für Stück nach oben schieben.
Strategisch halte ich die Positionierung für vernünftig. Viele Anleger denken bei Enbridge immer noch zu eindimensional an Öl. Tatsächlich ist das Unternehmen heute stark auf Erdgas und Gasinfrastruktur ausgerichtet und profitiert gerade dort von mehreren strukturellen Treibern: LNG-Exporten, steigender Stromnachfrage, mehr Gaskraft als verlässlicher Backup für volatile Erneuerbare und wachsendem Energiebedarf durch Rechenzentren. Enbridge verweist selbst darauf, dass sein System mit 100 Prozent der in Betrieb befindlichen LNG-Exportkapazität an der US-Golfküste verbunden ist und dass zahlreiche neue Rechenzentren in Systemnähe entstehen. Das heißt nicht, dass alle politischen und regulatorischen Risiken verschwinden. Aber es heißt, dass Enbridge nicht auf einen aussterbenden Nischenmarkt setzt, sondern auf Infrastruktur, die in Nordamerika auf absehbare Zeit gebraucht wird. (Enbridge)
Die Kehrseite sollte man nicht beschönigen. Enbridge bleibt ein regulierungsintensiver Konzern mit politischen Risiken, Genehmigungsrisiken und Zinsabhängigkeit. Wenn Zinsen länger hoch bleiben, ist das für hoch ausschüttende Infrastrukturwerte Gegenwind. Auch die Energiewende ist für Enbridge nicht nur Chance, sondern auch Anpassungsdruck. Der Konzern reagiert darauf mit Gasnetzen, Utilities, Speichern, Renewables und kleineren Lower-Carbon-Aktivitäten, aber er bleibt im Kern ein traditionelles Energieinfrastrukturunternehmen. Wer glaubt, dass Öl- und Gasinfrastruktur in 15 Jahren strukturell wertlos sein wird, sollte die Aktie nicht kaufen. Wer dagegen davon ausgeht, dass Nordamerika noch sehr lange große Mengen Öl und vor allem Erdgas transportieren, speichern und verteilen muss, hat mit Enbridge ein plausibles Langfrist-Asset vor sich. Diese Aussage ist meine Einschätzung; sie ist keine feststehende Tatsache. Die gesicherten Fakten sind: Enbridge plant mit ungefähr 5 Prozent mittelfristigem Wachstum und sieht bis 2030 erhebliche organische Ausbauchancen.
Zur Bewertung: Auf Basis des Schlusskurses von 54,32 US-Dollar und einer 2026er Dividende von 3,88 US-Dollar liegt die Rendite bei gut 7,1 Prozent. Setzt man die Mitte der 2026er DCF-Guidance mit rund 5,90 kanadischen Dollar je Aktie an, entspricht das grob einem Kurs-zu-DCF-Verhältnis von etwa 9,2. Wegen der unterschiedlichen Berichtswährungen ist das keine saubere IFRS-Feinrechnung, aber als grobe Einordnung reicht es. Für einen qualitativ hochwertigen, defensiven Infrastrukturtitel mit dieser Rendite ist das nicht teuer. Es ist aber auch nicht absurd billig, weil ein Teil der Attraktivität eben bereits in der hohen Ausschüttung steckt. (Enbridge)
Mein Basisszenario lautet daher so: Enbridge ist zum Stand 11. April 2026 eher ein gutes Einkommens- und Qualitätsinvestment als eine spektakuläre Kursvervielfachungsstory. Ich halte die Aktie auf dem aktuellen Niveau für vernünftig bewertet bis moderat unterbewertet. Mein 12-Monats-Kursziel liegt bei 58 US-Dollar, mein bullishes Szenario bei 64 US-Dollar und mein vorsichtiges Szenario bei 48 US-Dollar. Diese Kursziele sind ausdrücklich meine Einschätzung, nicht vom Unternehmen oder vom Markt vorgegeben. Dahinter steht im Kern folgende Logik: Im Basisszenario bleibt die Dividendenrendite ungefähr im Bereich um 6,5 bis 7,0 Prozent und der Cashflow wächst moderat weiter; im bullischen Szenario sinkt die vom Markt verlangte Rendite etwas und der Ausbaupfad läuft sauber; im vorsichtigen Szenario drücken Zinsen, Regulierung oder Projektverzögerungen auf die Bewertung. (Enbridge)
Über 5 bis 15 Jahre ist mein Urteil insgesamt positiv, aber nicht euphorisch. Enbridge dürfte nach meinem Eindruck gute Chancen haben, pro Jahr einen ordentlichen Gesamtertrag aus Dividende plus moderatem Cashflow-Wachstum zu liefern. Der realistische Charme der Aktie liegt für mich in einer Kombination aus hoher laufender Ausschüttung, solider, nicht spektakulärer Steigerung und einem Geschäftsmodell, das in einem unsicheren Energieumfeld eher nützt als schadet. Das große Geld wird hier eher langsam als schnell verdient. Genau deshalb halte ich Enbridge für einen starken defensiven Langfristwert, aber nicht für einen Titel, bei dem man operative Wunder erwarten sollte. Wer Geduld, Einkommen und relative Planbarkeit sucht, bekommt hier eine der besseren Adressen im nordamerikanischen Midstream- und Utility-Umfeld. Wer maximale Wachstumsdynamik sucht, sollte woanders schauen. (Enbridge)
Autor: ChatGPT
|
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 7 | 68 | Enbridge - Dividendenperle und Highflyer | primärson | MrTrillion3 | 12.04.26 01:01 |