Welt": BNP Paribas will Consors übernehmen
Frankfurt/Main - Bei der Auktion des Online-Brokers Consors zeichnet sich
nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" eine Entscheidung ab. Wie das
Blatt in seiner Donnerstagausgabe meldet, wird voraussichtlich die
französische BNP Paribas SA, Paris, den Nürnberger
Internet-Wertpapierhändler übernehmen. Damit entstünde der mit Abstand
größte Online-Broker Europas. Consors und die französische Cortal, eine
Tochter der BNP Paribas, kämen gemeinsam auf fast eine Million Kunden.
Die französische Großbank hat bisher als einziges Haus ein verbindliches
Angebot für die Consors Discount-Broker AG vorgelegt. Den Informationen aus
Finanzkreisen zufolge sind zwar die Societe Generale und der amerikanische
Online-Broker E-Trade noch nicht aus dem Auktionsverfahren ausgeschieden.
Doch es gilt als fraglich, ob die beiden Häuser in den nächsten Tagen mit
einem Gegenangebot nachziehen werden.
Branchenkreisen zufolge ist BNP Paribas der eindeutige Favorit: "Sie hat
einen großen Verhandlungsvorsprung", sagte ein Banker. Die Commerzbank AG,
Frankfurt, ursprünglich ebenfalls Interesse bekundet hatte, ist nicht mehr
mit von der Partie. Finanzkreise erwarten, dass es bereits in der nächsten
Woche zu einer Einigung zwischen den Franzosen und Paul Wieandt, dem
Vorstandschef der Consors-Mutter Schmidt-Bank, kommt.
Wieandt, der die in die Krise geratene Hofer Filialbank sanieren soll,
hatte angekündigt, bis Ende März eine Lösung für Consors finden zu wollen:
"Sollte sich der Prozess lange verzögern, wäre das sehr riskant", hieß es.
So könne jederzeit der Aktienkurs des Online-Brokers erneut einbrechen, was
die Verhandlungen erschweren würde. Am Mittwoch notierte das Papier bei
etwas weniger als 14 EUR.
Den Informationen zufolge plant die BNP Paribas, den Consors-Aktionären
für ihre Anteilsscheine in etwa den jetzigen Börsenkurs zu bieten. Das
entspräche einem Gesamtpreis von rund 650 Mio EUR. Allerdings wollen die
Franzosen offenbar nicht hundert Prozent erwerben. Der Online- Broker solle
weiterhin an der Börse notiert bleiben. Außerdem will BNP die Marke Consors
erhalten, um in weitere Länder Europas zu expandieren.
Der neue Online-Broker wäre nicht nur in Deutschland und Frankreich,
sondern auch in der Schweiz, Italien, Spanien und Belgien vertreten. Am
Management um Consors-Vorstand Karl Matthäus Schmidt wollen die Franzosen
offenbar festhalten. Teil der BNP-Paribas-Strategie soll zudem eine
Vertriebskooperation mit dem Versicherungskonzern AXA in Deutschland sein.
Die AXA ist mit 7,5 Prozent an BNP Paribas beteiligt. Bisher fehlt der
Deutschland-Tochter, der früheren Colonia Versicherung, ein
Bankvertriebspartner. Eine Beteiligung der AXA an dem Online-Broker sei
allerdings nicht geplant, schreibt die "Welt".
Frankfurt/Main - Bei der Auktion des Online-Brokers Consors zeichnet sich
nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" eine Entscheidung ab. Wie das
Blatt in seiner Donnerstagausgabe meldet, wird voraussichtlich die
französische BNP Paribas SA, Paris, den Nürnberger
Internet-Wertpapierhändler übernehmen. Damit entstünde der mit Abstand
größte Online-Broker Europas. Consors und die französische Cortal, eine
Tochter der BNP Paribas, kämen gemeinsam auf fast eine Million Kunden.
Die französische Großbank hat bisher als einziges Haus ein verbindliches
Angebot für die Consors Discount-Broker AG vorgelegt. Den Informationen aus
Finanzkreisen zufolge sind zwar die Societe Generale und der amerikanische
Online-Broker E-Trade noch nicht aus dem Auktionsverfahren ausgeschieden.
Doch es gilt als fraglich, ob die beiden Häuser in den nächsten Tagen mit
einem Gegenangebot nachziehen werden.
Branchenkreisen zufolge ist BNP Paribas der eindeutige Favorit: "Sie hat
einen großen Verhandlungsvorsprung", sagte ein Banker. Die Commerzbank AG,
Frankfurt, ursprünglich ebenfalls Interesse bekundet hatte, ist nicht mehr
mit von der Partie. Finanzkreise erwarten, dass es bereits in der nächsten
Woche zu einer Einigung zwischen den Franzosen und Paul Wieandt, dem
Vorstandschef der Consors-Mutter Schmidt-Bank, kommt.
Wieandt, der die in die Krise geratene Hofer Filialbank sanieren soll,
hatte angekündigt, bis Ende März eine Lösung für Consors finden zu wollen:
"Sollte sich der Prozess lange verzögern, wäre das sehr riskant", hieß es.
So könne jederzeit der Aktienkurs des Online-Brokers erneut einbrechen, was
die Verhandlungen erschweren würde. Am Mittwoch notierte das Papier bei
etwas weniger als 14 EUR.
Den Informationen zufolge plant die BNP Paribas, den Consors-Aktionären
für ihre Anteilsscheine in etwa den jetzigen Börsenkurs zu bieten. Das
entspräche einem Gesamtpreis von rund 650 Mio EUR. Allerdings wollen die
Franzosen offenbar nicht hundert Prozent erwerben. Der Online- Broker solle
weiterhin an der Börse notiert bleiben. Außerdem will BNP die Marke Consors
erhalten, um in weitere Länder Europas zu expandieren.
Der neue Online-Broker wäre nicht nur in Deutschland und Frankreich,
sondern auch in der Schweiz, Italien, Spanien und Belgien vertreten. Am
Management um Consors-Vorstand Karl Matthäus Schmidt wollen die Franzosen
offenbar festhalten. Teil der BNP-Paribas-Strategie soll zudem eine
Vertriebskooperation mit dem Versicherungskonzern AXA in Deutschland sein.
Die AXA ist mit 7,5 Prozent an BNP Paribas beteiligt. Bisher fehlt der
Deutschland-Tochter, der früheren Colonia Versicherung, ein
Bankvertriebspartner. Eine Beteiligung der AXA an dem Online-Broker sei
allerdings nicht geplant, schreibt die "Welt".