Deutsche Börse streicht Billig-Aktien ...


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Arbeiter:

Deutsche Börse streicht Billig-Aktien ...

 
20.07.01 10:30

Deutsche Börse streicht Billig-Aktien künftig vom Neuen Markt

 
Billig-Aktien und von Pleite bedrohte Unternehmen werden künftig vom Neuen Markt der Börse gestrichen. Dies gab die Deutsche Börse AG am Freitag in Frankfurt bekannt. Die neuen Regelungen sollen bereits zum 1. Oktober 2001 in Kraft treten. "Unternehmen mit geringem Börsenwert und insolvente Unternehmen sind keine Wachstumswerte", begründete Börsen-Vorstandsmitglied Volker Potthoff die neuen Sanktionsmaßnahmen. Als Bedingungen für einen Ausschluss aus dem Handel wurden den Angaben zufolge ein Tagesdurchschnittskurs von unter einem Euro und eine Marktkapitalisierung von unter 20 Mio. Euro festgelegt. Wenn ein Unternehmen an 30 aufeinanderfolgenden Börsentagen beide Grenzwerte unterschreitet, droht der Rauswurf. Um diesen noch zu verhindern, muss der Aktienkurs und der Marktwert in den nächsten 90 Börsentagen an mindestens 15 aufeinanderfolgenden Tagen über dem vorgegebenen Limit liegen. Gelingt dies nicht, erklärt die Börse den Ausschluss. Dieser erfolgt einen Monat nach Bekanntgabe. Das Kriterium Insolvenz greift laut neuem Regelwerk, "wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Unternehmens eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wird." Die Deutsche Börse betonte zugleich, dass ausgeschlossene Firmen nicht die Zulassung zum Börsenhandel verlören. Sie könnten also im Geregelten Markt oder im Freiverkehr weiter gehandelt werden./DP/FP/af  
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1Mio.€:

Danke :-))) o.T.

 
20.07.01 10:32
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Hiob:

Die eigentlichen Probleme löst das nichtg o.T.

 
20.07.01 10:34
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dagoduck:

Delisting

 
20.07.01 10:40
Und wieder werden die Privatanleger betrogen.

1) Das Timing für die Bekanntgabe hätte nicht schlechter sein können
2) Der Nemax wird nun sicher unter 1000 Punkte fallen
3) Wiso Regelwerk verschärfen besser wäre das bestehende Regelwerk anzuwenden

Ich wäre dafür den Nemax aufzulösen und Qualitätstitel in bereits bestehende Indexsegmente aufzunehmen

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SchwarzerLor.:

Gut gemacht.

 
20.07.01 10:43
Endlich wird der Nemax wieder übersichtlicher und wir müssen uns weniger mit den bekannten Meldungen a la Umsatz-50% und Verluste +300% herumplagen. Klar, das war erst der Anfang, aber immerhin. Weg mit dem Dreck. Vielleicht hilft es ja den Nemax zu stabiliseren. Ein Abrutschen DESWEGEN kann ich nicht erkennen.
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Obelix2000:

hehe...

 
20.07.01 10:47
bring doch nichts... 20 mio. EUR ist schon viil zu wenig... und das mit unter 1 EUR ist sowiso Blödsinn... Ist ein Unternehmen an der 1 EUR-Grenze wird es einen reverse-Split vornehmen und siehe da der Kurs ist wider über einem Euro... Haben wir alles schon bei fundamental schwachen Werten der Nasdaq gesehen um die 4USD-Marke zu halten.

cya
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007Bond:

Das ist doch in Ordnung so:

 
20.07.01 10:49
Schaut Euch das Beispiel LBC an:

Aktueller Kurs: 17 Cent / Aktie
Derzeitige Marktkapitalisierung: 17 Mio Euro

Sofern im genannten Beispiel der Kurs im Oktober bei 21 Cent stehen sollte, läge die Marktkapitalisierung bei ca. 21 Mio. Euro. Damit würde beispielsweise LBC nicht vom Neuen Markt verschwinden.

"Als Bedingungen für einen Ausschluss aus dem Handel wurden den Angaben zufolge ein Tagesdurchschnittskurs von unter einem Euro und eine Marktkapitalisierung von unter 20 Mio. Euro festgelegt. Wenn ein Unternehmen an 30 aufeinanderfolgenden Börsentagen beide Grenzwerte unterschreitet, droht der Rauswurf."
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Karlchen_I:

Steigen dürften die Kandidaten, die auf der Kippe.

