Die Stille nach der Euphorie


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Pichel:

Die Stille nach der Euphorie

 
09.05.02 09:52
[ 09.05.02, 09:45 ]
Von  Willi Weber

Die Stille nach der Euphorie 658993

 
Über Kursgewinne wie zu besten Börsenzeiten durften sich die Anleger am gestrigen Mittwoch freuen. Bedeutend ruhiger geht es heute an Christi Himmelfahrt zu.

 


   

Auch an Christi Himmelfahrt geöffnet: die Frankfurter Wertpapierbörse.

 
Der DAX startet mit leichten Kursverlusten. Zu den größten Verlierern gehört der Tourismuskonzern Preussag. Die Aktie leidet unter den erneuten Anstieg des Rohölpreises. Ein Umstand, der auch bei der Lufthansa zu Abschlägen führt.
Gewinnmitnahmen sind nach dem Höhenflug von Mittwoch bei den Technologiewerten zu beobachten. Siemens und Deutsche Telekom notieren im Minus. Mit minus zwei Prozent trifft es Infineon besonders hart.

Nur wenige Werte verzeichnen größere Kursgewinne. Hervorzuheben ist die BMW-Aktie, die immerhin um 0,5 Prozent zulegt. Die Kaufempfehlung von boerse-online.de berichtete vor kurzem über neuen Bestmarken bei Absatz und Umsatz.

Wie nicht anders zu erwarten sind sind die Umsätze am Vatertag sehr dünn. Die Aussagekraft der Bewegungen ist daher ziemlich gering. Unternehmensnachrichten - wen wundert es - sind Mangelware. Die Marktteilnehmer haben heute vermutlich besseres zu tun, als ständig die Kurslisten zu beobachten.

Fast auf Vortagesniveau notiert der Neue Markt. Während der NEMAX 50 um 0,1 Prozent zulegt, gibt der NEMAX All Share die gleiche Spanne ab. Augenfällig ist dabei die gute Performance der Telecom-Werte. Der NEMAX-Branchenindex steigt um 1,3 Prozent.

Bei den Einzelwerten hat Brainpower mit plus zehn Prozent bei den Gewinnern die Nase vorn. Größter Verlierer ist aktuell Trintech.

Zu den volatilsten Aktien des Neuen Markt gehörten in den vergangenen Tagen die Direktbanken. Aufschluss darüber, wohin letztendlich die Reise geht, könnten am Freitag die neuen Quartalszahlen von der comdirect bank geben. Es ist zu befürchten, dass der Quickborner Online-Broker auch ohne die Belastungen seiner verkauften italienischen und französischen Töchter einen Verlust ausweisen muss. Die Börse hat dies längst eingepreist. Die Aktie legt heute zweistellig zu.

Nach dem verlorenen UEFA-Cup-Finale geht es mit der Aktie von Borussia Dortmund kräftig bergab. Dabei mag die Niederlage in Rotterdam zwar sportlich eine Enttäuschung sein, wirtschaftlich hält sich der Schaden jedoch in Grenzen. Für den Geschäftserfolg ist es viel wichtiger, dass sich die Mannschaft für die neue Champion-League-Saison qualifiziert hat.



Gruß Pichel
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