Discothek "Namax Palace" - schon bekannt???


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klecks1:

Discothek "Namax Palace" - schon bekannt???

 
02.08.01 18:46
Discothek "Nämax Palace"

Der Rubel rollt - schneller und schneller

Von Alexander Mühling
Es war einmal vor nicht langer Zeit ein Verbund, der nannte sich "Das Konsortium". In diesem waren die Deutsche Plank, die Dresdner Plank und der Goldene Sachs. Eines Tages entschloss sich dieses Konsortium, eine Discothek zu gründen - ein Nobelclub, für alle die, die hip sind. Und sie gaben ihm den Namen "The Nämax Palace".
In kürzester Zeit wurde dieser Dance Club zum gefragtesten und angesagtesten Schuppen im ganzen Land - jeder kannte ihn. Für die Sicherheit der Gäste engagierten die Gründer Türsteher beim Security-Dienst der Deutschen Blödel AG.
Bei der Eröffnung versicherten die Türsteher, nur künftigen VIPs Einlass zu gewähren. Da wollte jeder in Deutschland ein VIP werden, um im heißesten Club mitfeiern zu können. Das Geschäft begann zu florieren. VIP hin, hip her - die Dollarzeichen im Auge, gaben die Besitzer den Türstehern schließlich Anweisung, alle, die wollten, in den Schuppen zu lassen. Schließlich war jeder Gast bereit, das hohe Eintrittsgeld zu zahlen. Und so geschah es, dass immer mehr Nobodies durch die Türen strömten, der Club immer berühmter wurde, und der Rubel nur so rollte.
Eines Tages standen Kriminelle, Dealer und Randalierer mit Baseballschlägern, Messern und Drogen vor der Eingangstür. Sie wollten mitfeiern auf der größten Party im Lande. Die Türsteher wussten nicht recht, ob sie diese Störenfriede einlassen sollten oder nicht, und ließen sie warten. Doch da mischten sich die Besitzer ein: "Lasst sie rein, aus denen wird schon noch was werden." Und so rollte der Rubel noch schneller.


Discothek "Nämax Palace"

Der Handel mit Plagiaten

Doch mit der Masse verlor der Club an Klasse. Die richtigen VIPs waren in der Minderzahl und fühlten sich nicht mehr wohl inmitten der Nobodies und Kriminellen. Der Club aber machte trotzdem weiter, getreu dem Motto: "Die breite Masse bringt mehr Cash als die gehobene Klasse."
Es kam, was kommen musste: eine Massenschlägerei. Die ersten, die Blessuren davon trugen, waren die Kleinen, in der Szene bekannt als Artchen und Fortunedorf. Die Eigentümer zuckten nur mit den Schultern: "Das geschieht denen recht. Schaut euch doch die Großen an: Mapet TV oder Indaschob. Denen ist nichts passiert!"
Das gute Image des einst heißesten Clubs bekam Risse. Nach kurzer Zeit brach die zweite Massenschlägerei aus. Und dieses mal gab es eine Leiche, ihr Name: Infodateck. Der Herr hatte sich als VIP verkleidet. Doch der Schein trog. Infodateck war eine recht dunkle Gestalt: Er versuchte, Plagiate als Origniale zu verkaufen. Der Deal flog auf, die betrogenen Abnehmer nahmen ihm den Betrug sehr übel...
So bröckelte das anfangs lupenreine Image immer mehr. Der erste Schock konnte nicht mehr so leicht verdaut werden. Die Eigentümer wiesen jegliche Schuld von sich. Sie hätten ja nicht ahnen können, welche zwielichtigen Geschäfte Herr Infodateck trieb. Dagegen lobten sie die artigen Großen. Und der Nachtbetrieb ging seinen gewohnten Gang.

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Discothek "Nämax Palace" Indaschob war Tante Emma Doch dann brach, wen wundert's, die größte Messerstecherei aus, die es jemals in einer Disco im Lande gegeben hatte. Opfer war erneut ein Kleinganove, sein Name: Gigadealer. Die Eigentümer fanden: Dies geschah zu recht.
Kurze Zeit später entpuppte sich die große und elegante Diva Mapet TV als Madame Capone und der riesige Indaschob als Tante Emma aus Jena. Da war es endgültig vorbei mit dem guten Image des einstigen Nobelclubs.
Nun beschwerten sich auch die Eigentümer selbst über die vielen billigen Typen in ihrer einstigen Vorzeigedisco "The Nämax Palace" - zumindest symbolisch hoben sie den Zeigefinger. Sie riefen die Türsteher zu sich und sagten: "Wir müssen was tun, um unser Image aufzupolieren. Schmeisst die Möchtegern-VIPs raus!"
Und die Moral von der Geschicht? Die billigen Typen und Kriminellen werden vor die Tür gesetzt. Die Wunden der echten VIPs werden heilen - wenn auch nicht bei allen. Manches Gesicht wurde durch die Massenschlägerei so ramponiert, dass es fürs Leben gezeichnet ist. Die Narben werden daran erinnern. Eines Tages wird sich die Geschichte dann wiederholen. Die Masse wird wieder eingelassen, und der Rubel wieder rollen.
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Stox Dude:

Wurde hier schon gepostet, etwas laenger her

 
02.08.01 18:49
wo hast du den ausgegraben?
hat dich aa...cisco wieder alleine und unbeaufsichtigt gelassen?

hahahahaha
just kidding
stox
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