DIW mit call-option auf Rezession


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BRAD PIT:

DIW mit call-option auf Rezession

 
07.01.03 13:54
Konjunktur

Die Hoffnungen verfliegen

Die Weltkonjunktur und die schwache Nachfrage im Inland verhageln den Konjunkturforschern alle Prognosen. Jetzt reduzierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erneut seine Wachstumserwartungen für 2003. Die Bundesregierung freilich geht immer noch von einem doppelt so starken Wachstum aus wie die Volkswirte.

 
AP

Export von Mercedes-Autos: Erholung der Weltwirtschaft schleppend


Berlin - Statt um 0,9 Prozent, so befürchten die Konjunktur-Experten, werde das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,6 Prozent wachsen. Allerdings gibt sich das DIW damit deutlich pessimistischer als die meisten anderen Institute. Die Bundesregierung geht für 2003 bislang sogar von 1,5 Prozent Wachstum aus.

Lediglich das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) schließt sich den düsteren Vorhersagen an. Am Dienstag bekräftigten die HWWA-Forscher ihre Konjunkturprognose vom 12. Dezember, nach der mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent zu rechnen ist. Beide Institute warnten vor den Gefahren einer Deflation, also einer Spirale mit dauerhaft sinkenden Preisen und schrumpfender Wirtschaftsleistung.


Maßgeblich für die schwache Konjunktur sei zum einen, dass die Erholung der Weltwirtschaft schleppend verlaufe, heißt es in den so genannten Winter-Richtlinien des DIW. Zum anderen komme die Binnennachfrage, seit Jahren die Achillesferse der deutschen Konjunktur, nicht auf Touren. Die höheren Steuern und Abgaben führten dazu, dass die verfügbaren Einkommen trotz Lohnerhöhungen kaum steigen würden.

Auch für 2004 besteht wenig Hoffnung


Auch in 2004 sei keine deutliche Belebung der Wirtschaft zu erwarten. Unter den gegebenen Bedingungen sei im kommenden Jahr ein Wachstum "von nicht mehr" als einem Prozent zu erwarten. Für die Prognose legte das DIW Eckdaten wie etwa einen Ölpreis in Höhe von rund 25 Dollar je Barrel (ab Frühjahr 2003) oder eine Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 0,5 Prozentpunkte in der ersten Jahreshälfte zugrunde. Beim Euro rechnen die Forscher mit einer weiteren leichten Aufwertung.

Die Hoffnung auf eine Besserung der weltwirtschaftlichen Lage komme zurzeit nur aus den USA und Südostasien. Insgesamt bleibe die weltwirtschaftliche Lage aber weiterhin durch große Unsicherheiten geprägt. Das BIP-Wachstum in den USA wird im Jahr 2003 laut DIW voraussichtlich 2,5 Prozent und im Jahr 2004 rund 3 Prozent betragen.


Die Eurozone werde weiter hinter der Wirtschaftsleistung der USA zurück bleiben. Das Wachstum des BIP in der Eurozone dürfte laut DIW im laufenden Jahr 1,4 Prozent betragen und in 2004 bei rund 2,0 Prozent liegen. In Japan sei die Rezession zwar überwunden, die Deflation halte aber an. Zudem erweise sich die Krise in Lateinamerika als hartnäckig.


Arbeitslosigkeit bleibt alarmierend hoch

Wenig Hoffnung machten die Forscher auch hinsichtlich der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Hier werde sich die Lage weiter verschärfen. Im Jahresdurchschnitt werde es 2003 rund 4,2 Millionen Arbeitslose in Deutschland geben. 2002 habe die durchschnittliche Arbeitslosigkeit bei 4,057 Millionen Menschen gelegen - dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Dies sei ein Anstieg von rund 200.000 gegenüber 2001.



