Jetzt ist es offiziell
Post bietet 5,5 Mrd für Exel
Nach den Gerüchten der vergangenen Wochen wird die Deutsche Post konkret: Der Konzern will für rund 5,5 Mrd. Euro den britischen Logistik-Konzern Exel übernehmen. Mit dem größten Zukauf ihrer Firmengeschichte will die Post eine führende Stellung im weltweiten Logistik-Markt erobern.
"Durch eine Kombination von Exel und der Logistik-Sparte der Deutschen Post World Net schaffen wir gemeinsam eine bisher nie dagewesene weltweite Präsenz", begründete Post-Chef Klaus Zumwinkel die Offerte am Montag. Die Post biete je Exel-Aktie 900 Pence sowie 0,25427 eigene Aktien, bestätigte der Bonner Konzern. Das Angebot je Exel-Aktie summiere sich damit auf 1244 Pence. Die Exel-Führung empfehle den Aktionären die Annahme des Angebots. Am Freitag hatten die Papiere in London bei 1228 Pence notiert.
Etwa 72 Prozent des milliardenschweren Gesamtpreises will die Post in bar bezahlen, den verbleibenden Teil von 28 Prozent will der Konzern durch die Ausgabe eigener Aktien bestreiten. Eine Kapitalerhöhung soll damit beschränkt werden, um die Investoren nicht zu verschrecken: Das Grundkapital soll um etwa sieben Prozent steigen.
Post will Abhängigkeit vom Briefmonopol beenden
Die Exel-Übernahme wäre der größte Zukauf in der Geschichte der Deutschen Post. Die Post will damit zur Nummer eins in der weltweiten Logistik aufrücken und ihre Abhängigkeit vom voraussichtlich 2007 auslaufenden deutschen Briefmonopol verringern. Im Rahmen der Übernahme soll Exel-Chef John Allan in den Vorstand der Post aufrücken und dort das Logistik-Geschäft verantworten, bestätigte die Post. Der bisher für die Logistik zuständige Post-Vorstand Frank Appel werde im Vorstand bleiben und mit neuen Aufgaben betraut werden. Das Wachstum von Exel wird in der Branche eng mit Allan in Zusammenhang gebracht.
Mit der Übernahme würde die Post mit dann rund einer halben Million Beschäftigten zu einem der zehn größten Konzerne der Welt. Durch Exel will Post-Chef Zumwinkel die Logistik zu einer der tragenden Säulen des Konzerns neben dem Briefgeschäft, dem Expressdienst und der Postbank ausbauen. Den Großteil ihrer Gewinne schöpft die Post derzeit noch aus dem Briefgeschäft. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern nach früheren Angaben einen Nettogewinn von rund zwei Mrd. Euro. Von dem Zukauf erhofft sich der Konzern nun jährliche Synergien bis 2008 von etwa 220 Mio. Euro.
Quelle: n-tv.de
...be invested
Der Einsame Samariter
Post bietet 5,5 Mrd für Exel
Nach den Gerüchten der vergangenen Wochen wird die Deutsche Post konkret: Der Konzern will für rund 5,5 Mrd. Euro den britischen Logistik-Konzern Exel übernehmen. Mit dem größten Zukauf ihrer Firmengeschichte will die Post eine führende Stellung im weltweiten Logistik-Markt erobern.
"Durch eine Kombination von Exel und der Logistik-Sparte der Deutschen Post World Net schaffen wir gemeinsam eine bisher nie dagewesene weltweite Präsenz", begründete Post-Chef Klaus Zumwinkel die Offerte am Montag. Die Post biete je Exel-Aktie 900 Pence sowie 0,25427 eigene Aktien, bestätigte der Bonner Konzern. Das Angebot je Exel-Aktie summiere sich damit auf 1244 Pence. Die Exel-Führung empfehle den Aktionären die Annahme des Angebots. Am Freitag hatten die Papiere in London bei 1228 Pence notiert.
Etwa 72 Prozent des milliardenschweren Gesamtpreises will die Post in bar bezahlen, den verbleibenden Teil von 28 Prozent will der Konzern durch die Ausgabe eigener Aktien bestreiten. Eine Kapitalerhöhung soll damit beschränkt werden, um die Investoren nicht zu verschrecken: Das Grundkapital soll um etwa sieben Prozent steigen.
Post will Abhängigkeit vom Briefmonopol beenden
Die Exel-Übernahme wäre der größte Zukauf in der Geschichte der Deutschen Post. Die Post will damit zur Nummer eins in der weltweiten Logistik aufrücken und ihre Abhängigkeit vom voraussichtlich 2007 auslaufenden deutschen Briefmonopol verringern. Im Rahmen der Übernahme soll Exel-Chef John Allan in den Vorstand der Post aufrücken und dort das Logistik-Geschäft verantworten, bestätigte die Post. Der bisher für die Logistik zuständige Post-Vorstand Frank Appel werde im Vorstand bleiben und mit neuen Aufgaben betraut werden. Das Wachstum von Exel wird in der Branche eng mit Allan in Zusammenhang gebracht.
Mit der Übernahme würde die Post mit dann rund einer halben Million Beschäftigten zu einem der zehn größten Konzerne der Welt. Durch Exel will Post-Chef Zumwinkel die Logistik zu einer der tragenden Säulen des Konzerns neben dem Briefgeschäft, dem Expressdienst und der Postbank ausbauen. Den Großteil ihrer Gewinne schöpft die Post derzeit noch aus dem Briefgeschäft. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern nach früheren Angaben einen Nettogewinn von rund zwei Mrd. Euro. Von dem Zukauf erhofft sich der Konzern nun jährliche Synergien bis 2008 von etwa 220 Mio. Euro.
Quelle: n-tv.de
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