Ein Sicherheitssatellit für Europa
Terrorbekämpfung gibt der Erdbeobachtung Auftrieb. Militärische Nutzung ist umstritten
Nach den Terroranschlägen in den USA fokussiert die Europäische Union ihre Weltraumaktivitäten stärker auf Sicherheitsbedürfnisse. Die Forschungsminister der Europäischen Union haben sich am Dienstag in Luxemburg darauf verständigt, mit dem EU-Projekt der Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES) eine eigenständige europäische Kapazität schaffen zu wollen.
Damit soll auch den veränderten Sicherheitsaspekten der Weltpolitik stärker Rechnung getragen werden. "Ziel der GMES-Initiative ist es, ein gemeinsames Vorgehen der Europäischen Union bei der Sammlung, Analyse und Bereitstellung von Information für die Bereiche Umwelt und Sicherheit vom Weltraum aus auf der Erde zu erreichen", umschreibt EU-Forschungskommissar Philippe Busquin die Ausgangslage. In dem von der EU-Kommission ausgearbeiteten Aktionsplan (2001-2003) stehen die nachhaltige Entwicklung, Konfliktverhütung sowie die Sicherheit und der Schutz der europäischen Bürger an oberster Stelle in der Prioritätenliste.
Die Brüsseler Kommission sieht die GMES als einen "Schlüsselfaktor" in der europäischen Raumfahrtstrategie. Für die europäische Industrie ergibt sich einer jüngsten Analyse zufolge für den Erdbeobachtungsmarkt in Europa bereits ab dem Jahr 2002 ein erreichbares Umsatzvolumen von 420 Millionen Euro. Dabei sollen industrielle Nutzer und potenzielle Anwender aus den Bereichen Umwelt, Zivilschutz und Raumfahrtbehörden bereits vor einer Pilotphase innovative Informations- und Kommunikationsdienste für eine raumgestützte und terrestrische Infrastruktur erarbeiten.
Auch das Europäische Parlament spricht sich für eine "globale Verteilung von Umweltdaten" aus. Dabei müssten aber auch Daten, die von militärischen Satelliten gewonnen werden, zugänglich sein.
Nach Ansicht der EU-Kommission sollen die Sicherheitskomponenten der GMES "keine militärischen Inhalte" einschließen. Dies will Paris im Gegensatz zu Berlin allerdings nicht ausschließen. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sieht das geplante europäische GMES-System "ausschließlich zivilen Zwecken" verpflichtet. Nach ihrer Ansicht sollen im Vordergrund die Überwachung der Atmosphäre, der Vegetation, der Bodenbedeckung und der Weltmeere sowie Systeme des Risiko- und Krisenmanagements und die humanitäre Hilfe stehen.
Terrorbekämpfung gibt der Erdbeobachtung Auftrieb. Militärische Nutzung ist umstritten
Nach den Terroranschlägen in den USA fokussiert die Europäische Union ihre Weltraumaktivitäten stärker auf Sicherheitsbedürfnisse. Die Forschungsminister der Europäischen Union haben sich am Dienstag in Luxemburg darauf verständigt, mit dem EU-Projekt der Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES) eine eigenständige europäische Kapazität schaffen zu wollen.
Damit soll auch den veränderten Sicherheitsaspekten der Weltpolitik stärker Rechnung getragen werden. "Ziel der GMES-Initiative ist es, ein gemeinsames Vorgehen der Europäischen Union bei der Sammlung, Analyse und Bereitstellung von Information für die Bereiche Umwelt und Sicherheit vom Weltraum aus auf der Erde zu erreichen", umschreibt EU-Forschungskommissar Philippe Busquin die Ausgangslage. In dem von der EU-Kommission ausgearbeiteten Aktionsplan (2001-2003) stehen die nachhaltige Entwicklung, Konfliktverhütung sowie die Sicherheit und der Schutz der europäischen Bürger an oberster Stelle in der Prioritätenliste.
Die Brüsseler Kommission sieht die GMES als einen "Schlüsselfaktor" in der europäischen Raumfahrtstrategie. Für die europäische Industrie ergibt sich einer jüngsten Analyse zufolge für den Erdbeobachtungsmarkt in Europa bereits ab dem Jahr 2002 ein erreichbares Umsatzvolumen von 420 Millionen Euro. Dabei sollen industrielle Nutzer und potenzielle Anwender aus den Bereichen Umwelt, Zivilschutz und Raumfahrtbehörden bereits vor einer Pilotphase innovative Informations- und Kommunikationsdienste für eine raumgestützte und terrestrische Infrastruktur erarbeiten.
Auch das Europäische Parlament spricht sich für eine "globale Verteilung von Umweltdaten" aus. Dabei müssten aber auch Daten, die von militärischen Satelliten gewonnen werden, zugänglich sein.
Nach Ansicht der EU-Kommission sollen die Sicherheitskomponenten der GMES "keine militärischen Inhalte" einschließen. Dies will Paris im Gegensatz zu Berlin allerdings nicht ausschließen. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sieht das geplante europäische GMES-System "ausschließlich zivilen Zwecken" verpflichtet. Nach ihrer Ansicht sollen im Vordergrund die Überwachung der Atmosphäre, der Vegetation, der Bodenbedeckung und der Weltmeere sowie Systeme des Risiko- und Krisenmanagements und die humanitäre Hilfe stehen.