Deutschland macht ernst mit dem Dosenpfand
Pro Bierdose ist ab nächstem Jahr ein Pfand von 25 Cent fällig.
BERLIN; Ab 1. Jänner 2003 gilt in Deutschland eine Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen. Laut dem Regierungsbeschluß, der nach langem Tauziehen gestern, Mittwoch, gefallen ist, müssen Konsumenten künftig für Dosen und kleine Flaschen 25 Cent (2,44 S), für große Flaschen 50 Cent berappen. Beim Retournieren bekommt man das Pfand zurück.
Laut deutschem Recht muß ein Pfand eingeführt werden, wenn der Marktanteil von Mehrwegflaschen unter 72 Prozent sinkt - was schon längst passiert ist. Gegen diesen Mechanismus hatten 16 Getränkeunternehmen geklagt, Ende Februar wurden die Beschwerden vom Oberlandesgericht Berlin abgewiesen. Der deutsche Handel, der durch die Installation von Rückgabeautomaten hohe Kosten befürchtet, hat bereits eine Verfassungsklage dagegen angekündigt.
In Österreich, wo die gesetzlich festgelegten Quoten ebenfalls unterschritten werden, verzichtet man auf Zwangsmaßnahmen und setzt auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft. Im Umweltministerium begründet man das damit, daß durch ein Pfand kein Lenkungseffekt hin zu Mehrwegsystemen erreicht werden könne.
Pro Bierdose ist ab nächstem Jahr ein Pfand von 25 Cent fällig.
BERLIN; Ab 1. Jänner 2003 gilt in Deutschland eine Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen. Laut dem Regierungsbeschluß, der nach langem Tauziehen gestern, Mittwoch, gefallen ist, müssen Konsumenten künftig für Dosen und kleine Flaschen 25 Cent (2,44 S), für große Flaschen 50 Cent berappen. Beim Retournieren bekommt man das Pfand zurück.
Laut deutschem Recht muß ein Pfand eingeführt werden, wenn der Marktanteil von Mehrwegflaschen unter 72 Prozent sinkt - was schon längst passiert ist. Gegen diesen Mechanismus hatten 16 Getränkeunternehmen geklagt, Ende Februar wurden die Beschwerden vom Oberlandesgericht Berlin abgewiesen. Der deutsche Handel, der durch die Installation von Rückgabeautomaten hohe Kosten befürchtet, hat bereits eine Verfassungsklage dagegen angekündigt.
In Österreich, wo die gesetzlich festgelegten Quoten ebenfalls unterschritten werden, verzichtet man auf Zwangsmaßnahmen und setzt auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft. Im Umweltministerium begründet man das damit, daß durch ein Pfand kein Lenkungseffekt hin zu Mehrwegsystemen erreicht werden könne.