 
20.07.01 10:51
stehen. Sollte sich mal einer die Mühe machen, die aufzulisten.

Mir selbst fällt nur Heiler ein. MK von 12 Mio. Kurs 1,1 Euro
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Obelix2000:

genau...

 
20.07.01 10:56
selbst wenn LBC di 21 cent nicht mehr sehen sollte, beantragen sie einen reverse-split verhältniss 10:1 --> Kapitalisierung von 17 mio und einen kurs von 1.7EUR...

also immer noch voll dabei...

cya
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007Bond:

warum sollten sie denn steigen?

 
20.07.01 10:59
Innerhalb von 30 Tagen einmal über die Grenzwerte geschaukelt - das reicht dann wieder bis zum nächsten Monat. Die Unternehmen selber oder ihre Konsortialbanken werden mehr oder weniger dafür Sorge tragen, dass das Delisting nicht geschieht. Gefährlich für ein Unternehmen wird es nur dann, wenn es die genannten Grenzwerte sehr weit unterschreitet.
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schmuggler:

@Obelix

 
20.07.01 11:01
Hehehe, wenn wir solche Tricks schon kennen, gibt´s da bestimmt noch mehr Lücken!
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Eaglemen:

re.

 
20.07.01 11:07
Und wieder(mit heutiger Entscheidung der D.Börse)erwischt es überwiegend uns Kleinanleger,oder was meint ihr wer in diesen Werten als einziger noch drin ist?(wir werden aber nicht gefragt).Bei adhoc Betrügern,Insolvens Firmen und Firmen die Insiderhandel betreiben hätte ich es ja verstanden (und wäre ich auch dafür)!Aber so?Viele Firmen haben ein Delisting nicht verdient,ausserdem wird es jeden Tag mehr Pennystocks geben bei der Wirtschaftslage.Und dann?Die Pennystocks werden delistet,das Klima bessert sich dadurch nicht,die guten Firmen wandern in andere Segmente,und was bleibt dann übrig?

Jetzt hagelt es bestimmt wieder Beschimpfungen,oder?

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Wachmann:

raus wären demnach ohne kurskosmetik

 
20.07.01 11:07
FAME, Infogenie, Mediantis, Brainpower, Gfn, Artstor, Camelot, CPU, Endemann, Team Communications, AECO, Amatech, Prout, NSE, mb Soft, Cybernet, Met@box, Prodacta, Wizcom, eJay, Lipro, Man. Data, Adv. Medien, FortuneCity, Blue-C, Kabel N.M., musicmusic, infomatec, Micrologica.

alle erfüllen z. zt. beide kriterien.

grüße vom wachmann
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Obelix2000:

...

 
20.07.01 11:13
I kann das Reglement der D.Börse nicht ganau... und deshalb frage ich mich, ob es vorgesehen ist, dass die ausscheidenden Werte, an OBB-Boards (vergl. Nasdaq) gehandelt werden...???

cya
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boomer:

Keine Panik! Rechtl. Konsequenzen beachten!!!!!!

 
20.07.01 11:15
Ich wiederhole:

Stichworte!

- Es bestehen
 Privatwirtschaftliche Verträge zwischen Dt. Börse und NM-Unternehmen

- Pacta sunt servanda = "Verträge sind heilig"

- Einseitige Änderung der Bedingungen am NM nicht möglich

Fazit: Wenn EIN betroffenes Unternehmen klagt, bricht alles wieder zusammen!
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Physiker:

Der Markt ist unserer Meinung: NM50: -4%

 
20.07.01 11:16
oder liegt das an M$'s schmalem Gewinn?

Ich bin auch der Meinung, dass das 1Eur-Kriterium ueberfluessig ist.
Die Marktkapitalisierung sagt doch aber auch rein gar nichts darueber aus, wie gut ein Unternehmen ist?!
Ich habe den Eindruck, da wollte die Deutsche Boerse aus Panik, weil gute Titel mit Ihrem Abgang drohen, einen Schnellschuss veranstalten, der sich leicht umsetzen laesst.
Sie machte sich nicht die Muehe, kompliziertere, aber aussagekraeftigere Kriterien zu entwerfen. Ich moechte mir nicht anmassen, solche zu kennen. Aber Vorschlage kann man ja mal machen:
* Marktkapitalisierungsveraenderung seit Emission
* laengste Verlustperiode
* Qualitaet der Prognosen
usw.

