Die Gier kommt nicht erst beim Schlingen

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Die Gier kommt nicht erst beim Schlingen

 
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Mobilcom will 1,2 Milliarden Euro von Eichel
Klage gegen UMTS-Steuerzahlung wahrscheinlich - Bestes Neun-Monats-Ergebnis der Firmengeschichte
Hamburg -  Bundesfinanzminister Hans Eichel könnte demnächst Ärger mit Mobilcom bekommen. Das norddeutsche Mobilfunkunternehmen erwägt, gegen eine Steuerzahlung von 1,2 Mrd. Euro aus dem Jahr 2000 für die UMTS-Lizenz zu klagen. "Gegenüber unseren Aktionären wäre es unverantwortlich, nicht dagegen zu klagen", sagte Mobilcom-Vorstandschef Thorsten Grenz in Hamburg. Der Konzern rechnet sich bei einem Prozeß gute Chancen aus.


Das Geld hatte Mobilcom seinerzeit als Mehrwertsteuer für die UMTS-Gebühr von gut acht Mrd. Euro an den Fiskus überwiesen. Nun habe die Prüfung der eigenen Juristen aber ergeben, daß die UMTS-Lizenzgebühr nicht umsatzsteuerpflichtig sei. Damit mögliche Ansprüche nicht verjähren, muß Mobilcom bis zum Jahresende eine Klage einreichen. "Die Rechnung für die UMTS-Lizenz war falsch. Alle Betroffenen werden meiner Einschätzung nach dagegen klagen. Da steckt ein großes Problem für den Finanzminister dahinter", sagte Grenz weiter. Sollten die anderen fünf UMTS-Lizenzerwerber ebenfalls gerichtlich dagegen vorgehen, wären bis zu sieben Mrd. Euro Steuereinnahmen aus dem Jahr 2000 betroffen. Das finanzielle Risiko im Fall einer Niederlage schätzt Grenz mit Prozeßkosten von vier bis fünf Mio. Euro ein.


Sollte der Mobilfunker am Ende erfolgreich sein, würden 90 Prozent einer Steuerrückzahlung an den Großaktionär France Télécom gehen. Dies sieht ein Vertrag zwischen den beiden Konzernen vor. Mitte Dezember will der Aufsichtsrat von Mobilcom über das Vorgehen entscheiden.


Mobilcom kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm an. Der Konzern will fünf Prozent der eigenen Aktien erwerben und sie aus dem Handel nehmen. Dadurch steigert Mobilcom den Gewinn je Aktie. Grenz erwartet, daß dies über einen höheren Aktienkurs zu einem deutlich verbesserten Firmenwert führen wird. Der Firmenchef stellte zudem eine höhere Dividende (Vorjahr: 20 Cent plus Bonus von weiteren 20 Cent) in Aussicht. Die Aktie legte nach den Ankündigungen zunächst gut drei Prozent zu. Hintergrund der Maßnahmen ist, daß Mobilcom nach Auffassung des Vorstands mit freien Finanzmitteln von gut 400 Mio. Euro überkapitalisiert ist.


Neben der positiven Entwicklung der Telefon- und Internettochter Freenet trägt nun auch der Mobilfunk zum Gewinnwachstum des Konzerns bei. Der Mobilfunker erhöhte in den ersten neun Monaten das Betriebsergebnis (Ebitda, vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) um knapp 60 Prozent auf 41 Mio. Euro. Erstmals gelang es Mobilcom im dritten Quartal, mehr Kunden zu gewinnen als zu verlieren. Bis zum Jahresende soll die Kundenzahl von derzeit 4,3 auf dann 4,5 Millionen steigen. Im Konzern legte das Ergebnis (Ebit, vor Zinsen und Steuern) um ein Drittel auf 87 Mio. Euro zu.


Den Umsatz verbesserte Mobilcom in den ersten neun Monaten um 4,5 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro. Grenz bestätigte die Prognosen für 2004, nach denen der Mobilfunk das Ergebnis (Ebit, vor Zinsen und Steuern) auf acht bis zehn Mio. Euro (Vorjahr: minus 19 Mio. Euro) verbessern will. Zusammen mit Freenet (Anteil: 54 Prozent) sollen dies im Konzern am Jahresende bis zu 95 Mio. Euro sein.  nic




Artikel erschienen am Sa, 13. November 2004


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