Die Stimmung an den Börsen dreht


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Die Stimmung an den Börsen dreht

 
18.10.01 22:44
Mehrheit der Analysten sieht wieder nachhaltig steigende Aktienkurse

In den USA und in Europa sollte zu Beginn des nächsten Jahres eine Konjunkturerholung einsetzen. Die Kursgewinne der letzten Wochen könnten deshalb nach Ansicht von Finanzanalysten Bestand haben.
Dies ist das Kernergebnis des aktuellen Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Das Wirtschaftsforschungsinstitut befragte im Oktober 316 Analysten und institutionelle Anleger aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen nach ihren Erwartungen bezüglich der Entwicklung auf den Finanzmärkten. Aus den Ergebnissen der Befragung lassen sich Prognosen für die künftige Entwicklung an den internationalen Börsen ableiten.
Bodenbildungen am Aktienmarkt während einer Baisse sind extrem schwierig zu prognostizieren. In der Regel weiß man erst Wochen später, ob ein Kursanstieg Bestand hat oder ob es sich nur um eine kurze Rallye in einem Abwärtstrend handelte. Ähnliches kann man derzeit an den weltweiten Aktienmärkten beobachten. Den drastischen Kursverlusten nach dem 11. September ist eine Kursrallye gefolgt. Die Frage ist nun, ob der Boden für den seit Frühjahr letzten Jahres begonnenen Bärenmarkt damit gefunden wurde und ob sich demnach für Anleger ein "Bottom-Fishing", also der Kauf von günstig bewerteten Aktien bereits jetzt lohnt.

Die Ergebnisse der Finanzmarkttest-Umfrage im Oktober zeigen jedenfalls einen Stimmungsumschwung an. Dieser fällt für den Frankfurter Neuen Markt am stärksten aus. 62 Prozent der befragten Analysten sehen für den Wachstumsmarkt steigende Kurse bis Anfang nächsten Jahres. Für den Dax und den Euro-Stoxx-50 hat sich die Zahl der Pessimisten ebenfalls stark reduziert und liegt jetzt nur noch bei sechs und fünf Prozent. Die Kursziele lauten hier 4900 Punkte und 3600 Punkte auf Sicht von drei Monaten.
Offenbar herrscht demnach unter Analysten die Meinung vor, dass die Kursrückgänge nach den Terroranschlägen überzogen waren. Zwar mag es noch zu früh sein, die langfristigen Folgen der neuen weltpolitischen Konstellation zu erfassen. Dennoch zeigen die Konjunkturerwartungen keinen übermäßigen Pessimismus an. So ist der Anteil derjenigen, die eine Verbesserung der deutschen Konjunkturlage im nächsten halben Jahr erwarten, gegenüber dem Vormonat zwar leicht gesunken. Nach wie vor überwiegen allerdings die Optimisten die Pessimisten. Die Erholung der Wirtschaft in Deutschland und Euroland sollte demnach im nächsten Jahr erfolgen. Nachdem die Börse als Frühindikator der konjunkturellen Entwicklung vorausläuft, sehen die Analysten nun wohl einen günstigen Einstiegspunkt. Die Bodenbildung beim Dow Jones sollte ihrer Einschätzung nach bereits erfolgt sein. Zudem rät eine alte Börsenweisheit zu "kaufen, wenn die Kanonen donnern."
Auch die Weltleitbörse in New York hat die unmittelbaren Kursverluste nach dem Attentat mittlerweile verdaut. Obwohl mitunter das Argument angeführt wird, dass die jüngste Kursrallye durch patriotisch motivierte Käufe der Investoren zu Stande gekommen ist, so gibt es doch auch handfestere Gründe, US-Aktien zu kaufen. So ist etwa das Konsumentenvertrauen in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die Analysten im Finanzmarkttest haben zwar ihre vorherige positive Einschätzung in diesem Monat etwas revidiert. Mit per Saldo 19 Prozent der Befragten, die eine Erholung der US-Konjunktur in den nächsten sechs Monaten erwarten, werden die USA aber auch im Oktober besser beurteilt als der Euroraum. Sollte es US-Politikern wie dem New Yorker Bürgermeister Guiliani tatsächlich gelingen, die Bürger zum Konsum und zur Rückkehr zum normalen Leben zu bewegen, könnte die US-Wirtschaft in 2002 doch stärker wachsen als derzeit noch vermutet wird. Zudem stehen Konjunkturprogramme der Regierung auf dem Programm und 70 Prozent der Analysten erwarten noch weitere US-Zinssenkungen. Da dies positiv für Aktien ist, deutet auch die Lage in den Vereinigten Staaten darauf hin, dass der Boden an der Börse gefunden ist. Der Dow Jones wird von Optimisten bis Ende Januar bei rund 10.400 Punkten gesehen.
Der japanische Aktienindex konnte sich in den letzten Wochen wieder unbemerkt über die Marke von 10.000 Punkten retten. Einen signifikanten Auslöser hierfür gab es allerdings nicht. Um die Reformbemühungen von Ministerpräsident Koizumi ist es mittlerweile sehr ruhig geworden und die Abkühlung der Weltwirtschaft macht es Japan noch schwerer, aus dem konjunkturellen Tal zu kommen.
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flexo:

Aha, die Analysten meinen

 
18.10.01 22:53
wenn xxx wieder anzieht und xxx den Boden gefunden hat dann könnte der xxx auf 3600 Punkte steigen.
Kurz: Wir wissen nicht ob x steigt es könnte aber am y passieren.

Interessanter fänd ich die Frage: In welcher Höhe wird dieses Institut von x oder y subventioniert?
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