Dramatischer Rückgang der Auslandsinvestionen


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BeMi:

Dramatischer Rückgang der Auslandsinvestionen

 
17.09.02 21:58
Dramatischer Rückgang der Auslandsinvestionen

Deutschland hat im vergangenen Jahr massiv an Anziehungskraft für ausländische Investoren verloren. Nach einem starken Anstieg im Vorjahr fuhren ausländische Unternehmen ihre Direktinvestitionen 2001 deutlich zurück. Mit 31,8 Milliarden Dollar (rund 32,8 Mrd Euro) flossen knapp 84 Prozent weniger Mittel ins Land als im Rekordjahr 2000 mit 195,1 Milliarden Dollar.

Erholung frühestens 2003 erwartet
Der weltweite Abwärtstrend wurde damit noch wesentlich übertroffen, wie aus dem Weltinvestitionsbericht 2002 hervorgeht, den die UN-Handels- und Entwicklungsorganisation UNCTAD vorgestellt hat. Eine Erholung erwartet die Organisation frühestens im Jahr 2003. Als Hauptursache für den kräftigen Rückgang in Deutschland nannte UNCTAD-Sprecher Jörg Simon die schwächelnde Weltkonjunktur in Folge der Terroranschlägen vom 11. September. Weltweit hätten sich die ausländischen Neuinvestitionen von 1,49 Billionen auf 735,1 Milliarden Dollar mehr als halbiert. Vor allem seien grenzüberschreitende Firmenkäufe und Verschmelzungen von Tochterunternehmen ausgeblieben.

Dass Deutschland beim Rückgang der Neuinvestitionen erheblich über dem EU-Durchschnitt von 60 Prozent liege, hänge vor allem mit der Fusionswelle im Jahr 2000 zusammen, sagte Simon. Allein das Zusammengehen von Mannesmann und Vodafone AirTouch habe damals Milliarden ins Land gebracht. "Ich glaube nicht, dass zu sehr inländische Gründe dafür verantwortlich sind", sagte der UNCTAD Sprecher in Berlin.

BGA sieht "hausgemachte" Gründe

Der deutsche Groß- und Außenhandelsverband BGA bemängelte dagegen anlässlich der Vorstellung des Berichts die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Der Wirtschaftsstandort Deutschland habe an Attraktivität verloren, sagte BGA-Präsident Anton Börner. Dagegen hätte sich die deutschen Investitionen im Ausland nur leicht verringert. Die Gründe für die Entwicklung seien auch "hausgemacht". Er verwies auf mangelnde Flexibilität am Arbeitsmarkt, hohe Abgabenlasten sowie auf steuerliche und bürokratische Hürden.

Industrieländer stärker betroffen
Der Rückgang der Investitionen konzentrierte sich 2001 laut UNCTAD zum großen Teil auf die Industrieländer (minus 59 Prozent). Die Entwicklungsländer verzeichneten mit minus 14 Prozent eine eher bescheidene Abnahme, während die Länder Mittel- und Osteuropas sogar einen zweiprozentigen Zuwachs erzielten. Unter den zehn wichtigsten Empfängerländern sind der Statistik zufolge acht Entwicklungsländer. An der Spitze stehen Mexiko, China und Südafrika.

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Karlchen_I:

Klaro: Wenn die Konjunktur weltweit einbricht,

 
17.09.02 22:07
dann gibt es keinen Grund im Ausland zu investieren. Warum sollte man investieren, wenn die Kapazitäten nicht ausgelastet sind?
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BeMi:

@Karlchen_I

 
17.09.02 23:07
Du kannst wohl nicht richtig lesen?

Der weltweite Abwärtstrend wurde damit noch wesentlich übertroffen, wie aus dem Weltinvestitionsbericht 2002 hervorgeht.
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Karlchen_I:

Steht doch da auch. Sonderfaktoren.... Mannesmann. o.T.

 
17.09.02 23:10
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