(Wenn der Handel ruht, geht es hier im Thread ruhiger und gesitteter zu und her und das Niveau steigt. So habe ich auch Lust etwas zu schreiben).
UBS, du schreibst: "Peru Argentinien und Chile sind auch keine Stabilitätsanker."
- D'accord. Da gilt aber auch für Mexiko, die Türkei, und selbst von den USA, Russland und China droht der nationalen Minenindustrie Unheil, wenn die Staaten wanken. Mit dem müssen wir leben. Ich persönlich habe mit Mexiko ein grosses Klumpenrisiko wegen meinen Silberminen. Da man bei Silber nicht um Mexiko herumkommt, bleibt mir nichts anderes übrig, als die politische Entwicklung im Land täglich zu verfolgen. Ein Systemwechsel kommt nicht über Nacht und ich hoffe ggf. reagieren zu können.
Zum Silberverbot: Nichts ist unmöglich! Meine Überlegungen:
- Um den Silbermarkt nachhaltig zu zerstören, müsste ein Handelsverbot für Private global eingeführt werden. Anbetracht der Uneinigkeit der Staaten, scheint mir das ziemlich unwahrscheinlich. (Wie soll das in Indien und Schwellenländern aussehen?)
- Jedes Verbot wurde irgendwann wieder aufgehoben. (Die Frage ist natürlich, ob man ein solches überlebt...)
- Ich bin CH-Bürger und bin von einer Beschlagnahmung von Gold und Silber wohl weniger bedroht. Nur, wenn der Edelmetallmarkt bzw. die private Nachfrage von Gold und Silber global zerstört würde, hülfe das auch nicht viel. Der Wert zerfiele. Und, die Schweiz ist unter globalem Druck schon verschiedentlich eingebrochen (Bankgeheimnis, Steuern, Verkauf von 1'000 Tonnen SNB-Goldunter Druck der USA, etc.), sie könnte sich globaler Repression gegen EM nicht entziehen. Ich denke selbst Kanada und Australien nicht.
Wie gehe ich mit der Bedrohung um?
Ich bin äusserst aufmerksam. Ich scanne täglich die Nachrichten nach Anzeichen politischer Repression gegen EM und Minen. Ich werde ggf. entschieden handeln. Situationsbezogen. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mich in kürzester Zeit von sämtlichen Minen trenne, wenn das globale kapitalistische System in der heutigen Form kollabiert. Und vielleicht auch nicht. Wichtig ist, dass man mit seinen Entscheidungen früh genug ist. Früher als die Staaten und früher als die Masse.
Meine physischen Bestände lasse ich mir nicht wegnehmen. Wenn nötig giesse ich meine silbernen Maple Leafs in Kerzenständer um oder vergrabe sie am Gotthard. Vielleicht verkaufe ich aber auch alles rechtzeitig und besorge mir Landwirtschaftsland, Wald oder ein Haus in der Stadt.
Wir leben in ausserordentlichen Zeiten und die ökonomischen Verwerfungen werden dramatisch werden. Wie die Zukunft aussieht wissen wir nicht. Meine Strategie:
Diese EM-Welle reiten so lange wie möglich, aufmerksam sein und ggf. entschlossen Handeln - in welche Richtung auch immer!