Dresdner Bank: 1500 Investmentbanker verlieren den Job
Die Dresdner Bank wird in ihrer Investmentsparte weltweit rund 1500 Stellen streichen. Daraus wird eine Kostensenkung von rund einer Mrd. DM erwartet.
Dies teilte der Konzern am Freitag in Frankfurt am Main mit. Die meisten Entlassungen werden bei der Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) erwartet. Damit wird ein Bericht der Financial Times Deutschland bestätigt. Die Investment-Aktivitäten werden künftig vor allem auf Europa konzentriert.
Die Aktivitäten der DKW stehen in Asien weitgehend vor dem Aus. Ein Personalabbau ist auch in den USA geplant; betroffen ist dort vor allem die auf die Fusions- und Übernahmeberatung spezialisierte Wasserstein-Perella. Die Allianz-Aktie lag nach der Ankündigung leicht im Plus.
Neuer Unternehmensbereich
Die Dresdner-Sparten Investment Banking und Firmenkunden sollen in einem neuen Unternehmensbereich namens Corporates & Markets zusammengefasst werden. Dadurch will der Konzern Überschneidungen sowohl innerhalb der neuen Sparte als auch mit dem Privatkundengeschäft besser nutzen. Corporates & Markets soll sich auf Firmenkunden und Kapitalmärkte in Europa konzentrieren sowie auf die Unternehmensberatung unter anderem bei Fusionen und Firmenkäufen und beim Risikomanagement. Ursprünglich hatten die Dresdner Bank und die Allianz die Investmentsparte DKW ausgliedern und an die Börse bringen wollen.
Das Schicksal von Dresdner Kleinwort Wasserstein hatte als einer der heikelsten Punkte in den Fusionsverhandlungen zwischen dem Münchner Versicherungskonzern Allianz und der Dresdner Bank gegolten. Beide Häuser haben sich gerade zu einem Allfinanzkonzern zusammengeschlossen. Ein Börsengang von DKW hätte es den üblicherweise auch mit wertvollen Aktienoptionen bezahlten Investmentbankern ermöglichen sollen, sich am Kapital der Bank zu beteiligen. Damit wollte die Dresdner Bank die Manager halten, von denen zahlreiche bereits wegen der gescheiterten Fusionsvorhaben mit Deutscher Bank und Commerzbank das Handtuch geworfen hatten. Weltweit beschäftigt DKW rund 8500 Mitarbeiter, davon mehr als 6000 in Europa.
© 2001 Financial Times Deutschland
Die Dresdner Bank wird in ihrer Investmentsparte weltweit rund 1500 Stellen streichen. Daraus wird eine Kostensenkung von rund einer Mrd. DM erwartet.
Dies teilte der Konzern am Freitag in Frankfurt am Main mit. Die meisten Entlassungen werden bei der Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) erwartet. Damit wird ein Bericht der Financial Times Deutschland bestätigt. Die Investment-Aktivitäten werden künftig vor allem auf Europa konzentriert.
Die Aktivitäten der DKW stehen in Asien weitgehend vor dem Aus. Ein Personalabbau ist auch in den USA geplant; betroffen ist dort vor allem die auf die Fusions- und Übernahmeberatung spezialisierte Wasserstein-Perella. Die Allianz-Aktie lag nach der Ankündigung leicht im Plus.
Neuer Unternehmensbereich
Die Dresdner-Sparten Investment Banking und Firmenkunden sollen in einem neuen Unternehmensbereich namens Corporates & Markets zusammengefasst werden. Dadurch will der Konzern Überschneidungen sowohl innerhalb der neuen Sparte als auch mit dem Privatkundengeschäft besser nutzen. Corporates & Markets soll sich auf Firmenkunden und Kapitalmärkte in Europa konzentrieren sowie auf die Unternehmensberatung unter anderem bei Fusionen und Firmenkäufen und beim Risikomanagement. Ursprünglich hatten die Dresdner Bank und die Allianz die Investmentsparte DKW ausgliedern und an die Börse bringen wollen.
Das Schicksal von Dresdner Kleinwort Wasserstein hatte als einer der heikelsten Punkte in den Fusionsverhandlungen zwischen dem Münchner Versicherungskonzern Allianz und der Dresdner Bank gegolten. Beide Häuser haben sich gerade zu einem Allfinanzkonzern zusammengeschlossen. Ein Börsengang von DKW hätte es den üblicherweise auch mit wertvollen Aktienoptionen bezahlten Investmentbankern ermöglichen sollen, sich am Kapital der Bank zu beteiligen. Damit wollte die Dresdner Bank die Manager halten, von denen zahlreiche bereits wegen der gescheiterten Fusionsvorhaben mit Deutscher Bank und Commerzbank das Handtuch geworfen hatten. Weltweit beschäftigt DKW rund 8500 Mitarbeiter, davon mehr als 6000 in Europa.
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