Deutschland: Schwächstes Wachstum seit der Rezessi


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sir charles:

Deutschland: Schwächstes Wachstum seit der Rezessi

 
17.01.03 12:40
Deutschland: Schwächstes Wachstum seit der Rezession

Deuschlands Wirtschaft ist im Jahr 2002 nur 0,2 Prozent gewachsen.
 
Deutschland: Trotz Vollbremsung in den Abgrund?


WIESBADEN (ag). Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe 2002 gegenüber dem Vorjahr inflationsbereinigt um 0,2 Prozent zugelegt, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, am Donnerstag in Wiesbaden. Das schwächste Wirtschaftswachstum seit dem Rezessionsjahr 1993 sei "ein Wirtschaftswachstum, das den Begriff Wachstum kaum verdient".


Experten machten dafür die lahme Weltkonjunktur, gesunkene Aktienkurse, aber auch die hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte Stimmung der Verbraucher verantwortlich. Das Staatsdefizit stieg laut vorläufigen Zahlen auf 3,7 Prozent des BIP. Laut Hahlen könnte es aber, wenn die endgültigen Zahlen vorlägen, um 0,2 Prozentpunkte niedriger sein.


Der einzige Konjunkturimpuls kam im vergangenen Jahr aus dem Ausland. Die Exporte legten um 2,9 Prozent zu. Ohne diesen Außenbeitrag, wäre die deutsche Wirtschaft um 1,3 Prozent geschrumpft.


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sir charles:

Deutschland bei Steuern und Abgaben Vizeweltmeiste

 
17.01.03 12:42
Deutschland bei Steuern und Abgaben Vizeweltmeister

Nur Belgien toppt die Durchschnitts-Quote von knapp 52 Prozent


  Berlin - Deutschland hat im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern die zweithöchste Steuer- und Abgabenlast. Nach Berechnungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft liegt sie für einen kinderlosen Single mit Durchschnittsverdienst bei knapp 52 Prozent und ist nur in Belgien mit 56,2 Prozent höher. In Japan betrage sie rund 24 Prozent, in USA ein Drittel. "Bei Steuern und Abgaben ist Deutschland Vizeweltmeister", erklärte der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW), Gerhard Fels.

Die Berechnungen basierten auf Daten des IW und der OECD, erklärte Fels, der Mitglied der Initiative ist. Sie zeigten deutlich, "dass der Abgabenkeil - das Verhältnis von Arbeitskosten zu Nettolohn - geradezu skandalöse Ausmaße angenommen hat". Das sei jedoch nicht nur eine Folge der jüngsten Koalitionsbeschlüsse, sondern Auswuchs einer Fehlentwicklung in den letzten 20 Jahren. Für Familien falle die Rechnung zwar etwas günstiger aus - bei einem Alleinverdiener mit zwei Kinder rangiere Deutschland auf Platz sieben - doch das liege vor allem an der Zahlung von Kindergeld und sei nicht einem verringerten Zugriff des Staates zuzurechnen.

Nach eigenen Berechnungen steige die Abgabenlast 2003 weiter, erklärte Fels. Ein unverheirateter Arbeitnehmer mit jährlich 58.322 Euro Bruttoverdienst habe demnach fast 60 Prozent Abgaben, 2002 seien es noch 57,8 Prozent gewesen. 1979 sei die Abgabenlast in Deutschland für einen durchschnittlich verdienenden Single ohne Kinder noch bei 40,8 Prozent gelegen. Nur eine Senkung der Staatsquote könne Abhilfe schaffen, erklärte Fels.

Die Initiative stellte einen "Brutto-Euro-Rechner" vor, mit dem im Internet jeder Bürger seine Steuer- und Abgabenlast sowie sein aktuelles Nettogehalt berechnen lassen kann

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juliusamadeus:

Kein Ende bei den Insolvenzen abzusehen

 
17.01.03 12:46
Kein Ende bei den Insolvenzen abzusehen
(14.12.2002)

Unternehmensinsolvenzen um 16,4 Prozent gestiegen

Bis zum Ende des Jahres werden 82.400 Gesamtinsolvenzen die Insolvenzgerichte beschäftigen – ein Anstieg von 66,4 Prozent. Die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche beläuft sich für das Jahr 2002 auf 37.700 Fälle, was einer Zunahme von 16,4 Prozent entspricht (Vorjahr: 32.390). Privatpersonen nutzen in 44.700 Fällen die Möglichkeit, sich mit der Restschuldbefreiung aller Verbindlichkeiten zu entledigen (das entspricht einer Zunahme von 161,1 Prozent). Im Vorjahr lag die Zahl bei 17.120.