Schon am Wochenende hatten führende Wirtschaftsforscher die Wirtschaftsprognosen des Arbeitsministers Wolfgang Clement (SPD) für 2003 angezweifelt. Clement hatte seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Arbeitslosigkeit 2003 unter die Vier-Millionen-Marke fallen könnte. Neben dem DIW rechnen auch das Institut für Weltwirtschaft Kiel und das Institut für Wirtschaftsforschung Halle aber für 2003 mit mindestens 4,2 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt.

DIW-Konjunkturexperte Gustav-Adolf Horn sagte der "Berliner Zeitung", die Prognose von Clement sei völlig unrealistisch. "Dafür müsste es einen kräftigen Konjunkturaufschwung geben, und der ist beim besten Willen nicht in Sicht", sagte Horn. Im Februar wird die Arbeitslosenzahl den Prognosen der Institute zufolge auf 4,5 Millionen steigen. Für den vergangenen Dezember wird eine Arbeitslosenzahl von rund 4,2 Millionen erwartet.



Dagegen gaben die DIW-Experten beim Kapitel Neuverschuldung erst einmal Entwarnung. Wegen der Beitragssteigerungen bei der Renten- und Krankenversicherung sei die Gefahr eines erneuten Überschreitens der Marke von drei Prozent vorerst gebannt. Die Neuverschuldung des Staates werde 2003 auf 2,7 Prozent des BIP fallen. Für 2004 geht das Institut von einem weiteren Rückgang auf 1,6 Prozent aus. Ein neues Defizitverfahren aus Brüssel sei also nicht zu erwarten. Gemessen am Stabilitätsprogramm der Bundesregierung bedeute dies allerdings dennoch eine Verfehlung des selbst gesetzten Ziels.


Die Europäische Union hatte im November gegen Deutschland ein Strafverfahren wegen überhöhter Neuverschuldung eröffnet. Brüssel ging dabei von einer Neuverschuldung für 2002 in Höhe von 3,8 Prozent des BIP aus. Deutschland war damit das zweite Land nach Portugal gegen das ein offizielles Defizitverfahren eingeleitet wurde. Gegen Frankreich läuft derzeit ein Defizit-Frühwarnungs-Verfahren, der so genannte "Blaue Brief".






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BRAD PIT:

Sorry, ist wohl ein Doppelposting geworden o. T.

 
07.01.03 13:55
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BRAD PIT:

Clement antwortet mit neuer Lüge?

 
07.01.03 14:09
Clement: Wachstumsprognose von 1,5 Prozent gilt weiter  07.01 2003
13:25:31

WIESBADEN/BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat davor gewarnt, ständig neue Wachstumsprognosen aufzulegen. Die Zeiten seien nun einmal unsicher, sagte Clement am Rande der SPD-Klausurberatungen am Dienstag in Wiesbaden. Die Vorhersage der Bundesregierung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland 2003 laute 1,5 Prozent. "Die gilt", sagte Clement.

Die geltende Prognose der Regierung stammt vom November vorigen Jahres. Seitdem haben mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Schätzungen auf ein deutlich niedrigeres Niveau heruntergeschraubt. Die Bundesregierung will ihre neue Prognose mit dem Jahreswirtschaftsbericht am 29.Januar vorlegen.    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) senkte am Dienstag die Prognose für Wirtschaftswachstum in diesem Jahr 2003 von 0,9 auf 0,6 Prozent. Das Hamburgische Welt- Wirtschafts-Archiv (HWWA) bekräftigte seine Konjunkturprognose vom 12. Dezember, nach der mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent zu rechnen ist./ta/DP/tv


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Merkur:

Wieso Lüge, spätestens in einem halben Jahr

 
07.01.03 14:17
wird er zugeben, daß die 1,5% "auf Kante genäht" waren (siehe Eichel). Abgesehen davon wenn man Amateure und Traumtänzer in derartige Positionen schleust, sind doch keine anderen Kommentare zu erwarten.
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BRAD PIT:

Ja, da hat es wohl nicht mal zur "Clementine" ge-

 
07.01.03 14:21
reicht.
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