COMPACT INVESTMENT: EXIT REPORT DRONESHIELD (ASX: DRO)
Verkaufsdatum: 21. Mai 2026 | Rendite: +173,4 % | Cash-Quote neu: >32 % | Buffett-Regel
#1: Aktiv angewendet.
I. DIE BÄRISCHEN HARD FACTS: WARUM WIR VERKAUFT HABEN
1. Chronische, extreme Verwässerung als System
Die Zahl: Die Aktienanzahl (Basic Shares Outstanding) wurde seit dem Börsengang von 71 Mio. (FY16) auf 922 Mio. (FY25) fast verdreizehnfacht. Allein im letzten Jahr betrug die Verwässerung -55,25 %. Das Management druckt unaufhörlich neue Aktien, um das operative Geschäft zu finanzieren. Der Anteil des Altaktionärs am Kuchen wird permanent kleiner.
2. Astronomische Bewertung ohne technologischen Burggraben
Die Zahl: Das aktuelle KGV liegt bei 742, das PS-Verhältnis bei 12.
Das Argument: Selbst wenn DroneShield im Jahr 2026 einen optimierten Umsatz von 370 Mio. AUD erzielt (hochgerechnet aus 154,8 Mio. AUD festem Backlog und einer historischen 10 % Pipeline-Conversion der 2,2 Mrd. AUD Sales-Pipeline) und eine realistische Hardware-Nettomarge von 7 % einbehält, liegt das Forward-KGV immer noch bei über 100. Ein KGV von über 100 verlangt nach einem unantastbaren Monopol. Das existiert nicht: Die Rüstungsindustrie verschiebt sich rasant hin zu Hochenergie-Lasern (Kosten pro Schuss: 2–3 USD) und Mikrowellen-Waffen (HPM), die auch autonome Glasfaser-Drohnen grillen. Reine Funk-Störsender (Jamming) von DroneShield laufen bei dieser modernen Technologie komplett ins Leere.
3. Schwerer Vertrauensbruch & ASIC-Ermittlung
Die Fakten: Im November 2025 meldete das Management eine fälschlicherweise als "neu" deklarierte US-Meldung. Im exakt selben Zeitfenster stießen Ex-CEO Oleg Vornik und sein Team private Aktien im Wert von knapp 62 Mio. AUD ab und flohen im April 2026 von Bord.
Das Argument: Die Finanzaufsicht ASIC ermittelt offiziell wegen Marktmanipulation. Der Stimmrechtsberater Ownership Matters fordert für die Hauptversammlung am 29. Mai ein "Nein" zum Vergütungsbericht wegen unverschämter Boni ohne strenge Kurskopplung [afr.com]. Es drohen Millionenstrafen und Sammelklagen (Class Actions), die verbleibende Aktionäre direkt über die Firmenbilanz bezahlen müssen.
4. Verlust des Heimatmarktes
Die Fakten: DroShield wurde beim prestigeträchtigen Großauftrag LAND 156 (45,9 Mio. AUD) vom eigenen australischen Verteidigungsministerium komplett übergangen [asx.com.au]. Wenn nicht einmal die eigene Regierung den Produkten vertraut, ist die langfristige globale Skalierung extrem gefährdet.
II. DER STRESSTEST: DIE BULLISCHE GEGENTHESE & UNSER CONTRARIAN-NEIN
Die Bullen sagen: „Der globale Rüstungsboom ist beispiellos. DroneShield hat die NATO- und US-Zertifizierungen mühsam erlangt. Die extreme Verwässerung von 55 % im Jahr 2025 war die letzte große Geldbeschaffung für die Werke in Alexandria und den USA. Wenn das Pentagon jetzt standardmäßig jede Einheit mit DroneShield ausrüstet, explodieren die Umsätze wie Ketchup aus der Flasche. Der kriminelle Ex-Chef Oleg Vornik ist weg, und mit Angus Bean übernimmt nun der seriöse Chefingenieur das Ruder. Die ASIC-Ermittlung räumt nur den alten Schutt weg.“
Unser kühles Contra-Argument: Selbst wenn dieser Traum perfekt aufgeht und der Umsatz bis 2030 auf fast 800 Mio. AUD hochschießt – bei einer konservativ gedrosselten Verwässerung von nur noch 15 % p.a. und einer auf 10 % optimierten Marge (dank Software-Anteilen) steht die Aktie im Jahr 2030 immer noch bei einem Forward-KGV von fast 59! Der Kurs hat die Erfolge der nächsten 7 Jahre heute schon komplett eingepreist. Zudem sind wir an den Märkten makroökonomisch in einer extremen Hochphase. Kommt eine Marktkorrektur, stürzen unprofitable Werte ohne freien Cashflow und ohne schützende Dividende zuerst um 60 % bis 80 % ab. Auf die HV am 29. Mai zu spekulieren, ist ein Münzwurf (40–50 % Chance) und reines Glücksspiel.