In Westdeutschland nehmen insbesondere die Unternehmensinsolvenzen zu: 26.600 Betriebe (Vorjahr: 21.750) sind zahlungsunfähig oder überschuldet – ein Anstieg um 22,3 Prozent. In Ostdeutschland liegt die Steigerungsrate bei 4,3 Prozent: 11.100 Unternehmen brechen zusammen – im letzten Jahr waren es 10.640. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt in Westdeutschland von 11.150 Fällen im letzten Jahr auf 20.500 Fälle in 2002. In Ostdeutschland melden 2.400 Konsumenten den Insolvenzgerichten ihren wirtschaftlichen Zusammenbruch, was einer Steigerung von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die „Sonstigen Insolvenzen“, in denen die ehemaligen Selbstständigen, der Gesellschafter zahlungsunfähiger Unternehmen sowie überschuldete Nachlässe zusammengefasst sind, verzeichnen sowohl in West- als auch in Ostdeutschland sprunghafte Zunahmen. Im Westen stieg die Zahl um 363,0 Prozent auf 14.400 Fälle, im Osten von 520 auf 7.400 – eine Zunahme von 1323,1 Prozent.

590.000 Arbeitsplätze sind durch Unternehmensinsolvenzen betroffen – eine Zunahme von 17,3 Prozent (Vorjahr: 503.000). Der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen macht sich aber nicht nur auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Summe der Insolvenzschäden beläuft sich auf 38,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr (32,3 Milliarden Euro) liegt der Schaden damit um fast 20 Prozent höher. Die Schäden, die die öffentliche Hand hinzunehmen hat belaufen sich auf 11,8 Milliarden Euro. Private Gläubiger wie Lieferanten oder Kreditinstitute müssen tiefer in die Tasche greifen: 26,6 Milliarden Euro kostet sie die Flut der Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr.

Den größten Anteil am Insolvenzaufkommen hat die Dienstleistungsbranche: 46,3 Prozent aller insolventen Betriebe in West- und 35,8 Prozent aller insolventen Betriebe in Ostdeutschland kommen aus diesem Wirtschaftsbereich. Auf Platz zwei liegt die Baubranche mit einem prozentualen Anteil von 19,1 im Westen und 32,8 im Osten.

Die Gründe für das hohe Insolvenzaufkommen sind nicht nur in der konjunkturellen Schwächephase der Wirtschaft zu suchen. Die Eigenkapitaldecke mittelständischer Unternehmen schrumpft und Unternehmen kommen schlechter an Fremdkapital. Bankkredite – Finanzierungsinstrument Nummer eins für mittelständische Unternehmer - erreichen in der Gesamtzahl nur ein geringeres Volumen. Insolvenzen stehen am Schnittpunkt der Umstrukturierung und Konsolidierung der Bankenlandschaft, der konjunkturellen Stagnation und der Finanzierungsprobleme des Mittelstandes.
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Verbrecher:

holland - erst bei der wm nicht dabei und jetzt...

 
17.01.03 12:58
steigt auch noch die arbeitslosenquote - auf 2,3 %...
das sind sorgen.

im deutschen finanzministerium wird wahrscheinlich gerade durchgerechnet, ob eine einheitliche lohnsteuer von 60 % für alle arbeitnehmer die aufwendungen für die deutschen arbeitslosen decken würde - wundern würd´s mich nicht...

ich will ja niemanden zu nahe treten, aber wir haben einfach zuviele lehrer und andere berufliche quereinsteiger in zu vielen politischen ämtern. etwas mehr sachverstand in den einzelnen ressorts wäre gar nicht mal so verkehrt - das meine ich nicht nur auf die bundesregierung bezogen, das gilt auch parteiübergreifend.



...sprach´s und verschwand.
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