Viele Gruesse
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007Bond:

Eben aus diesen genannten Gründen ..

 
20.07.01 11:17
ist das neue Regelwerk ein Witz!

Eine Marktkapitalisierung von min. 50 Mio. Euro sollte ein Unternehmen das am Neuen Markt gelistet ist mindestens aufweisen und das unabhängig vom Kurs der Aktie.

Und das neue Regelwerk sollte erst in einem Jahr in Kraft treten. In diesem Zeitraum hätte jedes Unternehmen die Chance zu beweisen, dass sein Geschäftsmodell profitabel ist.
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ecki:

Du kannst doch nicht Prognosen als Maßstab nehmen!

 
20.07.01 11:19
z.B. eine Morphosys rausschmeissen, nur weil es eine Förtsch-Prognose mit 1000 gab?
Das kanns nicht sein.

Das Unternehmen selber hat seine Prognosen (bisher) gehalten und gesteigert.
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Physiker:

klar ecki!

 
20.07.01 11:25
Nicht die Prognosen des Analysten-Packs meine ich!
Sondern die, die das Unternehmen selbst aufgestellt hat.

Ausserdem meine ich, dass man die Transparenz und Vollstaendigkeit von ad-hocs auch beruecksichten sollte.

ABER WIE soll man sowas schwammiges bewerten?

*ratlos*
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zombi17:

Dafür hat die deutsche Börse 2 Wochen gebraucht ?

 
20.07.01 11:36
Dann können die auch alles so lassen , wie es ist .
Das Problem ist nicht mal annähert erkannt worden. Um einen guten Ruf zu
gewährleisten , müssen die Falschmeldungen , Betrügereien und der Insiderhandel
unterbunden werden . Das ist mit dem Ausschluß der Penny Stocks nicht gelöst.

Darüber ist in der Meldung nichts zu finden.
Ich muß schon sagen , die haben sich richtig Mühe gegeben.
Nach dem Motto , mal was hinschmieren , dann ist der Kleinanleger beruhigt.
Ich kann dazu nur eins sagen : Meine Herren der Deutschen Börse ,so wird das nichts .
Gruß Zombi
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hjw2:

Ist schon ein Schritt in die richtige Richtung,

 
20.07.01 13:09
bezüglich Betrügereien und Insiderhandel ist der Gesetzgeber gefordert.
Die Massgaben für AD HOCs sind eigentlich recht streng, Abweichungen werden aber nicht ausreichend oder gar nicht verfolgt, hier sind evtl. die Staatsanwaltschaften gefordert.
Ein sehr wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach die Einstellung der Banken zu Börsengängen, hier sehe ich auch in der Zukunft schwarz.
Nicht verzichtbar ist der NM  zur Kapitalbeschaffung für junge aufstrebende Unternehmen, die sonst kaum eine Chance hätten....

Kurzum, Börse ist und bleibt irreal und ist der grösste vorstellbare Zockstall.

Die einzige minimale Chance die ich sehe, ist ein absolutes stock picking und ein sinnvolles arbeiten mit sl, um gewissen Unwägbarkeiten halbwegs zu entkommen

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Arbeiter:

Börse will mit Delistings Neuen Markt stärken

 
20.07.01 13:18

Börse will mit Delistings Neuen Markt stärken

 
Neu: Aussagen Potthoff und Riess, Reaktionen, Kurse - Frankfurt, 20. Jul (Reuters) - Die Deutsche Börse will künftig extrem niedrig bewertete Firmen aus dem Neuen Markt verbannen ("Delisting") und damit die Qualität ihres Wachstumssegments stärken und das Vertrauen der Anleger zurück gewinnen. Es würden die Firmen vom Kurszettel des Neuen Marktes gestrichen, die aufgrund eines zu niedrigen Aktienkurses und Börsenwerts "nicht mehr als Wachstumsfirmen" zu bezeichnen seien, sagte Börsen-Vorstand Volker Potthoff am Freitag in Frankfurt. Den Angaben zufolge will die Börse solche Firmen streichen, deren Aktienkurs unter einem Euro und Börsenwert unter 20 Millionen Euro liegen. Die Kurse am Neuen Markt gaben nach der Bekanntgabe dieser Details deutlich nach. Ab Oktober solle die Verschärfung des Neue-Markt-Regelwerks um die Möglichkeit von Delistings der so genannten Penny-Stocks gelten. Es könnten dann die Firmen für eine Herausnahme aus dem Segment in Betracht gezogen werden, die zunächst die beiden Grenzwerte von einem Euro Aktienkurs und 20 Millionen Euro Marktkapitalisierung unterschreiten. Sollten der Aktienkurs beziehungsweise der Firmenwert in den folgenden 90 Börsentagen nicht an mindestens 15 aufeinander folgenden Tagen über einen Euro beziehungsweise über 20 Millionen Euro liegen, wird die Firma vom Neuen Markt ausgeschlossen. Der Ausschluss erfolge dann einen Monat später, so dass vom Beginn der Beobachtungszeit an bis zum tatsächlichen Delisting mehr als ein halbes Jahr vergehen kann. Zu den ersten Delistings am Neuen Markt dürfte es somit nicht vor April 2002 kommen. Nach Worten von Börsenvorstand Potthoff greift die Börse vor allem deshalb zu der drastischen Maßnahme des Delistings, um die Qualität des Wachstumssegments zu sichern und das Vertrauen der Anleger und Investoren wieder zu festigen. Die Börse wolle das Profil des Neuen Marktes schärfen und sich bei der Weiterentwicklung des Segments positionieren, hieß es. Obwohl der Neue Markt bereits die strengsten Regeln in Europa habe, sei die geplante Streichung der "Penny-Stocks" nur eine erste Maßnahme, der weitere folgen würden, sagte Potthoff, ohne jedoch Details zu nennen. "Wir werden den Neuen Markt nicht untergehen lassen", unterstrich er. Zugleich forderte er jedoch Investoren, Unternehmen und Medien dazu auf, ihren Beitrag zu Sicherung der Qualitätsstandards am Neuen Markt zu leisten. Neben Unternehmen, die aufgrund ihres Aktienkurses und der Marktkapitalisierung aus dem Neuen Markt genommen werden können, sollen künftig auch insolvente Firmen aus dem Wachstumssegment verbannt werden. Hier erfolgt das Delisting nach Angaben der Börse, wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Unternehmens eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wird. Die Unternehmen hätten dies unverzüglich zu melden. Die Firmen, die aus dem Neuen Markt herausfallen, verlieren allerdings den Angaben zufolge nicht ihre Zulassung zum Börsenhandel, sondern können vielmehr ihre Papiere weiterhin im Geregelten Markt oder Freiverkehr handeln lassen. Die Börse sieht nach Worten von Börsen-Vorstand Potthoff die neuen Regularien zur Streichung von Firmen als rechtlich gesichert an. In den vergangenen Tagen war in der Presse und auch am Finanzmarkt heftig diskutiert worden, ob etwaige Delistings juristisch machbar seien. "Hier herrscht das öffentliche Recht vor" die neuen Regeln seien "juristisch sauber und tragfähig", sagte Potthoff. "Wir haben die Möglichkeit, die Regeln einseitig zu ändern. Der Vertrauensschutz insgesamt wiegt höher", fügte er hinzu. Einige Firmen des Neuen Marktes hatten angekündigt, gegen ein drohendes Delisting juristisch vorgehen zu wollen. Die Finanzmarktakteure waren zum Thema Delisting geteilter Meinung. Während einige Händler die Streichung niedrig bewerteter Unternehmen als vertrauens- und qualitätssichernde Maßnahme bezeichneten, kritisierten andere die Herausnahme-Pläne. Am Freitag notierten an dem mehr als 340 Aktien umfassenden Neuen Markt mehr als 30 Firmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 20 Millionen Euro unter einem Euro. Etwa zehn Gesellschaften stecken in der Insolvenz. Die Kurse an dem Frankfurter Wachstumssegment gaben nach der Veröffentlichung der Details zu den Delistings kräftig nach. Vor allem die nahe oder unter der Ein-Euro-Grenze gehandelten Papiere gerieten kräftig unter Druck. Der alle Titel des Neuen Marktes umfassende Kursindex Nemax-All-Share sackte bis zum Mittag um mehr als drei Prozent auf 1176 Punkte und damit auf seinen tiefsten Stand in diesem Jahr ab. Der Neue Markt war vor gut einem Jahr nach einem zuvor beispiellosen Höhenflug eingebrochen und hat sich seither nicht erholt. Mitverantwortlich dafür war auch eine unprofessionelle und teils irreführende Öffentlichkeitsarbeit einiger Firmen. Zahlreiche etablierten Gesellschaften am Neuen Markt und auch Investoren hatten zusehends gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, die das Vertrauen in den Markt zurück brächten. pew/ban '  
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44mag:

Bei Regeln für den Neuen Markt wird es keine ....

 
20.07.01 13:25
Bei Regeln für den Neuen Markt wird es keine "Schnellschüsse" geben
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse wird bei weiteren vom Kapitalmarkt gewünschten Änderungen für das Regelwerk des Neuen Marktes keine Schnellschüsse machen. "Wir diskutieren über viele Dinge. Der öffentliche Druck ist da", sagte Börsenvorstand Volker Potthoff. "Man muss aber vorsichtig sein, was man tut", ergänzte Rainer Riess, Chef des Neuen Marktes, am Freitag in Frankfurt.

So müsse man bei einer gewünschten Verkleinerung des NEMAX 50  auf einen NEMAX 30 oder gar NEMAX 20 auch auf die Märkte für Optionen und Indexzertifikate Rücksicht nehmen. Dem Handel mit den Unternehmensaktien würde Liquidität entzogen, wenn der NEMAX 50 schrumpfen würde.

Auch sei für die Deutsche Börse eine nachträgliche Verpflichtung der Vorstände und Aufsichtsräte, den Handel mit Unternehmensaktien vorab zu melden, kaum durchsetzbar. Diese Verpflichtung würde zu weit in die Privatsphäre der Personen eingreifen, sagte Riess. Man habe privatrechtliche Verträge mit dem Unternehmen und nicht mit deren Vorständen oder Aufsehern.

Potthoff sagte, dass der Gesetzgeber im gerade diskutierten vierten Finanzmarkt-Föderungsgesetz Maßnahmen ergreifen könne. Auch an der NASDAQ  sei es nicht so, dass die US-Börse die Vorabmeldung von den Vorständen fordere. "Die Verkäufe müssen der Börsenaufsicht SEC gemeldet werden, die dann entscheidet, ob die Verkäufe veröffentlicht werden", sagte Potthoff. Fraglich sei nach Meinung Potthoffs, ob der Verkauf oder Kauf von Aktien keine Ad-Hoc-pflichtige Tatsache ist./ts/ep



info@dpa-AFX.de
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Physiker:

NM: strengste Regeln in Europa??

 
20.07.01 13:30
"Obwohl der Neue Markt bereits die strengsten Regeln in Europa habe, sei die geplante Streichung der 'Penny-Stocks' nur eine erste Maßnahme, der weitere folgen würden"

Seltsam. Genuetzt haben sie anscheinend nichts. Denn die anderen europaeischen NM'e sind doch nicht so eingebrochen, oder?

Also liegt es mehr an der Umsetzung der Gesetze! Wer zeigt eigentlich Firmen an, die falsche Ad-Hocs bringen? Muessen die Kleinanleger diese Drecksarbeit uebernehmen? Wo ist die Staatsanwaltschaft?

Fragen ueber Fragen...

btw: NM50: 1096 Punkte.

Mahlzeit, Physiker
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tztz:

Augenwischerei

 
20.07.01 13:32
Diese Maßnahme schafft weder Vertrauen, noch hilft sie dem Neuen Markt.

Statt die Ursachen zu analysieren und zu beseitigen wird an den Symptomen herumgedoktert in der Hoffnung den Kleinaktionär wieder zu begeistern.

Ich fürchte nur, bis das Börsenfieber wiederkehrt, muss erst eine neue Generation Idioten nachwachsen. Denn fast alle Investierten die ich kenne, sind erst seit der Telekom dabei und haben die Nase dauerhaft gestrichen voll.

Und bis dahin haben sich die Banken/IPO'ler/Analysten wieder eine neue Spielwiese ausgedacht.

Allein die Bezeichnung "NEUER Markt" impliziert doch dessen nahes Ende :-))

tztz
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